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Große Aufmerksamkeit zog Maic Malchow auf sich, als er 1980, nur wenige Monate, nachdem [[Lothar Thoms]] bei den [[Olympische Sommerspiele 1980/Radsport|Olympischen Spielen]] 1980 in [[Moskau]] mit 1:02,955 min einen Weltrekord im 1000-Meter-[[Zeitfahren (Bahnradsport)|Zeitfahren]] aufgestellt hatte, diesen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in [[Mexiko-Stadt]] um 41 Hundertstelsekunden unterbot und den Titel gewann. Zudem wurde er Junioren-Weltmeister im Sprint.
 
Große Aufmerksamkeit zog Maic Malchow auf sich, als er 1980, nur wenige Monate, nachdem [[Lothar Thoms]] bei den [[Olympische Sommerspiele 1980/Radsport|Olympischen Spielen]] 1980 in [[Moskau]] mit 1:02,955 min einen Weltrekord im 1000-Meter-[[Zeitfahren (Bahnradsport)|Zeitfahren]] aufgestellt hatte, diesen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in [[Mexiko-Stadt]] um 41 Hundertstelsekunden unterbot und den Titel gewann. Zudem wurde er Junioren-Weltmeister im Sprint.
   
1986 wurde Malchow in [[Colorado Springs]] [[UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1986|Weltmeister]] über die 1000 Meter in neuer Weltrekordzeit (1:02,09 min). Viermal wurde Malchow, der für den [[SC DHfK Leipzig]] fuhr und von Frieder Schulze entdeckt und trainiert wurde, zudem DDR-Meister in dieser Disziplin, 1981, 1984, 1986 und 1988. Bei den [[Olympische Sommerspiele 1988/Radsport|Olympischen Spielen]] 1988 in [[Seoul]] wurde er Sechster. Danach wurde ihm eine Fortführung seiner Radsport-Karriere in der DDR untersagt, da er seinen „Leistungszenit überschritten“ habe. Dritter in diesem Rennen wurde der Bundesdeutsche [[Robert Lechner (Radsportler)|Robert Lechner]], der 2008 zugab, bei diesem Rennen gedopt gewesen zu sein.<ref>[http://sport.t-online.de/radsport-bdr-will-aufklaerung-von-robert-lechner/id_14377160/index sport.t-online.de: „Lechner „sicher kein Einzelfall“] T-Online, 28. Februar 2008.</ref>
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1986 wurde Malchow in [[Colorado Springs]] [[UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1986|Weltmeister]] über die 1000 Meter in neuer Weltrekordzeit (1:02,09 min). Viermal wurde Malchow, der für den [[SC DHfK Leipzig]] fuhr und von Frieder Schulze entdeckt und trainiert wurde, zudem DDR-Meister in dieser Disziplin, 1981, 1984, 1986 und 1988. Bei den [[Olympische Sommerspiele 1988/Radsport|Olympischen Spielen]] 1988 in [[Seoul]] wurde er Sechster. Danach wurde ihm eine Fortführung seiner Radsport-Karriere in der DDR untersagt, da er seinen „Leistungszenit überschritten“ habe. Dritter in diesem Rennen wurde der Bundesdeutsche [[Robert Lechner (Radsportler)|Robert Lechner]], der 2008 zugab, bei diesem Rennen gedopt gewesen zu sein.<ref>[http://sport.t-online.de/radsport-bdr-will-aufklaerung-von-robert-lechner/id_14377160/index sport.t-online.de: Lechner „sicher kein Einzelfall“] T-Online, 28. Februar 2008.</ref>
   
 
1986 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold ausgezeichnet.<ref>[[Neues Deutschland]], 15. Oktober 1986, S. 7</ref>
 
1986 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold ausgezeichnet.<ref>[[Neues Deutschland]], 15. Oktober 1986, S. 7</ref>

Version vom 20. Juni 2017, 06:34 Uhr

Bundesarchiv Bild 183-1988-0707-042, Maik Malchow Maic Malchow (* 11. Oktober 1962 in Borna) ist ein ehemaliger deutscher Bahnradsportler und heutiger Trainer.

Große Aufmerksamkeit zog Maic Malchow auf sich, als er 1980, nur wenige Monate, nachdem Lothar Thoms bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau mit 1:02,955 min einen Weltrekord im 1000-Meter-Zeitfahren aufgestellt hatte, diesen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Mexiko-Stadt um 41 Hundertstelsekunden unterbot und den Titel gewann. Zudem wurde er Junioren-Weltmeister im Sprint.

1986 wurde Malchow in Colorado Springs Weltmeister über die 1000 Meter in neuer Weltrekordzeit (1:02,09 min). Viermal wurde Malchow, der für den SC DHfK Leipzig fuhr und von Frieder Schulze entdeckt und trainiert wurde, zudem DDR-Meister in dieser Disziplin, 1981, 1984, 1986 und 1988. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul wurde er Sechster. Danach wurde ihm eine Fortführung seiner Radsport-Karriere in der DDR untersagt, da er seinen „Leistungszenit überschritten“ habe. Dritter in diesem Rennen wurde der Bundesdeutsche Robert Lechner, der 2008 zugab, bei diesem Rennen gedopt gewesen zu sein.[1]

1986 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[2]

Malchow ist gelernter Kfz-Mechaniker; er ist heute als Radsport-Trainer und Berater tätig.

Weblinks und Quellen

  • Maic Malchow in der Datenbank von Radsportseiten.net
  • Maic Malchow in der Datenbank von Sports-Reference (englisch; archiviert vom Original)
  • Volker Kluge: Das große Lexikon der DDR-Sportler, Berlin 2000, S. 254.

Einzelnachweise

  1. sport.t-online.de: Lechner „sicher kein Einzelfall“ T-Online, 28. Februar 2008.
  2. Neues Deutschland, 15. Oktober 1986, S. 7
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