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Marco Kutscher mit Cash1a

Marco Kutscher mit Cash beim Weltcupfinale 2007 in Las Vegas

Marco Kutscher (* 2. Mai 1975 in Norden) ist ein deutscher Springreiter.

Leben Bearbeiten

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann er mit seinem Pferd Montender die Bronzemedaille im Einzel. Allerdings war der Ostfriese erst nachträglich auf das Treppchen gerückt, nachdem der ursprüngliche Sieger Cian O’Connor seine Goldmedaille wegen Disqualifikation an Rodrigo Pessoa abgeben musste. Eine ähnliche Situation hatte sich beim Mannschaftswettbewerb ergeben: Ursprünglich gewann Marco Kutscher zusammen mit seinen deutschen Kollegen in Athen Mannschafts-Gold – das dritte für eine Deutsche Equipe in Folge und das neunte insgesamt, musste die Goldmedaille aber durch die Disqualifikation von Ludger Beerbaum nachträglich an die Mannschaft der US-Amerikaner abgeben. Die Deutschen wurden auf den dritten Platz gesetzt.

2005 siegte Marco Kutscher bei den Europameisterschaften in San Patrignano (Italien) sowohl mit der Mannschaft als auch im Einzel.

Entdeckt wurde Kutscher vom mehrfachen Olympiasieger Ludger Beerbaum, der ihn seit 1999 in seinem Stall als Einreiter für junge Pferde einsetzt. 2003 konnte Kutscher als ersten großen Erfolg die deutsche Meisterschaft in Gera gewinnen. Marco Kutscher wohnt und trainiert in Riesenbeck.

Olympische Spiele 2008 Bearbeiten

Marco Kutscher nahm mit Cornet Obolensky als Teil der deutschen Springreitermannschaft an den Olympischen Sommerspielen 2008 teil. Nach dem ersten Umlauf des Mannschaftswettbewerbes, den Kutscher mit 13 Strafpunkten abschloss, hatte eine Pflegerin dem Pferd von Marco Kutscher eine Spritze mit Arnika und Lactanase verabreicht. Cornet Obolensky erlitt anschließend einen kurzzeitigen Schwächeanfall, wurde jedoch am Folgetag im zweiten Umlauf des Nationenpreises eingesetzt, obwohl die verabreichten Mittel nicht beim zuständigen Turniertierarzt angemeldet waren. Dieser Vorfall wurde ausschließlich durch Medienberichte und Zeugenaussagen erst nach den Olympischen Spielen öffentlich, eine Dopingprobe wurde während des Wettbewerbs nicht entnommen. Mit Urteil vom 15. Juni 2010 entschied die FEI, Kutscher nachträglich aufgrund dieser unerlaubten Medikation zu disqualifizieren und darüber hinaus, zu einer fünfstelligen Geldstrafe zu verurteilen. Aufgrund der langen Verfahrensdauer verzichtete das FEI-Tribunal jedoch auf eine zusätzliche Sperre von Marco Kutscher.

Da mit Christian Ahlmann bereits ein Mitglied der deutschen Springreiter-Olympiamannschaft disqualifiziert worden war (dieser jedoch aufgrund von Dopings), verbleiben nur noch zwei zu wertende Ergebnisse von deutschen Springreitern, so dass die deutsche Springreitermannschaft in der Mannschaftswertung der Olympischen Spiele 2008 ohne Ergebnis ist (es wären zumindest die Ergebnisse von drei Mannschaftsreitern erforderlich).[1]

Nach den Olympischen Spielen 2008 Bearbeiten

Nach einer hoch erfolgreichen Saison 2010 (unter anderem Zweiter in der Global Champions Tour-Gesamtwertung) wurde Kutscher mit Cash für die Weltreiterspiele 2010 nominiert. Aufgrund einer Verletzung von Cash[2] kurz vor Abflug zu den Wettbewerben musste er jedoch auf die Teilnahme verzichten, Reservereiterin Janne Friederike Meyer rückte für ihn in die Mannschaft nach.

Erfolge Bearbeiten

Marco Kutscher ist im Jahr 2011 Mitglied des deutschen A-Kaders der Springreiter.[3] Im Februar 2011 befindet er sich in der 121. Springreiter-Weltrangliste der FEI auf Rang Zehn.[4]

  • Olympische Spiele
    • Bronze Mannschaft: 2004 (Montender)
    • Bronze Einzel: 2004 (Montender)
  • Deutsches Championat der Berufsreiter
    • 3. Platz: 2002 (Montender)
  • Deutsche Meisterschaften Junge Reiter
    • 4. Platz: 1994
  • Global Champions Tour
    • 2. Platz in der Gesamtwertung 2010
  • 1. Platz beim Gucci Grand Prix 2010 in Paris, Frankreich

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Ende der Spritzenaffäre: Keine Sperre für Kutscher, Neue Osnabrücker Zeitung, 15. Juni 2010
  2. Schock: Kutschers Pferd verletzt - Keine Medaille, Süddeutsche Zeitung
  3. Übersicht der deutschen Kader Springreiten
  4. FEI-Weltrangliste Springreiten Nummer 121 (50 beste internationale Ergebnisse jedes Springreiters vom 1. Februar 2010 bis 31. Januar 2011)


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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