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Mario Basler
Mario Basler
Mario Basler im Jahre 2005
Personalia
Geburtstag 18. Dezember 1968
Geburtsort Neustadt an der WeinstraßeDeutschland
Größe 186 cm
Position Mittelfeldspieler


Mario Basler (* 18. Dezember 1968 in Neustadt an der Weinstraße) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballprofi.

Karriere als Spieler Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

1. FC Kaiserslautern Bearbeiten

Aus der Jugend des 1. FC Kaiserslautern stieß Basler zur Spielzeit 1987/88 zum Kader der Profis. In seinem ersten Bundesligajahr kam er allerdings nicht zum Einsatz. Als Vertragsamateur spielte er zumeist für die „kleinen Teufel“. Auch im Folgejahr musste Basler lange warten, ehe er zu seinem Debüt kam. Erst am 17. Juni 1989 (34. Spieltag), für den FCK ging es um nichts mehr, kam er beim 1:0-Auswärtssieg über Bayer 04 Leverkusen zu seinem ersten Bundesligaeinsatz.

Rot-Weiss Essen Bearbeiten

Um mehr Spielpraxis zu sammeln, wechselte er im Sommer 1989 in die 2. Bundesliga zu Rot-Weiss Essen. Bereits in seinem ersten Jahr kam Basler zu regelmäßigen Einsätzen. Mit vierzehn Ein- bzw. Auswechselungen in zwanzig Spielen war er aber meistens Ergänzungsspieler.[1] Mit Rang sechs schlossen die Rot-Weissen eine gute Saison ab. Zur Spielzeit 1990/91 baute Cheftrainer Hans-Werner Moors vermehrt auf den jungen Spieler und nur Willi Landgraf, Dirk Pusch und Ralf Regenbogen absolvierten mehr Ligaspiele als Basler. Nur vier der 38 Partien verpasste der Mittelfeldspieler. Dabei wurde er acht Mal aus- und zwei Mal eingewechselt.[2] Am 26. August 1990 (6. Spieltag), kam Mario Basler dann auch zu seinem ersten Torerfolg. Beim 2:0-Sieg über den 1. FSV Mainz 05 traf er zum 1:0 in der 34. Minute und leitete den Erfolg ein.[3] Fünf weitere Treffer erzielte er in dieser Saison. Gegen den TSV Havelse gelang ihm am 14. Oktober des gleichen Jahres sein erster „Doppelpack“.[4] Zwar erreichte das Team am Ende Platz 15 und damit den Klassenerhalt, musste aber wegen Lizenzentzugs den Zwangsabstieg hinnehmen. Aus diesem Grund entschied sich Basler zu einem Wechsel.

Hertha BSC Bearbeiten

Zur Saison 1991/92 sicherte sich der Hauptstadtklub die Dienste des damaligen Youngsters. Beim Bundesliga-Absteiger wurde Basler vor allem in der Abwehr eingesetzt und bildete mit Uli Bayerschmidt und André Winkhold die Verteidigungskette der Berliner.[5] Als kurz nach Beginn der neuen Spielzeit Bernd Stange von Günter Sebert als Trainer ersetzt wurde, stellte dieser Basler wieder im Mittelfeld auf. Mit zwölf Toren in 44 Spielen war Basler dann auch zweitbester Schütze der Blau-Weißen. Nur Theo Gries traf häufiger. Trotz 88 Treffern schafften es die Herthaner nur auf Platz fünf in Liga zwei. Durch ständig gute Leistungen wurde Basler inzwischen auch für Erstliga-Vereine interessant. Nach nur zwei Jahren beendete er sein Vertragsverhältnis und wurde bald darauf von Werder Bremen für ca. 2 Millionen DM verpflichtet.[6]

Werder Bremen Bearbeiten

Zunächst nur Einwechselspieler, schaffte Basler es durch gute Leistungen in die Stammformation. Nachdem er vor Jahreswechsel in siebzehn Partien sieben Mal ein- bzw. ausgewechselt wurde, passierte dies zur Rückrunde nur noch einmal.[7] Sein Debüt für die „Hanseaten“ gab Basler – in der 81. Minute für Frank Neubarth eingewechselt – am 8. August 1993 (1. Spieltag) gegen den VfB Stuttgart.[8] Am 17. August 1993 (3. Spieltag) stand er erstmalig in der Startelf des SVW und steuerte beim 3:1-Erfolg gegen den VfB Leipzig einen Treffer zum Endstand bei.[9] Im Rückspiel erhielt Basler in der 73. Minute von Schiedsrichter Manfred Führer seine erste Rote Karte.[10] Trotz dieser war er in der Folgebegegnung wieder einsatzberechtigt. Aber nur vier Spieltage später folgte die zweite Hinausstellung. Am 5. März 1994 (24. Spieltag) im Spiel gegen den FC Bayern München wurde der Mittelfeldspieler bereits in der 26. Minute des Spielfeldes verwiesen;[11] weitere Platzverweise sollten nicht mehr folgen.

Zur Saison 1994/95 spielten die Bremer bis zum letzten Spieltag um die Deutsche Meisterschaft, verpassten sie aber auf Grund einer 1:3-Niederlage gegen Bayern München. Mit 20 Toren war Basler nicht nur bester Angreifer seines Teams sondern auch Torschützenkönig der Liga - gemeinsam mit Heiko Herrlich von Borussia Mönchengladbach, der ebenfalls 20 Mal traf.

Die Folgesaison verlief enttäuschend für die Bremer und sie wurden nur Neunter. Mario Basler behielt aber die gute Leistung des Vorjahres bei und war wieder bester Schütze seines Teams.[12] Um eine Gewissheit über sportlichen Erfolg zu haben, entschied er sich deshalb im Sommer des Jahres 1996, den Verein zu verlassen. Für eine damals hohe Ablösesumme von mehr als 8 Millionen DM ließen ihn die Bremer in Richtung München ziehen.

FC Bayern München Bearbeiten

Bei den Münchnern hatte er seine wohl erfolgreichste Zeit. Gegen Konkurrenten wie Dietmar Hamann, Christian Nerlinger, Mehmet Scholl, Thomas Strunz, Marcel Witeczek und Christian Ziege blieb ihm nur die Rolle des Ein- und Auswechselspielers. Mit acht Toren war er zweitbester Torschütze der Bayern. Am Ende seiner ersten Spielzeit in München wurde er mit der Mannschaft Deutscher Meister. In der Folgespielzeit wurde der Titel verpasst, Basler wurde mit den Bayern aber, nicht zuletzt durch ein von ihm in Finale erzieltes Tor, DFB-Pokal-Sieger 1998.

In der Saison 1998/99 wurde Basler nochmals Deutscher Meister und erreichte mit dem FCB das Champions League-Finale in dem ihm per Freistoß die 1:0-Führung gelang; doch unterlag man am Ende mit 1:2 gegen Manchester United.

Im November 1999 wurde Basler nach nur zwei Einsätzen und infolge einer nächtlichen Wirtshausrangelei vom FC Bayern München suspendiert. Laut Aussage von Bayern-Manager Uli Hoeneß soll es während Baslers Zeit in München des Öfteren private Verfehlungen seinerseits gegeben haben, welche in der angesprochenen Rangelei gipfelten.

1. FC Kaiserslautern Bearbeiten

Noch im gleichen Monat wechselte er für 1,5 Millionen Mark zum 1. FC Kaiserslautern, bei dem er zunächst wieder auf Trainer Otto Rehhagel traf, den er schon aus seiner Zeit in Bremen kannte. Bei den Pfälzern war er Stammspieler, erwies sich aber als verletzungsanfällig. In 91 Spielen erzielte er für Kaiserslautern acht Treffer. Für die Saison 2003/04 erhielt der 34-jährige, zu den Großverdienern des Vereins gehörende Basler keinen Vertrag mehr und wechselte ins Ausland.

Al-Rayyan Bearbeiten

Im Emirat Katar in Ar-Rayyan beendete er nach nur einer Saison beim Al-Rayyan Sport-Club seine aktive Fußballer-Karriere. Er spielte hier unter anderem mit dem Real Madrid-Altstar Fernando Hierro zusammen.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Am 23. März 1994 – mit der Einwechslung in der 78. Minute für Thomas Häßler – gab er beim 2:1-Sieg über Italien sein Länderspiel-Debüt. Am 2. Juni 1994 wurde er im Spiel gegen Österreich in der 85. Minute für Lothar Matthäus eingewechselt; fünf Minuten später gelang ihm mit dem 5:1-Endstand sein erster Länderspiel-Treffer. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 kam er am 17. Juni gegen Bolivien zum Einsatz. 1996 gehörte er zum Aufgebot der Nationalmannschaft (ohne Einsatz), die bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England den Titel gewann. Am 18. November 1998, beim 1:1-Unentschieden gegen die Niederlande trug er zum letzten Mal das Nationaltrikot.

Spielweise / Statistik Bearbeiten

Eine besondere Fähigkeit von Basler war es, dass er einen Eckball direkt in ein Tor verwandeln konnte, indem er den Ball mit dem Innenrist im Bogen aufs Tor schoss. Auf diese Art gelangen ihm beim SV Werder Bremen in einer Saison drei Tore. Außerdem war er ein gefürchteter Freistoßschütze. In der 1. Bundesliga traf er 62 Mal in 262 Spielen, in der 2. Bundesliga 23 Mal in 128 Spielen.

Karriere als Trainer Bearbeiten

Ab dem 2. Juni 2004 war Mario Basler Teammanager beim Zweitligaabsteiger SSV Jahn Regensburg in der Regionalliga. Hier plante Basler zeitweise Spielertrainer zu werden und wieder selbst aufzulaufen. Dies wurde jedoch vom DFB nicht zugelassen. Die Saison 2004/05 schloss der Verein auf dem achten Tabellenplatz ab. Nach einem schlechten Start in die Saison 2005/06 wurde Basler am 19. September 2005 entlassen.[13]

In der Folgezeit absolvierte er den DFB-Trainerlehrgang in Köln[13] und war anschließend von Sommer 2007 bis zum 8. September 2008 Co-Trainer bei der TuS Koblenz.

Seit dem 9. September 2008 – mit Vertragslaufzeit bis 2012 – war er als Cheftrainer beim Regionalligisten Eintracht Trier angestellt, bei dem er zwischenzeitlich auch Sportlicher Leiter war. Das am 20. Februar 2010 mit 0:3 verlorene Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II verschlimmerte die anhaltende sportliche Talfahrt, worauf Basler als Cheftrainer einen Tag später vom Vorstand (in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat) beurlaubt wurde.[14]

Am 11. August 2010 trat er die offene Trainerstelle beim Drittligisten Wacker Burghausen an.[15]

Erfolge Bearbeiten

SV Werder Bremen

FC Bayern München

Nationalmannschaft

Individuelle

Sonstiges Bearbeiten

Seit 2007 ist Basler als Experte bei den UEFA-Cup-Übertragungen von Sat.1 tätig, spielt außerdem noch für das All-Star-Team des FC Bayern München und ist seit Januar 2001 Präsident beim vorderpfälzischen Amateurverein ATSV Wattenheim, für den er auch spielberechtigt ist. Seit 2007 ist Basler Kolumnist der Bild-Zeitung, wo er nach Vorbild von Max Merkel Leistungsprognosen zu den Bundesligisten zu Saisonbeginn abgibt, häufig in polemischer Form und der Unterhaltung dienend.

Weblinks Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Mario Basler: Super Mario. Meine Eskapaden, meine Schlagzeilen, meine Karriere, meine Feinde, meine Freunde. Sportverlag Europa, Zürich 2005. ISBN 3-9522779-8-3

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Die Spiele der 2. Bundesliga 1989/1990 für Rot-Weiss Essen auf fussballdaten.de
  2. Die Spiele der 2. Bundesliga 1990/1991 für Rot-Weiss Essen auf fussballdaten.de
  3. Spielstatistik Rot-Weiss Essen - 1. FSV Mainz 05 2:0 (1:0) vom 26. August 1990 auf fussballdaten.de
  4. Spielstatistik TSV Havelse - Rot-Weiss Essen 1:4 (0:2) vom 14. Oktober 1990 auf fussballdaten.de
  5. Hertha BSC Berlin: Der Kader 1991/1992 auf fussballdaten.de
  6. Transferhistorie auf transfermarkt.de
  7. Die Spiele der Bundesliga 1993/1994 für SV Werder Bremen auf transfermarkt.de
  8. Spielstatistik SV Werder Bremen - VfB Stuttgart 5:1 (2:0) vom 8. August 1993 auf fussballdaten.de
  9. Spielstatistik SV Werder Bremen - VfB Leipzig 3:1 (1:1) vom 17. August 1993 auf fussballdaten.de
  10. Spielstatistik VfB Leipzig - SV Werder Bremen 1:1 (1:0) auf fussballdaten.de
  11. Spielstatistik FC Bayern München - SV Werder Bremen 2:0 (0:0) auf fussballdaten.de
  12. SV Werder Bremen: Der Kader 1995/1996 auf fussballdaten.de
  13. 13,0 13,1 Kurzporträt Mario Baslers auf sportschau.de
  14. Trierischer Volksfreund online vom 21 Februar 2010
  15. [1]


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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