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Leopold Prinz von Bayern
Leopold Prinz von Bayern 2-2-2
Nation: DeutschlandFlag of Germany
DTM
Erstes Rennen: Zolder 1984
Teams (Hersteller)
1984, 1988-1992 BMW
Statistik
Starts Siege Poles SR
80
Podestplätze: 1
Gesamtsiege:
Punkte: 88,500
Stand: Saison-Ende 1992

Leopold Prinz von Bayern (* 21. Juni 1943 auf Schloss Umkirch) ist ein ehemaliger Rennfahrer. Er ist Markenrepräsentant für BMW und hat mit "Poldi" ein eigenes Modelabel.

Familiäres Bearbeiten

Leopold von Bayern ist Chef der Adalbertinischen Linie des Hauses Wittelsbach: Er ist Ur-Ur-Urenkel von König Ludwig I. und Nachkomme dessen vierten Sohnes Adalbert Wilhelm von Bayern. Seine Eltern sind Konstantin Prinz von Bayern und Maria Adelgunde von Hohenzollern. Leopold heiratete im Oktober 1977 Ursula Möhlenkamp aus Velbert, mit der er vier Kinder hat:

  • Manuel (* 1972) ∞ Anna Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (* 1978)
  • Pilar (* 1978)
  • Felipa (* 1981)
  • Konstantin (* 1986)

Seine Tochter Pilar hat durch eine falsche Anästhesie autistische Züge bekommen. Seitdem engagiert Leopold sich für die Dolphin-Aid-Stiftung und die Special Olympics. Er lebt in Berg (Starnberger See).

Leopold ist verwandt mit dem schwedischen Königshaus. Der Bruder seiner Mutter, Johann Georg von Hohenzollern, ist verheiratet mit Prinzessin Birgitta, der Schwester des schwedischen Königs. Seit seinem zwölftem Lebensjahr ist er befreundet mit dem heutigen König Carl Gustaf von Schweden und ist Patenonkel seines Sohnes.

Jugend Bearbeiten

Da München bereits zerbombt war, entschied die Familie, dass der Sohn auf Schloss Umkirch zur Welt kommen sollte, dem Besitz seiner mütterlichen Familie, der Hohenzollern. Dort ist der Wittelsbacher bis zu seinem 22. Lebensjahr aufgewachsen. Da seine Eltern sich scheiden ließen und wieder neu heirateten blieb Leopold bei seinen Großeltern zumal die einen Spielkameraden suchten für seinen nur 2 Monate älteren Onkel Ferfried von Hohenzollern-Sigmaringen. Leopold beschreibt seinen Großvater, Friedrich Viktor von Hohenzollern-Sigmaringen als sehr streng und sehr preußisch, gibt aber auch zu, sie seien eine ziemliche Rasselbande gewesen.

Motorsport Bearbeiten

File-Leopold Prinz von Bayern 1e

Leopold Prinz von Bayern am BMW-Stand auf der IAA 2009

Mit neun Jahren – er kommt gerade an die Pedale des VW Käfer – dreht „Poldi“ erste Runden im Schlosspark und zerfurcht zum Ärger seines Großvaters den Kies. Mit elf folgt dann der erste Abflug. Poldis Goggomobil dreht sich auf einem Kuhfladen und überschlägt sich mehrmals die Böschung hinunter. Für seine Motorsportambitionen fand er folgerichtig zunächst keine Unterstützung in seiner Familie, sodass er erste Bergrennen mit seinem privaten Opel Kadett bestreiten musste. Seine Mutter und deren Bruder finanzierten ihm schließlich Zugfahrzeug, Anhänger und einen Mini Cooper. British Leyland wurde so auf den jungen Herrn aufmerksam und er bekam seinen ersten Werksvertrag. 1969 verlegt er auf die Rundstrecke und wird auf einem Alfa sogar Vizemeister in der Deutschen Rundstrecken Meisterschaft. Seinen einzigen Titel gewinnt er 1972 bei der Nordamerikanischen Eismeisterschaft auf einem Porsche. Es folgen verschiedene Tourenwagen und Sportwagenrennen. Er fährt legendäre Autos wie den BMW M1 oder den Porsche 956 C. Seit 1986 ist er ausschließlich für die Bayern unterwegs. Zusammen mit Dieter Quester und Hans-Joachim Stuck bildet er in den Fahrerlagern dieser Welt das „Trio infernale“, das für seine Späße und Streiche berühmt-berüchtigt ist. Herausragendstes internationales Ergebnis dürfte ein vierter Platz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1984 zusammen mit Walter Brun und Bob Akin sein. Ein letztes Highlight setzt er in seinem Abschiedsjahr 1998 mit einem sechsten Platz bei strömendem Regen im Supertourenwagenrennen auf dem Hockenheimring. 1999 drehte er im Rahmen der Ferrari Racing Days einige Runden in Jean Alesis Ferrari F 92A von 1992, sodass er schlussendlich auch noch einen Formel-1-Boliden bewegen konnte. Auch wenn Poldi – wegen gelegentlicher Unfälle und Dreher auch schon mal „Dreopold“ genannt – nie einer der schnellsten war, war und ist er nicht zuletzt wegen seines Titels für BMW unverzichtbar und arbeitet auch noch nach seinem Abschied vom aktiven Motorsport für das Unternehmen aus München. So sah man ihn 2003 am Steuer eines BMW 328 bei der Mille Miglia zusammen mit seinem Freund Carl Gustaf von Schweden.

Karriere-Daten Bearbeiten

1963-1969 Bergrennen
1969-1972 Deutsche Rundstrecken Meisterschaft
1972 Nordamerikanischer Eismeister, Porsche
1973-1975 Formel Super V
1977-1981 verschiedene Tourenwagerennen und -serien
1982 Deutsche Rennsporttrophäe
1983 Deutsche Rennsportmeisterschaft, Porsche
1984 Deutsche Tourenwagenmeisterschaft, BMW
Sportwagenweltmeisterschaft, Porsche
1985 Sportwagenweltmeisterschaft, Porsche
1986-1992 Deutsche Tourenwagenmeisterschaft, BMW
1993 Historische Tourenwagen-Europameisterschaft, BMW
1994 Historische Tourenwagen-Europameisterschaft, BMW
Japanische Supertourenwagenmeisterschaft, BMW
1995 Österreichische Tourenwagenmeisterschaft, BMW
Japanische Supertourenwagenmeisterschaft, BMW
1996-1997 Deutscher Supertourenwagen-Cup, BMW
1998 Deutsche Supertourenwagenmeisterschaft, BMW

Le-Mans-Ergebnisse Bearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1981 OsterreichFlag of Austria Helmut Marko RSM BMW M1 DeutschlandFlag of Germany Christian Danner DeutschlandFlag of Germany Peter Oberndorfer Ausfall Kurbelwelle
1983 SchweizFlag of Switzerland within 2to3 Brun Motorsport BMW M1 ItalienFlag of Italy Angelo Pallaviccini DanemarkFlag of Denmark Jens Winther Ausfall Getriebeschaden
1984 SchweizFlag of Switzerland within 2to3 Brun Motorsport Porsche 956B SchweizFlag of Switzerland within 2to3 Walter Brun Vereinigte StaatenFlag of the United States Bob Akin Rang 4

Karitative Funktionen Bearbeiten

  • Verbandspräsident des Modernen Fünfkampfes in Bayern
  • Sonderbotschafter der Special Olympics
  • Schirmherr von dolphin aid
  • Mitglied im Lions-Club Starnberger See-Ludwig II

Zitate Bearbeiten

  • „Ich habe alles an Verrücktheiten gemacht, was in einem Leben möglich ist. Ich bin mit dem Fallschirm gesprungen, ich bin Hubschrauber und Jets geflogen...“
  • Über seine Ankunft in Nordamerika 1972: „Der Empfang damals war witzig. Erst verstand ich überhaupt nicht, warum ich nicht mit den anderen Passagieren aus dem Flugzeug durfte, dann sah ich den Roten Teppich vor der Gangway. Fragt mich unten ein Senator: Und wo bleibt der Prinz? So einen Langhaarigen wie mich hatte der sich nicht vorgestellt.“

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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