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Mammadù Trust ist eine gemeinnützige Organisation aus Namibia. Kinder aus dem Armenviertel Otjomuise in Windhoek erhalten durch das Projekt eine tägliche Betreuung und werden auf dem Weg zu einer Berufsausbildung begleitet. Über 60 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren kommen derzeit tagsüber zu Mammadù.[1]

Geschichte Bearbeiten

Die Non-Profit Organisation Mammadù wurde 2008 von der Wienerin Agnes Albrecht-Röhm gegründet und bei dem namibischen Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste registriert. Bis heute ist die Gründerin auch die Leiterin des Projektes, welches seinen Sitz im Armenviertel Otjomuise hat. Das Township liegt im Nord-Westen von Windhoek.

2011 hat Agnes Röhm ein an das Township angrenzendes Grundstück von 4700 Quadratmetern gekauft und ein Gebäude erbaut, welches aus einem Klassenzimmer, einem Projektraum, einer Küche und Waschräumen besteht. Vor den Räumlichkeiten wurde 2012 ein Sport- und Spielplatz errichtet. Stetig wird das Hilfszentrum erweitert. Im Jahr 2017 wurde ein weiteres Haus errichtet, welches künftig als Kantine und Küche fungieren soll, so dass die bestehende Küche zu einem weiteren Klassenzimmer umgebaut wird.[2] 100 bis 140 Kinder sollen nach Fertigstellung des gesamten Plans in dem Projekt einen Betreuungsplatz finden. Zusammen mit einem Lehrer, einer Köchin und freiwilligen Volontären und Helfern kümmert sich Agnes Albrecht Röhm täglich um den Tagesablauf.

Aufgabe und Ziel Bearbeiten

Mammadù ist eine Kinderhilfsorganisation für Waisen und arme Kinder in Namibia. Die Kinder werden hier tagsüber betreut und mit grundlegenden Bedürfnissen wie sauberes Wasser und nahrhaftes Essen versorgt. Jeden Tag werden die Vorschulkinder und Schulkinder unterrichtet, es wird gebastelt und es bleibt ausreichend Zeit für Sport und Spiel. Mammadù kümmert sich auch um Kleidung, Bücher, Hausaufgabenbetreuung, soziale Themen und Arztbesuche. Zudem werden Workshops zu Fremdsprachen und zum Umgang mit dem Computer sowie Ausflüge und Exkursionen organisiert.[3]

Ziel ist es, die Sozialkompetenz der Kinder zu fördern, einen Beitrag zur Erziehung zu leisten, eine Schulbildung zu ermöglichen und die Kinder zu einem Schulabschluss oder einem Ausbildungsplatz zu begleiten, damit sie später ein selbstbestimmtes Leben führen können und aus dem Kreislauf der Slums ausbrechen können.

Die Lebensbedingungen der Kinder des angrenzenden Townships sind von Gewalt, Armut, sexuellen Übergriffen und Krankheiten wie HIV/AIDS geprägt. Die Kinder sind oft unterernährt und die hygienischen Umstände sehr schlecht. Häufig leben die Kinder, die zum Großteil keine Eltern mehr haben, in kleinen Wellblechhütten bei Verwandten ohne Strom und fließendes Wasser.[4] Viele Menschen in Otjomuise können selber nicht lesen und schreiben. Mammadù gibt ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder.

Finanzierung Bearbeiten

Für die Kinder fallen keinerlei Gebühren an. Die Initiative lebt vom persönlichen Engagement aller Mitglieder, Helfer und Förderer. Alle Spenden werden in vollem Umfang für die Kinder vor Ort wirksam und nachhaltig genutzt. Der aktuelle Bedarf liegt bei ca. 4000 € pro Monat, um das Projekt finanzieren zu können. Frau Albrecht Röhm selbst bezieht kein Gehalt und arbeitet rein ehrenamtlich.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. For Family Reisen: Interview mit Gründerin Agnes Albrecht-Röhm. Abgerufen am 1. November 2017 (Skriptfehler).
  2. One Africa Television (bei Facebook). Abgerufen am 22. November 2017.
  3. Mammadù Germany E.V. Abgerufen am 22. November 2017.
  4.  Namibia: Yali 2017 Participants Donate to Children's Shelter. In: New Era (Windhoek). 2017-06-14 (http://allafrica.com/stories/201706140896.html).


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