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Bundesarchiv Bild 183-1990-0823-325, Chemnitzer FC, Mario Neuhäuser

Mario Neuhäuser, 1990

Mario Neuhäuser (* 8. November 1963) war Fußballspieler unter anderem in der DDR-Oberliga und der 2. Bundesliga für den FC Karl-Marx-Stadt/Chemnitzer FC. Für die Fußballnationalmannschaft der DDR bestritt er ein Spiel.

Neuhäuser bestritt seine gesamte Hochleistungssport-Laufbahn ausschließlich beim FC Karl-Marx-Stadt bzw. dessen Nachfolgeverein Chemnitzer FC. Bereits als Juniorenspieler kam er zu Auswahlehren, als er in 18 Spielen der U-18-Nationalmannschaft mitwirkte. Mit knapp 18 Jahren wurde der 1,75 m große Angriffsspieler erstmals in der Oberligamannschaft der Karl-Marx-Städter eingesetzt. Am 4. Juni 1983 stand er im Endspiel um den DDR-Fußballpokal, wo er als linker Außenstürmer aufgeboten wurde. Aus dem Titelgewinn wurde jedoch nichts, da der FCK dem 1. FC Magdeburg mit 0:4 unterlag.

Nach mehreren Spielen in der U-21-Nationalmannschaft und einem Qualifikationsspiel der Fußballolympiaauswahl der DDR im Jahre 1983 kam Neuhäuser am 28. März 1984 zu einem Kurzeinsatz in der A-Nationalmannschaft. Im Spiel DDR - Tschechoslowakei (2:1) wurde er in der 78. Minute für den Dresdener Matthias Döschner eingewechselt. Da es zu keinen weiteren Auswahleinsätzen kam, liest sich seine Auswahlbilanz wie folgt:

  • 11 Spiele in der U-18-Nationalmannschaft
  • 5 Spiele in der U-21-Nationalmannschaft
  • 1 Spiel in der DDR-Olympiaauswahl
  • 1 Spiel in der A-Nationalmannschaft

1983/84 erzielte Neuhäuser für den FCK sieben Punktspieltore und war damit zweitbester Torschütze hinter Stefan Persigehl (9). In der Saison 1985/86 zog er sich eine so schwere Knieverletzung zu, dass er bis 1989 keinen Leistungssport treiben konnte. 1991 qualifizierte sich Neuhäusers Heimmannschaft, inzwischen in den Chemnitzer FC umgewandelt, mit einem 5. Rang in der letzten DDR-Meisterschaft für die 2. Bundesliga. Während Neuhäusers Zeit hatte der FCK stets in der DDR-Oberliga gespielt, sodass er trotz seiner Auszeit auf 85 Oberligaeinsätze gekommen war.

Der Chemnitzer FC konnte sich bis 1996 in der 2. Bundesliga behaupten. Im ersten Bundesligajahr konnte Neuhäuser nur in einem Punktspiel mitwirken, dagegen bestritt er in der Saison 1992/93 19 der 46 Zweitligaspiele. Inzwischen 30-jährig kam Neuhäuser in den folgenden Spielzeiten in der ersten Mannschaft nicht mehr zum Einsatz, absolvierte jedoch als erfahrener Leader der Chemnitzer Amateurmannschaft u.a. in der Oberligasaison 1993/94 28 Spiele (3 Tore). In der Saison 1995/96 war Neuhäuser mit 29 Spielen (4 Toren) am sehr guten zweiten Platz der CFC-Amateure in der Staffel Süd der NOFV-Oberliga beteiligt. Erst als die erste Mannschaft des Chemnitzer FC im Sommer 1996 in die Regionalliga abgestiegen war, kam er in der Saison 1996/97 noch einmal in sechs Spielen (1 Tor) zum Einsatz. Einer seiner damaligen Mitspieler war, wie schon in einigen Spielen der Amateurelf, der junge Michael Ballack. Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn ergab sich folgende Punktspielbilanz:

  • 85 Spiele in der DDR-Oberliga (10 Tore)
  • 20 Spiele in der 2. Bundesliga (1 Tor)
  • 6 Spiele in der Regionalliga (1 Tor)

Vom 1. Juli 1997 bis zum 20. September 1998 trainierte Neuhäuser den VfB Chemnitz in der Südstaffel der damals viertklassigen NOFV-Oberliga. Im Jahre 2001 tauchte sein Name noch einmal in den regionalen Medien auf, als Neuhäuser als Trainer des Bezirksligisten Krokusblüte Drebach erwähnt wurde.

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