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12. Leichtathletik-Weltmeisterschaft
Logo der 12. Leichtathletik-WM
Stadt Berlin, Deutschland
Stadion Olympiastadion
Teilnehmende Länder 201[1]
Teilnehmende Athleten 2013[1]
Wettbewerbe 47
Eröffnung 15. August 2009
Schlussfeier 23. August 2009
Eröffnet durch Horst Köhler[2]
(Bundespräsident)
Medaillenspiegel (Endstand nach 47 Entscheidungen)
Platz Land G S B Gesamt
1 Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten 10 6 6 22
2 Flag of Jamaica Jamaika 7 4 2 13
3 Flag of Kenya Kenia 4 5 2 11
4 RusslandFlag of Russia Russland 4 3 6 13
5 PolenFlag of Poland Polen 2 4 2 8
6 DeutschlandFlag of Germany Deutschland 2 3 4 9
7 Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) Äthiopien 2 2 4 8
8 Flag of the United Kingdom Vereinigtes Königreich 2 2 2 6
9 SudafrikaFlag of South Africa Südafrika 2 1 3
10 Flag of Australia Australien 2 2 4
Vollständiger Medaillenspiegel  
Datei:DPAG 2009 Sport Leichtathletik WM 2009 Hindernislauf.jpg

Die 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaft (offiziell: 12th IAAF World Championships in Athletics berlin 2009™ oder 12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften berlin 2009™) fand vom 15. bis 23. August 2009 im Olympiastadion von Berlin statt. Eine Ausnahme bildeten die Veranstaltungen im Marathon sowie das 20- bzw. 50-Kilometer-Gehen, die am Brandenburger Tor gestartet wurden und auch dort ihr Ziel fanden.

Die Organisatoren gaben einen Etat von 45 Millionen Euro bekannt, der unter anderem durch 17 Millionen Euro aus dem Ticketverkauf und 7 Millionen Euro aus dem Marketing gedeckt wurde.

Die Athleten waren während der Veranstaltung in den Hotels Estrel im Ortsteil Neukölln (950 gebuchte Zimmer) und Berlin, Berlin im Ortsteil Tiergarten (650 gebuchte Zimmer) untergebracht.

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften wurden in Deutschland von den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF im täglichen Wechsel live sowie vom Privatsender Eurosport täglich live übertragen, in der Schweiz von SF zwei.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Maskottchen Berlino.

Bewerbungen um den Austragungsort Bearbeiten

Datei:Olympiastadion berlin denis apel.JPG
Berlino Leichtathletik-WM

Maskottchen „Berlino“

Für die Austragung hatten zunächst acht Städte ihr Interesse bekundet: Berlin (Deutschland), Brisbane (Australien), Brüssel (Belgien), Casablanca (Marokko), Daegu (Südkorea), Delhi (Indien), Split (Kroatien) und Valencia (Spanien). Bis zum 30. Juni 2004 mussten die Bewerbungsunterlagen der Städte beim Leichtathletik-Weltverband IAAF eingereicht werden. Kurz vor dem Stichtag zogen Brisbane, Casablanca, Daegu und Delhi ihre Bewerbung zurück, sodass nur die vier europäischen Kandidatenstädte verblieben. Am 4. Dezember 2004 vergaben die Mitglieder des IAAF-Rates während ihrer Sitzung in Helsinki die Veranstaltung mit 24 von 26 möglichen Stimmen nach Berlin.

Berichterstattung Bearbeiten

ARD und ZDF traten als Fernsehanstalten des Gastgeberlandes auf, produzierten die Fernsehbilder in hochauflösendem Format (HDTV 1080i50[3], und produzierten somit nicht nach der EBU-Empfehlung in 1080p50[4]) und stellten das Signal für über 190 Fernsehmärkte weltweit zur Verfügung. Gesendet wurde von ARD und ZDF in der Auflösung 720p50. Hierzu wurden im Olympiastadion ca. 90 Fernsehkameras aufgebaut, was deutlich mehr als bei der Übertragung von Fußballspielen ist.[5]

Die Sender Das Erste und ZDF boten, sich täglich abwechselnd, eine Live-Übertragung sämtlicher Wettkämpfe in Echtzeit über das Internet an.[6][7] Der Anbieter Zattoo ermöglichte Internetnutzern in Deutschland und der Schweiz den Empfang des laufenden Programms von ARD und ZDF und somit auch den Empfang der Weltmeisterschafts-Berichterstattung über das Internet.

Einige Medien, darunter die taz, boykottierten die Berichterstattung, da sich alle Journalisten zum Erhalt der Akkreditierung mit einer polizeilichen und geheimdienstlichen Durchleuchtung einverstanden erklären mussten. Dafür wurden Anfragen beim LKA Berlin und darauffolgend beim Verfassungsschutz des Bundes und der Länder, beim Bundesnachrichtendienst und in verschieden Gewalttäterdateien gestellt[8]. Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilte das Prozedere als „mit der Pressefreiheit nicht vereinbar.“[9]

Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern Bearbeiten

Luxemburg entsandte einen Athleten (Mike Schumacher). Für Italien traten die drei Südtiroler Christian Obrist, Alex Schwazer und Silvia Weissteiner an. Aus Liechtenstein nahm kein Athlet teil.

Wettkampfrunden Bearbeiten

Die Teilnehmer am Finalwettkampf wurden in bis zu drei Ausscheidungswettkämpfen ermittelt. Im 10.000-Meter-Lauf, Marathonlauf, Gehen, Sieben- und Zehnkampf fanden keine Vorausscheidungen statt.

Termine der Wettkampfrunden
Disziplin Männer Frauen
  Vorlauf (VL),
Qualifikation (Q)
Zwischen-
lauf
Halb-
finale
Finale Vorlauf (VL),
Qualifikation (Q)
Zwischen-
lauf
Halb-
finale
Finale
100 m 15.08. (VL) 15.08. 16.08. 16.08. 16.08. (VL) 16.08. 17.08. 17.08.
200 m 18.08. (VL) 18.08. 19.08. 20.08. 19.08. (VL) 19.08. 20.08. 21.08.
400 m 18.08. (VL)   19.08. 21.08. 15.08. (VL)   16.08. 18.08.
800 m 20.08. (VL)   21.08. 23.08. 16.08. (VL)   17.08. 19.08.
1500 m 15.08. (VL)   17.08. 19.08. 19.08. (VL)   21.08. 23.08.
5000 m 20.08. (VL)     23.08. 19.08. (VL)     22.08.
10.000 m   17.08.   15.08.
Marathonlauf   22.08.   23.08.
20 km Gehen   15.08.   16.08.
50 km Gehen   21.08.  
100 m Hürden   18.08. (VL)   19.08. 19.08.
110 m Hürden 19.08. (VL)   20.08. 20.08.  
400 m Hürden 15.08. (VL)   16.08. 18.08. 17.08. (VL)   18.08. 20.08.
3000 m Hindernis 16.08. (VL)     18.08. 15.08. (VL)     17.08.
4x100 m 21.08. (VL)     22.08. 22.08. (VL)     22.08.
4x400 m 22.08. (VL)     23.08. 22.08. (VL)     23.08.
Hochsprung 19.08. (Q)     21.08. 18.08. (Q)     20.08.
Stabhochsprung 20.08. (Q)     22.08. 15.08. (Q)     17.08.
Weitsprung 20.08. (Q)     22.08. 21.08. (Q)     23.08.
Dreisprung 16.08. (Q)     18.08. 15.08. (Q)     17.08.
Speerwurf 21.08. (Q)     23.08. 16.08. (Q)     18.08.
Diskuswurf 18.08. (Q)     19.08. 19.08. (Q)     21.08.
Kugelstoßen 15.08. (Q)     15.08. 16.08. (Q)     16.08.
Hammerwurf 15.08. (Q)     17.08. 20.08. (Q)     22.08.
Siebenkampf         15./16.08.
Zehnkampf       19./20.08.  

Erfolgreichste Sportler Bearbeiten

  • Der erfolgreichste Athlet der Weltmeisterschaft 2009 war der Sprinter Usain Bolt aus Jamaika. Der dreifache Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele von Peking 2008 wiederholte seinen Triumph auch bei den Welttitelkämpfen in Berlin. Bolt gewann über 100 Meter seinen ersten Weltmeistertitel. Zudem siegte er über 200 Meter und gewann Gold mit der jamaikanischen Mannschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel. Bolt stellte auf den beiden Einzelstrecken jeweils nicht für möglich gehaltene Weltrekorde auf und lief als erster Mensch unter 9,6 Sekunden über 100 Meter und unter 19,2 Sekunden über 200 Meter. Im Staffelrennen erzielte das Team von Jamaika zwar keinen Weltrekord, lief aber die zweitschnellste jemals erzielte und schnellste jemals bei einer WM erzielte Zeit. Für seine beiden Weltrekorde erhielt Bolt neben der Siegerprämie von 60.000 US-Dollar ein zusätzliches Preisgeld eines Sponsors, der für jeden bei der WM erzielten Weltrekord einen Siegerscheck in Höhe von 100.000 US-Dollar auslobte.
  • Bei den Herren gewannen jeweils zwei Goldmedaillen der 400-Meter-Läufer LaShawn Merritt aus den USA (400 Meter, 4-mal-400-Meter-Staffel), der Äthiopier Kenenisa Bekele über 5000 und 10.000 Meter sowie der US-Amerikaner Kerron Clement über 400 Meter Hürden und in der 4-mal-400-Meter-Staffel.
  • Bei den Damen errangen jeweils zwei Weltmeistertitel die Sprinterin Shelly-Ann Fraser aus Jamaika (100 Meter, 4-mal-100-Meter-Staffel), Allyson Felix (USA) über 200 Meter und in der 4-mal-400-Meter-Staffel sowie Sanya Richards aus den USA (400 Meter, 4-mal-400-Meter-Staffel)
  • Einen weiteren Weltrekord erzielte die Polin Anita Włodarczyk mit 77,96 m im Hammerwurf.

Ergebnisse Männer Bearbeiten

100 m Bearbeiten

100 m final Berlin 2009

Zieleinlauf beim 100-m-Finale

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Flag of Jamaica JAM 09,58 (WR)
2 Tyson Gay Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 09,71 (NR)
3 Asafa Powell Flag of Jamaica JAM 09,84
4 Daniel Bailey Flag of Antigua and Barbuda ANT 09,93
5 Richard Thompson Flag of Trinidad and Tobago TRI 09,93
6 Dwain Chambers Flag of the United Kingdom GBR 10,00
7 Marc Burns Flag of Trinidad and Tobago TRI 10,00
8 Darvis Patton Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 10,34

Finale: 16. August, 21:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: + 0,9 m/s

WR: Usain Bolt (JAM), 9,69 s, 2008
WJB: Tyson Gay (USA), 9,77 s

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Viertelfinale ausgeschieden: Martin Keller (GER), 10,40 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Ryan Moseley (AUT), 10,42 s; Cédric Nabe (SUI), 10,51 s; Stefan Schwab (GER), 10,50 s; Tobias Unger (GER), 10,42 s

200 m Bearbeiten

Usain Bolt 200 m Berlin 2009

Usain Bolt nach dem Zieleinlauf im 200-m-Finale

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Flag of Jamaica JAM 19,19 (WR)
2 Alonso Edward Flag of Panama PAN 19,81 (AR)
3 Wallace Spearmon Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 19,85
4 Shawn Crawford Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 19,89
5 Steve Mullings Flag of Jamaica JAM 19,98
6 Charles Clark Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 20,39
7 Ramil Quliyev Flag of Azerbaijan AZE 20,61
8 David Alerte FrankreichFlag of France FRA 20,68

Finale: 20. August, 20:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: −0,3 m/s

WR: Usain Bolt (JAM), 19,30 s, 2008
WJB: Tyson Gay (USA), 19,58 s
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Robert Hering (GER), 20,52 s
Im Viertelfinale ausgeschieden: Aleixo-Platini Menga (GER), 20,68 s; Marco Cribari (SUI), 20,81 s; Marc Schneeberger (SUI), 20,91 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Alexander Kosenkow (GER), 20,99 s

400 m Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 LaShawn Merritt Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 44,06 (WJB)
2 Jeremy Wariner Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 44,60
3 Renny Quow Flag of Trinidad and Tobago TRI 45,02
4 Tabarie Henry Flag of the United States Virgin Islands ISV 45,42
5 Chris Brown Flag of the Bahamas BAH 45,47
6 David Gillick Flag of Ireland IRL 45,53
7 Michael Bingham Flag of the United Kingdom GBR 45,56
8 Leslie Djhone FrankreichFlag of France FRA 45,90

Finale: 21. August, 21:20 Uhr

WR: Michael Johnson (USA), 43,18 s, 1999
WJB: LaShawn Merritt (USA), 44,50 s

Im Finale ging Titelverteidiger Jeremy Wariner nach schnellem Beginn zunächst in Führung. In der letzten Kurve holte ihn der Favorit und Olympiasieger LaShawn Merritt ein und zog auf der Zielgeraden davon. Zum insgesamt neunten Mal bei zwölf Weltmeisterschaften und zum vierten Mal in Folge ging der Titel über 400 Meter an einen US-Amerikaner.

800 m Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mbulaeni Mulaudzi SudafrikaFlag of South Africa RSA 1:45,30
2 Alfred Kirwa Yego Flag of Kenya KEN 1:45,35
3 Yusuf Saad Kamel Flag of Bahrain BRN 1:45,35
4 Juri Borsakowski RusslandFlag of Russia RUS 1:45,57
5 Amine Laalou MarokkoFlag of Morocco MAR 1:45,66
6 Nick Symmonds Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 1:45,71
7 Bram Som NiederlandeFlag of the Netherlands NED 1:45,86
8 Marcin Lewandowski PolenFlag of Poland POL 1:46,17

Finale: 23. August, 17:25 Uhr

WR: Wilson Kipketer (DEN), 1:41,11 min, 1997
WJB: Abubaker Kaki (SUD), 1:43,09 min

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf nach einem Sturz ausgeschieden: Robin Schembera (GER), 1:54,47 min
Im Vorlauf ausgeschieden: Mike Schumacher (LUX), 1:48,18 min

1500 m Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Yusuf Saad Kamel Flag of Bahrain BRN 3:35,93
2 Deresse Mekonnen Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 3:36,01
3 Bernard Lagat Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 3:36,20
4 Asbel Kiprop Flag of Kenya KEN 3:36,47
5 Augustine Kiprono Choge Flag of Kenya KEN 3:36,53
6 Mohamed Moustaoui MarokkoFlag of Morocco MAR 3:36,57
7 Mehdi Baala FrankreichFlag of France FRA 3:36,99
8 Lopez Lomong Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 3:37,62

Finale: 19. August, 20:25 Uhr

WR: Hicham El Guerrouj (MAR), 3:26,00 min, 1998
WJB: Augustine Kiprono Choge (KEN), 3:29,47 min

Das Rennen begann sehr langsam mit zwei 400-Meter-Abschnitten in 59,54 s und 60,64 s. Bis gut 200 Meter vor dem Ziel blieb das Feld zusammen, bevor die Entscheidung im Schlussspurt fiel. Deresse Mekonnen kam als Führender auf die Zielgerade, wurde jedoch noch von Yusuf Saad Kamel abgefangen. Dahinter konnte sich Bernard Lagat aus der Mitte des Feldes noch auf den dritten Rang vorschieben. Olympiasieger Asbel Kiprop musste in der letzten Kurve den langen Weg über die dritte Bahn gehen, weil die Innenbahnen von anderen Läufern blockiert waren. So kam er nicht mehr rechtzeitig in die Position, um in den Kampf um die Medaillen entscheidend eingreifen zu können.

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern und Regionen:
Im Vorlauf ausgeschieden: Stefan Eberhardt (GER), 3:40,05 min; Christian Obrist (ITA), 3:43,41 min; Carsten Schlangen (GER), 3:44,00 min

5000 m Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 13:17,10
2 Bernard Lagat Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 13:17,33
3 James Kwalia C’Kurui Flag of Qatar QAT 13:17,78
4 Moses Ndiema Kipsiro Flag of Uganda UGA 13:18,11
5 Eliud Kipchoge Flag of Kenya KEN 13:18,95
6 Ali Abdosh Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 13:19,11
7 Mohammed Farah Flag of the United Kingdom GBR 13:19,69
8 Matthew Tegenkamp Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 13:20,23

Finale: 23. August, 16:25 Uhr

WR: Kenenisa Bekele (ETH), 12:37,35 min, 2004
WJB: Kenenisa Bekele (ETH), 12:56,23 min
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Arne Gabius (GER), 13:49,13 min

10.000 m Bearbeiten

Kenenisa Bekele Berlin 2009

Kenenisa Bekele auf der Ehrenrunde nach dem 10.000-m-Finale

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 26:46,31 (CR)
2 Zersenay Tadese Flag of Eritrea ERI 26:50,12
3 Moses Ndiema Masai Flag of Kenya KEN 26:57,39
4 Imane Merga Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 27:15,94
5 Bernard Kiprop Kipyego Flag of Kenya KEN 27:18,47
6 Dathan Ritzenhein Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 27:22,28
7 Micah Kipkemboi Kogo Flag of Kenya KEN 27:26,33
8 Galen Rupp Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 27:37,99

Datum: 17. August, 20:50 Uhr

WR: Kenenisa Bekele (ETH), 26:17,53 min, 2005
WJB: Josephat Muchiri Ndambiri (KEN), 26:57,36 min

Der Titelverteidiger und dominierende 10.000-Meter-Läufer der vergangenen Jahre, Kenenisa Bekele, ging als hoher Favorit an den Start. Dies umso mehr, als sein Landsmann Sileshi Sihine verletzt ausfiel. Schon in der ersten Rennhälfte versuchten die Läufer aus Katar und Kenia Bekele durch hohes Tempo in Bedrängnis zu bringen. Vor allem Nicholas Kemboi leistete einen Großteil der Führungsarbeit. Die 5000-Meter-Marke wurde in 13:40,45 min erreicht. Bekele behielt jedoch stets die Kontrolle über den Rennverlauf. Etwa vier Kilometer vor dem Ziel griff Zersenay Tadese an. Seiner Tempoverschärfung konnte schließlich nur noch Bekele folgen. Obwohl sich Tadese nach Kräften mühte, gelang es ihm nicht, Bekele abzuschütteln. Zu Beginn der letzten Runde startete Bekele seinen typischen Schlussspurt, um so Tadese scheinbar mühelos abzuhängen und in Weltmeisterschaftsrekordzeit zu gewinnen. Moses Ndiema Masai, der bis zu Tadeses Angriff der Führungsgruppe angehört hatte, wurde abgeschlagener Dritter. In dem typischerweise von Afrikanern bestimmten Wettbewerb konnten sich bemerkenswerterweise mit Dathan Ritzenhein und Galen Rupp zwei US-Amerikaner unter den besten Acht platzieren.

Marathon Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Abel Kirui Flag of Kenya KEN 2:06:55 (CR)
2 Emmanuel Kipchirchir Mutai Flag of Kenya KEN 2:07:48
3 Tsegay Kebede Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 2:08:35
4 Yemane Tsegay Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 2:08:42
5 Robert Kipkoech Cheruiyot Flag of Kenya KEN 2:10:46
6 Atsushi Satō JapanFlag of Japan JPN 2:12:05
7 Adil Ennani MarokkoFlag of Morocco MAR 2:12:12
8 José Manuel Martínez SpanienFlag of Spain ESP 2:14:04

Datum: 22. August, 11:45 Uhr

WR: Haile Gebrselassie (ETH), 2:03:59 h, 2008
WJB: Duncan Kibet Kirong (KEN), 2:04:27 h

WM2009-Marathon-Atsushi-Sato

Atsushi Satō

Einige der stärksten Athleten wie Weltrekordhalter Haile Gebrselassie und Olympiasieger Samuel Kamau Wanjiru sowie Titelverteidiger Luke Kibet waren in Berlin nicht am Start. Dennoch entwickelte sich von Beginn an trotz warmer Temperaturen um 21 °C im Schatten ein schnelles Rennen. Eine achtköpfige Führungsgruppe erreichte die Halbmarathonmarke in 1:03:03 h. Nach 30 km in 1:29:43 h führten die drei Kenianer Abel Kirui, Robert Kipkoech Cheruiyot und Emmanuel Kipchirchir Mutai sowie Deriba Merga aus Äthiopien, dessen Landsmann Tsegay Kebede acht Sekunden zurücklag. Kebede gelang es, auf den nächsten etwa fünf Kilometern erst Cheruiyot und dann Merga, der später das Rennen aufgab, zu überholen. An der Spitze konnte sich der Sieger Kirui in der Endphase von Mutai absetzen, der trotz Magenproblemen den zweiten Platz vor Kebede verteidigte. Dabei unterbot Kirui den alten Meisterschaftsrekord des verletzt fehlenden Jaouad Gharib um 1:36 min. Von 91 gestarteten Läufern erreichten 70 das Ziel. In der Mannschaftswertung des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läufer eines Landes errechnet wird, gewann Kenia (6:25:28 h) vor Äthiopien (6:32:26 h) und Japan (6:41:05 h). Deutschland belegte den neunten Platz (6:56:20 h).

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:

Platz 18: André Pollmächer (GER), 2:15:36 h; Platz 34: Martin Beckmann (GER), 2:18:08 h; Platz 50: Falk Cierpinski (GER), 2:22:36 h; Platz 66: Tobias Sauter (GER), 2:35:43 h

20 km Gehen Bearbeiten

Waleri Wiktorowitsch Bortschin 6328

Waleri Bortschin

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Waleri Bortschin RusslandFlag of Russia RUS 1:18:41
2 Wang Hao China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 1:19:06
3 Eder Sánchez MexikoFlag of Mexico MEX 1:19:22
4 Giorgio Rubino ItalienFlag of Italy ITA 1:19:50
5 Luis López Flag of Colombia COL 1:20:03
6 Jared Tallent Flag of Australia AUS 1:20:27
7 Erik Tysse NorwegenFlag of Norway NOR 1:20:38
8 Jesús Sánchez MexikoFlag of Mexico MEX 1:20:52

Datum: 15. August, 13:00 Uhr

WR: Wladimir Kanaikin (RUS), 1:17:16 h, 2007
WJB: Waleri Bortschin (RUS), 1:17:38 h

Der Wettkampf fand im Stadtzentrum auf einer 2-km-Runde beim Brandenburger Tor statt, die von den Athleten 10 mal durchlaufen werden musste, und zog rund 15.000 Zuschauer an. Bei 25 °C starteten 50 Geher, von denen 45 das Ziel erreichten. Der Olympiasieger von 2004, Ivano Brugnetti (Italien), schied ebenso aus wie der Olympiazweite 2004 und dreimalige Weltmeisterschafts-Zweite, Francisco Javier Fernández (Spanien). Die drei Erstplatzierten gingen nach Kilometer 14 in Führung. Wenig später setzte sich der Olympiasieger von 2008, Waleri Bortschin, ab und führte bis ins Ziel ungefährdet.
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 14: André Höhne (GER), 1:21:59 h

50 km Gehen Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Sergei Kirdjapkin RusslandFlag of Russia RUS 3:38:35 (WJB)
2 Trond Nymark NorwegenFlag of Norway NOR 3:41:16
3 Jesús Ángel García SpanienFlag of Spain ESP 3:41:37
4 Grzegorz Sudoł PolenFlag of Poland POL 3:42:34
5 André Höhne DeutschlandFlag of Germany GER 3:43:19
6 Luke Adams Flag of Australia AUS 3:43:39
7 Jared Tallent Flag of Australia AUS 3:44:50
8 Marco De Luca ItalienFlag of Italy ITA 3:46:31

Datum: 21. August, 09:10 Uhr

WR: Denis Nischegorodow (RUS), 3:34:14 h, 2008
WJB: Yohann Diniz (FRA), 3:38:45 h

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern und Regionen:
Alex Schwazer (ITA), DNF

110 m Hürden Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Ryan Brathwaite Flag of Barbados BAR 13,14 (NR)
2 Terrence Trammell Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 13,15
3 David Payne Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 13,15
4 William Sharman Flag of the United Kingdom GBR 13,30
5 Maurice Wignall Flag of Jamaica JAM 13,31
6 Petr Svoboda TschechienFlag of the Czech Republic CZE 13,38
7 Dwight Thomas Flag of Jamaica JAM 13,56
8 Ji Wei China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 13,57

Finale: 20. August, 20:55 Uhr
Windgeschwindigkeit: +0,1 km/h

WR: Dayron Robles (CUB) 12,87 s, 2008
WJB: Dayron Robles (CUB) 13,04 s

400 m Hürden Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kerron Clement Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 47,91 (WJB)
2 Javier Culson Flag of Puerto Rico PUR 48,09 (NR)
3 Bershawn Jackson Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 48,23
4 Jehue Gordon Flag of Trinidad and Tobago TRI 48,26 (NR)
5 Periklis Iakovakis GriechenlandFlag of Greece GRE 48,42
6 Danny McFarlane Flag of Jamaica JAM 48,65
7 David Greene Flag of the United Kingdom GBR 48,68
8 Félix Sánchez Flag of the Dominican Republic DOM 50,11

Finale: 18. August, 20:50 Uhr

WR: Kevin Young (USA), 46,78 s, 1992
WJB: L. J. van Zyl (RSA), 47,94 s

3000 m Hindernis Bearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Ezekiel Kemboi Flag of Kenya KEN 8:00,43 (CR)
2 Richard Kipkemboi Mateelong Flag of Kenya KEN 8:00,89
3 Bouabdellah Tahri FrankreichFlag of France FRA 8:01,18 (AR)
4 Paul Kipsiele Koech Flag of Kenya KEN 8:01,26
5 Yacob Jarso Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 8:12,13
6 Roba Gary Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 8:12,40
7 Brimin Kiprop Kipruto Flag of Kenya KEN 8:12,61
8 Jukka Keskisalo FinnlandFlag of Finland FIN 8:14,47

Finale: 18. August, 19:50 Uhr

WR: Saif Saaeed Shaheen (QAT) 7:53,63 min, 2004
WJB: Ezekiel Kemboi (KEN), 7:58,85 min
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Steffen Uliczka (GER), 8:37,83 min

4 × 100 m Staffel Bearbeiten

4x100 m Jamaica Berlin 2009

Die jamaikanische Siegerstaffel (von links: Frater, Powell, Bolt, Mullings)

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Flag of Jamaica Jamaika Steve Mullings
Michael Frater
Usain Bolt
Asafa Powell
Vorlauf:
Lerone Clarke
Dwight Thomas
37,31 (CR)
2 Flag of Trinidad and Tobago Trinidad und Tobago Darrel Brown
Marc Burns
Emmanuel Callander
Richard Thompson
Vorlauf:
Keston Bledman
37,62 (NR)
3 Flag of the United Kingdom Vereinigtes Königreich Simeon Williamson
Tyrone Edgar
Marlon Devonish
Harry Aikines-Aryeetey
38,02
4 JapanFlag of Japan Japan Masashi Eriguchi
Naoki Tsukahara
Shinji Takahira
Kenji Fujimitsu
38,30
5 Flag of Canada Kanada Sam Effah
Oluseyi Smith
Jared Connaughton
Bryan Barnett
Vorlauf:
Hank Palmer
38,39
6 ItalienFlag of Italy Italien Roberto Donati
Simone Collio
Emanuele Di Gregorio
Fabio Cerutti
38,54
7 BrasilienFlag of Brazil Brasilien Vicente de Lima
Sandro Viana
Basílio de Moraes
José Carlos Moreira
38,56
8 FrankreichFlag of France Frankreich Ronald Pognon
Martial Mbandjock
Eddy De Lépine
Christophe Lemaitre
Vorlauf:
Pierre-Alexis Pessonneaux
39,21

Finale: 22. August, 20:50 Uhr

WR: Jamaika, 37,10 s, 2008
WJB: Vereinigte Staaten, 37,85 s
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Pascal Mancini, Marc Schneeberger, Reto Schenkel, Marco Cribari (Schweiz), 39,47 s; Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow, Martin Keller (Deutschland), DNF

4 × 400 m Staffel Bearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten Angelo Taylor
Jeremy Wariner
Kerron Clement
LaShawn Merritt
Vorlauf:
Lionel Larry
2:57,86 (WJB)
2 Flag of the United Kingdom Vereinigtes Königreich Conrad Williams
Michael Bingham
Robert Tobin
Martyn Rooney
Vorlauf:
David Greene
3:00,53
3 Flag of Australia Australien John Steffensen
Ben Offereins
Tristan Thomas
Sean Wroe
Vorlauf:
Joel Milburn
Sean Wroe
3:00,90
4 BelgienFlag of Belgium (civil) Belgien Antoine Gillet
Kévin Borlée
Nils Duerinck
Cédric Van Branteghem
3:01,88
5 PolenFlag of Poland Polen Marcin Marciniszyn
Piotr Klimczak
Kacper Kozłowski
Jan Ciepiela
Vorlauf:
Rafał Wieruszewski
3:02,23
6 Flag of the Dominican Republic Dominikanische Republik Arismendy Peguero
Yon Soriano
Yoel Tapia
Félix Sánchez
Vorlauf:
Gustavo Cuesta
3:02,47
7 FrankreichFlag of France Frankreich Leslie Djhone
Teddy Venel
Yannick Fonsat
Yoann Décimus
3:02,65
8 NigeriaFlag of Nigeria Nigeria Saul Weigopwa
Noah Akwu
Amaechi Morton
Bola Gee Lawal
3:02,73

Finale: 23. August, 18:15 Uhr

WR: Vereinigte Staaten, 2:54,29 min, 1993
WJB: Bahamas, 3:00,29 min
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Martin Grothkopp, Kamghe Gaba, Eric Krüger, Ruwen Faller (Deutschland), 3:03,52 min

Hochsprung Bearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Jaroslaw Rybakow RusslandFlag of Russia RUS 2,32
2 Kyriakos Ioannou Zypern RepublikFlag of Cyprus CYP 2,32
3 Raul Spank DeutschlandFlag of Germany GER 2,32
Sylwester Bednarek PolenFlag of Poland POL 2,32
5 Jaroslav Bába TschechienFlag of the Czech Republic CZE 2,23
5 Mickael Hanany FrankreichFlag of France FRA 2,23
5 Martijn Nuyens NiederlandeFlag of the Netherlands NED 2,23
5 Linus Thörnblad SchwedenFlag of Sweden SWE 2,23

Finale: 21. August, 19:15 Uhr

WR: Javier Sotomayor (CUB), 2,45 m, 1993
WJB: Andra Manson (USA), Iwan Uchow (RUS) und Jaroslaw Rybakow (RUS), 2,35 m

Aufgrund starken Regens verzögerte sich der Beginn des Finales um etwa eine Stunde. Danach hatten viele Springer Probleme, auf der nassen Anlaufbahn ihr volles Leistungsvermögen abzurufen. Nur vier Athleten übersprangen 2,28 m und in der Folge auch 2,32 m. Da alle vier schließlich an 2,35 m scheiterten, entschied die Anzahl der Fehlversuche über die Medaillenvergabe. Hinter dem Sieger Jaroslaw Rybakow und dem Zweiten Kyriakos Ioannou, teilten sich Sylwester Bednarek und Raul Spank den dritten Platz. Für Rybakow war es nach drei zweiten Plätzen das erste WM-Gold. Bednarek übertraf seine bisherige persönliche Bestleistung um 4 cm, Raul Spank stellte seine ein. Dagegen war Titelverteidiger Donald Thomas unerwartet bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Stabhochsprung Bearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Steven Hooker Flag of Australia AUS 5,90
2 Romain Mesnil FrankreichFlag of France FRA 5,85
3 Renaud Lavillenie FrankreichFlag of France FRA 5,80
4 Maksym Masuryk UkraineFlag of Ukraine UKR 5,75
5 Alexander Gripitsch RusslandFlag of Russia RUS 5,75
6 Damiel Dossevi FrankreichFlag of France FRA 5,75
7 Steven Lewis Flag of the United Kingdom GBR 5,65
7 Alexander Straub DeutschlandFlag of Germany GER 5,65
7 Giuseppe Gibilisco ItalienFlag of Italy ITA 5,65

Finale: 22. August, 18:15 Uhr

WR: Serhij Bubka (UKR), 6,14 m, 1994
WJB-Outdoor: Renaud Lavillenie (FRA), 6,01 m
WJB-Indoor: Steven Hooker (AUS) 6,06 m

Steven Hooker gewann die Konkurrenz trotz einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung, die ihn daran hinderte, den vollen Bewerb zu absolvieren. Er machte lediglich 2 Sprünge, einen Fehlversuch bei 5,85 m und dann einen weiteren erfolgreichen Sprung bei 5,90 m. Dieser reichte für die Goldmedaille, da keiner der beiden im Bewerb verbliebenen Franzosen die 5,95 m überspringen konnte. Insbesondere Renaud Lavillenie mit einer Saisonbestleistung von 6,01 m hätte von der Höhe her noch deutlich mehr Potential besessen, scheiterte aber nach Fehlversuchen bei 5,85 und 5,90 auch in seinem einzigen verbliebenen Versuch über 5,95 m an einer geringen seitlichen Berührung.
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Nach erfolgreicher Qualifikation im Hauptbewerb leicht verletzt angetreten: Malte Mohr (GER), 5,50 m
In der Qualifikation ausgeschieden: Björn Otto (GER), 5,55 m

Weitsprung Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Dwight Phillips Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 8,54
2 Godfrey Khotso Mokoena SudafrikaFlag of South Africa RSA 8,47
3 Mitchell Watt Flag of Australia AUS 8,37
4 Fabrice Lapierre Flag of Australia AUS 8,21
5 Greg Rutherford Flag of the United Kingdom GBR 8,17
6 Salim Sdiri FrankreichFlag of France FRA 8,07
7 Gable Garenamotse Flag of Botswana BOT 8,06
8 Christopher Tomlinson Flag of the United Kingdom GBR 8,06

Finale: 22. August, 18:05 Uhr

WR: Mike Powell (USA), 8,95 m, 1991
WJB: Dwight Phillips (USA), 8,74 m

Mitfavorit und Titelverteidiger Irving Saladino schied im Vorkampf des Finales ohne gültigen Versuch aus.
Die Siegerehrung wurde von den Enkelinnen von Jesse Owens und Luz Long vorgenommen.
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Sebastian Bayer (GER), 7,98 m; Nils Winter (GER), 7,69 m;

Dreisprung Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Phillips Idowu Flag of the United Kingdom GBR 17,73 (WJB)
2 Nelson Évora PortugalFlag of Portugal POR 17,55
3 Alexis Copello Flag of Cuba CUB 17,36
4 Leevan Sands Flag of the Bahamas BAH 17,32
5 Arnie David Giralt Flag of Cuba CUB 17,26
6 Li Yanxi China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 17,23
7 Igor Spassowchodski RusslandFlag of Russia RUS 16,91
8 Jadel Gregório BrasilienFlag of Brazil BRA 16,89

Finale: 18. August, 18:05 Uhr

WR: Jonathan Edwards (GBR), 18,29 m, 1995
WJB: Nelson Évora (POR), 17,66 m
Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ohne gültigen Versuch ausgeschieden: Charles Friedek (GER)

Speerwurf Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen NorwegenFlag of Norway NOR 89,59
2 Guillermo Martínez Flag of Cuba CUB 86,41
3 Yukifumi Murakami JapanFlag of Japan JPN 82,97
4 Vadims Vasiļevskis Flag of Latvia LAT 82,37
5 Tero Pitkämäki FinnlandFlag of Finland FIN 81,90
6 Antti Ruuskanen FinnlandFlag of Finland FIN 81,87
7 Ainārs Kovals Flag of Latvia LAT 81,54
8 Mark Frank DeutschlandFlag of Germany GER 81,32

Finale: 23. August, 16:20 Uhr

WR: Jan Železný (CZE), 98,48 m, 1996
WJB: Vadims Vasiļevskis (LAT), 90,71 m

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Tino Häber (GER), 74,11 m; Stefan Müller (SUI), 72,83 m

Diskuswurf Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Robert Harting DeutschlandFlag of Germany GER 69,43
2 Piotr Małachowski PolenFlag of Poland POL 69,15 (NR)
3 Gerd Kanter Flag of Estonia EST 66,88
4 Virgilijus Alekna Flag of Lithuania LTU 66,36
5 Casey Malone Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 66,06
6 Zoltán Kővágó UngarnFlag of Hungary HUN 65,17
7 Bogdan Pischtschalnikow RusslandFlag of Russia RUS 65,02
8 Gerhard Mayer OsterreichFlag of Austria AUT 63,17

Finale: 19. August, 20:10 Uhr

WR: Jürgen Schult (GDR), 74,08 m, 1986
WJB: Gerd Kanter (EST), 71,64 m

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Markus Münch (GER), 60,55 m; Daniel Schärer (SUI), 58,50 m

Kugelstoßen Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Cantwell Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 22,03 (WJB)
2 Tomasz Majewski PolenFlag of Poland POL 21,91
3 Ralf Bartels DeutschlandFlag of Germany GER 21,37
4 Reese Hoffa Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 21,28
5 Adam Nelson Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 21,11
6 Pawel Lyschyn Flag of Belarus BLR 20,98
7 Andrej Michnewitsch Flag of Belarus BLR 20,74
8 Miroslav Vodovnik SlowenienFlag of Slovenia SLO 20,50

Finale: 15. August, 20:15 Uhr

WR: Randy Barnes (USA), 23,12 m, 1990
WJB: Tomasz Majewski (POL), 21,95 m

Christian Cantwell, 2008 Olympiazweiter und Hallenweltmeister, setzte sich mit dem ersten Versuch an die Spitze und erzielte im fünften Versuch den einzigen 22-Meter-Stoß des Wettkampfes, zugleich Jahresweltbestleistung. Der Deutsche Ralf Bartels verbesserte seine persönliche Bestleistung um einen Zentimeter. Er gewann wie schon bei den Weltmeisterschaften 2005 die Bronzemedaille und schlug die hochfavorisierten US-Amerikaner Reese Hoffa und Adam Nelson. Dem zweiten deutschen Teilnehmer, Peter Sack, gelang kein gültiger Versuch.

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Finale ohne gültigen Versuch: Peter Sack (GER)
In der Qualifikation ausgeschieden: David Storl (GER), 19,19 m

Hammerwurf Bearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Primož Kozmus SlowenienFlag of Slovenia SLO 80,84
2 Szymon Ziółkowski PolenFlag of Poland POL 79,30
3 Alexei Sagorny RusslandFlag of Russia RUS 78,09
4 Krisztián Pars UngarnFlag of Hungary HUN 77,45
5 Sergej Litvinov DeutschlandFlag of Germany GER 76,58
6 Markus Esser DeutschlandFlag of Germany GER 76,27
7 Andraš Haklits KroatienFlag of Croatia CRO 76,26
8 Pawel Krywizki Flag of Belarus BLR 76,00

Finale: 17. August, 18:05 Uhr

WR: Jurij Sedych (URS), 86,74 m, 1986
WJB: Krisztián Pars (HUN), 81,43 m

Zehnkampf Bearbeiten

20090819 WK2009 Trey Hardee

Hardee während des Wettbewerbs in Berlin

Platz Athlet Land Punkte
1 Trey Hardee Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 8790 (WJB)
2 Leonel Suárez Flag of Cuba CUB 8640
3 Alexander Pogorelow RusslandFlag of Russia RUS 8528
4 Oleksij Kasjanow UkraineFlag of Ukraine UKR 8479
5 Alexei Syssojew RusslandFlag of Russia RUS 8454
6 Pascal Behrenbruch DeutschlandFlag of Germany GER 8439
7 Nicklas Wiberg SchwedenFlag of Sweden SWE 8406
8 Yordani García Flag of Cuba CUB 8387

Datum: 19./20. August

WR: Roman Šebrle (CZE), 9026 Punkte, 2001
WJB: Leonel Suárez (CUB), 8654 Punkte

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 16: Norman Müller (GER), 8096 Punkte; Platz 27: Moritz Cleve (GER), 7777 Punkte; Platz 30: Simon Walter (SUI), 7649 Punkte
Nach der zweiten Disziplin verletzt aufgegeben: Roland Schwarzl (AUT)

Ergebnisse Frauen Bearbeiten

100 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Shelly-Ann Fraser Flag of Jamaica JAM 10,73 (WJB)
2 Kerron Stewart Flag of Jamaica JAM 10,75
3 Carmelita Jeter Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 10,90
4 Veronica Campbell-Brown Flag of Jamaica JAM 10,95
5 Lauryn Williams Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 11,01
6 Debbie Ferguson-McKenzie Flag of the Bahamas BAH 11,05
7 Chandra Sturrup Flag of the Bahamas BAH 11,05
8 Aleen Bailey Flag of Jamaica JAM 11,16

Datum: 17. August, 21:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: + 0,1 m/s

WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 10,49 s, 1988
WJB: Kerron Stewart (JAM), 10,75 s
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Verena Sailer (GER), 11,24 s
Im Viertelfinale ausgeschieden: Marion Wagner (GER), 11,64 s

200 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Allyson Felix Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 22,02
2 Veronica Campbell-Brown Flag of Jamaica JAM 22,35
3 Debbie Ferguson-McKenzie Flag of the Bahamas BAH 22,41
4 Muna Lee Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 22,48
5 Anneisha McLaughlin Flag of Jamaica JAM 22,62
6 Simone Facey Flag of Jamaica JAM 22,80
7 Emily Freeman Flag of the United Kingdom GBR 22,98
8 Eleni Artymata Zypern RepublikFlag of Cyprus CYP 23,05

Finale: 21. August, 21:00 Uhr
Windgeschwindigkeit: -0,1 km/h

WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 21,34 s, 1988
WJB: Allyson Felix (USA), 21,88 s

400 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Sanya Richards Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 49,00 (WJB)
2 Shericka Williams Flag of Jamaica JAM 49,32
3 Antonina Kriwoschapka RusslandFlag of Russia RUS 49,71
4 Novlene Williams-Mills Flag of Jamaica JAM 49,77
5 Christine Ohuruogu Flag of the United Kingdom GBR 50,21
6 Debbie Dunn Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 50,35
7 Anastassija Kapatschinskaja RusslandFlag of Russia RUS 50,53
8 Amantle Montsho Flag of Botswana BOT 50,65

Finale: 18. August, 19:35 Uhr

WR: Marita Koch (GDR), 47,60 s, 1985
WJB: Sanya Richards (USA), 49,23 s
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Sorina Nwachukwu (GER), 51,98 s

800 m Bearbeiten

20090819 Caster Semenya

Caster Semenya

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Caster Semenya SudafrikaFlag of South Africa RSA 1:55,45 (WJB)
2 Janeth Jepkosgei Busienei Flag of Kenya KEN 1:57,90
3 Jennifer Meadows Flag of the United Kingdom GBR 1:57,93
4 Julija Krewsun UkraineFlag of Ukraine UKR 1:58,00
5 Marija Sawinowa RusslandFlag of Russia RUS 1:58,68
6 Elisa Cusma Piccione ItalienFlag of Italy ITA 1:58,81
7 Mayte Martínez SpanienFlag of Spain ESP 1:58,81
8 Marilyn Okoro Flag of the United Kingdom GBR 2:00,32

Finale: 19. August, 21:35 Uhr

WR: Jarmila Kratochvílová (TCH), 1:53,28 min, 1983
WJB: Caster Semenya (RSA), 1:56,72 min

Die Siegerin Caster Semenya hatte erstmals drei Wochen vor der Leichtathletik-WM mit der Weltjahresbestzeit von 1:56,72 min auf sich aufmerksam gemacht. Im Finale lief sie von der Spitze aus die erste Runde in schnellen 56,83 s. Etwa 250 m vor dem Ziel konnte Semenya einen Angriff erfolgreich abwehren und lief erneut Weltjahresbestzeit, wobei sie der zweitplatzierten Titelverteidigerin Janeth Jepkosgei Busienei aus Kenia 2,45 s abnahm. Aufgrund ihres männlichen Erscheinungsbildes ordnete die IAAF einen Geschlechtstest bei Semenya an.[10] Am 6. Juli 2010 gab die IAAF bekannt, dass Semanya wieder bei den Frauen starten darf.[11]

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Jana Hartmann (GER), 2:04:99 min

1500 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Maryam Yusuf Jamal Flag of Bahrain BRN 4:03,74
2 Lisa Dobriskey Flag of the United Kingdom GBR 4:03,75
3 Shannon Rowbury Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 4:04,18
4 Nuria Fernández SpanienFlag of Spain ESP 4:04,91
5 Christin Wurth-Thomas Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 4:05,21
6 Anna Willard Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 4:06,19
7 Lidia Chojecka PolenFlag of Poland POL 4:07,17
8 Natalja Jewdokimowa RusslandFlag of Russia RUS 4:07,71

Finale: 23. August, 17:00 Uhr

WR: Qu Yunxia (CHN), 3:50,46 min, 1993
WJB: Maryam Yusuf Jamal (BRN), 3:56,55 min

Natalia Rodríguez aus Spanien erreichte das Ziel zwar als Erste, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, weil sie während des Rennens die Äthiopierin Gelete Burka schuldhaft zu Fall gebracht hatte. Alle Läuferinnen, die das Ziel hinter Rodríguez erreicht hatten, rückten in der Wertung um einen Rang auf.

5000 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Vivian Cheruiyot Flag of Kenya KEN 14:57,97
2 Sylvia Jebiwott Kibet Flag of Kenya KEN 14:58,33
3 Meseret Defar Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 14:58,41
4 Sentayehu Ejigu Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 15:03,38
5 Meselech Melkamu Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 15:03,72
6 Iness Chepkesis Chenonge Flag of Kenya KEN 15:06,06
7 Silvia Weissteiner ItalienFlag of Italy ITA 15:09,74
8 Genzebe Dibaba Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 15:11,12

Finale: 22. August, 19:35 Uhr

WR: Tirunesh Dibaba (ETH), 14:11,15 min, 2008
WJB: Tirunesh Dibaba (ETH), 14:33,65 min

10.000 m Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Linet Chepkwemoi Masai Flag of Kenya KEN 30:51,24
2 Meselech Melkamu Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 30:51,34
3 Wude Ayalew Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 30:51,95
4 Grace Kwamboka Momanyi Flag of Kenya KEN 30:52,25
5 Meseret Defar Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 30:52,37
6 Amy Yoder Begley Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 31:13,78
7 Yurika Nakamura JapanFlag of Japan JPN 31:14,39
8 Kimberley Smith Flag of New Zealand NZL 31:21,42

Datum: 15. August, 19:25 Uhr

WR: Wang Junxia (CHN), 29:31,78 min, 1993
WJB: Meselech Melkamu (ETH), 29:53,80 min

Das Feld der 22 Läuferinnen lag nach langsamen sieben Kilometern (3:08 Min./km) beisammen, als drei Äthiopierinnen und zwei Kenianerinnen das Tempo auf dem achten Kilometer verschärften (2:56 Min.) und einen großen Vorsprung herausholten, den die restlichen Läuferinnen nicht mehr aufholen konnten. Im Endspurt wähnte sich die Äthiopierin Meselech Melkamu als Siegerin und jubelte schon vor dem Zielstrich, als Linet Masai sich an ihr vorbeischob und damit die seit 1999 ununterbrochene Siegesserie der Äthiopierinnen beendete.

Weil neun Athletinnen der äußeren Startgruppe, unter ihnen Linet Chepkwemoi Masai (1.), Wude Ayalew (3.), Grace Kwamboka Momanyi (4.) und Yurika Nakamura (7.), vorzeitig nach innen zogen, liefen sie eine zu kurze Strecke. Die von ihnen erzielten Zeiten werden daher nicht für statistische Zwecke herangezogen, obwohl sich an den Platzierungen nichts ändert.[12]

Marathon Bearbeiten

IAAF berlin 2009 6616

Marathon Frauen (2009)

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Bai Xue China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 2:25:15
2 Yoshimi Ozaki JapanFlag of Japan JPN 2:25:25
3 Aselefech Mergia Athiopien 1996Flag of Ethiopia (1996) ETH 2:25:32
4 Zhou Chunxiu China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 2:25:39
5 Zhu Xiaolin China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 2:26:08
6 Marisa Barros PortugalFlag of Portugal POR 2:26:50
7 Yuri Kanō JapanFlag of Japan JPN 2:26:57
8 Nailja Julamanowa RusslandFlag of Russia RUS 2:27:08

Datum: 23. August, 11:15 Uhr

WR: Paula Radcliffe (GBR), 2:15:25 h, 2003
WJB: Irina Mikitenko (GER), 2:22:11 h

Die Weltrekordhalterin Paula Radcliffe, die Weltjahresbeste Irina Mikitenko und die Titelverteidigerin Catherine Ndereba gingen in Berlin nicht an den Start. Auch wegen der warmen Temperaturen um 23 °C im Schatten war das Renntempo eher langsam. Die Halbmarathonmarke erreichte eine vergleichsweise große Führungsgruppe von 24 Läuferinnen in 1:13:39 h. Nach und nach fielen immer mehr Läuferinnen aus der Spitzengruppe, bis bei Kilometer 35 nur noch die drei späteren Medaillengewinnerinnen das Rennen anführten. Die beiden Chinesinnen Zhou Chunxiu und Zhu Xiaolin liefen zwar bis zum Schluss nur wenige Sekunden dahinter, konnten das Führungstrio aber nicht einholen. Die Mitfavoritin Kara Goucher verlor aufgrund von Magenproblemen den Anschluss an die Verfolgergruppe. Die Entscheidung über die Medaillenvergabe fiel erst auf dem letzten Kilometer, als sich die Siegerin Bai Xue erst von Aselefech Mergia und dann von Yoshimi Ozaki lösen konnte. Von 71 gestarteten Läuferinnen erreichten 60 das Ziel. In der Mannschaftswertung des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läuferinnen eines Landes errechnet wird, gewann China (7:17:02 h) vor Japan (7:22:15 h) und Russland (7:24:42 h). Mit nur zwei Läuferinnen im Ziel kam Deutschland nicht in diese Wertung.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 17: Sabrina Mockenhaupt (GER), 2:30:07 h; Platz 34: Susanne Hahn (GER), 2:38:39 h; Platz 38: Patricia Morceli (SUI), 2:39:37 h; Rennen aufgegeben: Ulrike Maisch (GER), Luminita Zaituc (GER)

20 km Gehen Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Olga Kaniskina RusslandFlag of Russia RUS 1:28:09
2 Olive Loughnane Flag of Ireland IRL 1:28:58
3 Liu Hong China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 1:29:10
4 Anissija Kirdjapkina RusslandFlag of Russia RUS 1:30:09
5 Vera Santos PortugalFlag of Portugal POR 1:30:35
6 Beatriz Pascual SpanienFlag of Spain ESP 1:30:40
7 Masumi Fuchise JapanFlag of Japan JPN 1:31:15
8 Kristina Saltanovič Flag of Lithuania LTU 1:31:23

Datum: 16. August, 12:00 Uhr

WR: Olimpiada Iwanowa (RUS), 1:25:41 h, 2005
WJB: Olga Kaniskina (RUS), 1:24:56 h

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 25: Marie Polli (SUI), 1:36:44 h
Aufgegeben: Sabine Krantz (GER)

100 m Hürden Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Brigitte Foster-Hylton Flag of Jamaica JAM 12,51
2 Priscilla Lopes-Schliep Flag of Canada CAN 12,54
3 Delloreen Ennis-London Flag of Jamaica JAM 12,55
4 Derval O’Rourke Flag of Ireland IRL 12,67 (NR)
5 Sally McLellan Flag of Australia AUS 12,70
6 Ginnie Powell Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 12,78
7 Dawn Harper Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 12,81
8 Perdita Felicien Flag of Canada CAN 15,53

Finale: 19. August, 21:15 Uhr
Windgeschwindigkeit: + 0,2 m/s

WR: Jordanka Donkowa (BUL), 12,21 s, 1988
WJB: LoLo Jones (USA), 12,47 s

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Carolin Nytra (GER), 12,94 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Lisa Urech (SUI), 13,36 s

400 m Hürden Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Melaine Walker Flag of Jamaica JAM 52,42 (CR)
2 Lashinda Demus Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 52,96
3 Josanne Lucas Flag of Trinidad and Tobago TRI 53,20 (NR)
4 Kaliese Spencer Flag of Jamaica JAM 53,56
5 Tiffany Williams Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 53,83
6 Natalja Antjuch RusslandFlag of Russia RUS 54,11
7 Anastassija Rabtschenjuk UkraineFlag of Ukraine UKR 54,78
8 Angela Morosanu RumänienFlag of Romania ROU 55,04

Datum: 20. August, 20:15 Uhr

WR: Julija Petschonkina (RUS), 52,34 s, 2003
WJB: Lashinda Demus (USA), 52,63 s
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Jonna Tilgner (GER), 57,11 s

3000 m Hindernis Bearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Marta Domínguez SpanienFlag of Spain ESP 9:07,32 (WJB)
2 Julija Sarudnewa RusslandFlag of Russia RUS 9:08,39
3 Milcah Chemos Cheywa Flag of Kenya KEN 9:08,57
4 Gulnara Galkina RusslandFlag of Russia RUS 9:11,09
5 Jennifer Barringer Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 9:12,50 (AR)
6 Habiba Ghribi Flag of Tunisia TUN 9:12,52 (NR)
7 Ruth Bisibori Nyangau Flag of Kenya KEN 9:13,16
8 Gladys Jerotich Kipkemoi Flag of Kenya KEN 9:14,62

Finale: 17. August, 20:30 Uhr

WR: Gulnara Galkina (RUS), 8:58,81 min, 2008
WJB: Marta Domínguez (ESP), 9:09,39 min

Von Beginn an war das Rennen von einem hohem Tempo geprägt. Der erste Kilometer wurde in 3:01,26 min absolviert, der zweite in 3:05,19 min. Die Olympiasiegerin von 2008 und Weltrekordhalterin, Gulnara Galkina, galt als Favoritin, wurde jedoch am Ende nur Vierte. Auf der letzten Runde verlor sie überraschend den Anschluss an die Spitze. Stattdessen attackierte ihre Landsmännin Julija Sarudnewa rund 200 Meter vor dem Ziel. Nur Marta Domínguez und Milcah Chemos Cheywa konnten ihr folgen. Sarudnewa hatte dem Schlussspurt von Domínguez nach dem letzten Hindernis jedoch nichts mehr entgegenzusetzen und konnte ihren Platz vor Cheywa nur mit Mühe verteidigen. Dank kluger Renneinteilung verbesserte Antje Möldner auf Platz 9 ihren eigenen Deutschen Rekord noch einmal, nachdem ihr das bereits zwei Tage zuvor in der Qualifikationsrunde gelungen war.
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 9: Antje Möldner (GER), 9:18,54 min (NR)

4 × 100 m Staffel Bearbeiten

Finale: 22. August, 20:00 Uhr

WR: Deutsche Demokratische Republik, 41,37 s, 1985
WJB: Vereinigte Staaten, 41,58 s

Die Staffel aus Trinidad und Tobago stellte im Vorlauf mit 43,22 s einen Landesrekord auf.

4 × 400 m Staffel Bearbeiten

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten Debbie Dunn
Allyson Felix
Lashinda Demus
Sanya Richards
Vorlauf:
Jessica Beard
Natasha Hastings
3:17,83 (WJB)
2 Flag of Jamaica Jamaika Rosemarie Whyte
Novlene Williams-Mills
Shereefa Lloyd
Shericka Williams
Vorlauf:
Kaliese Spencer
3:21,15
3 RusslandFlag of Russia Russland Anastassija Kapatschinskaja
Tatjana Firowa
Ljudmila Litwinowa
Antonina Kriwoschapka
Vorlauf:
Natalja Antjuch
Natalja Nasarowa
3:21,64
4 Flag of the United Kingdom Vereinigtes Königreich Lee McConnell
Christine Ohuruogu
Vicki Barr
Nicola Sanders
Vorlauf:
Jennifer Meadows
3:25,16
5 DeutschlandFlag of Germany Deutschland Fabienne Kohlmann
Sorina Nwachukwu
Esther Cremer
Claudia Hoffmann
3:27,61
6 NigeriaFlag of Nigeria Nigeria Endurance Abinuwa
Muizat Ajoke Odumosu
Josephine Ehigie
Folasade Abugan
3:28,55
7 FrankreichFlag of France Frankreich Virginie Michanol
Aurélie Kamga
Symphora Béhi
Solen Désert-Mariller
3:30,16
8 Flag of Cuba Kuba Diosmely Peña
Daisurami Bonne
Zulia Calatayud
Indira Terrero
Vorlauf:
Susana Clement
3:36,99

Finale: 23. August, 17:50 Uhr

WR: Sowjetunion, 3:15,17 min, 1988
WJB: Vereinigte Staaten, 3:23,08 min

Hochsprung Bearbeiten

Ariane Friedrich Berlin 2009

Ariane Friedrich und Meike Kröger nach dem Hochsprung-Finale

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Blanka Vlašić KroatienFlag of Croatia CRO 2,04
2 Anna Tschitscherowa RusslandFlag of Russia RUS 2,02
3 Ariane Friedrich DeutschlandFlag of Germany GER 2,02
4 Antonietta Di Martino ItalienFlag of Italy ITA 1,99
5 Ruth Beitia SpanienFlag of Spain ESP 1,99
6 Swetlana Schkolina RusslandFlag of Russia RUS 1,96
7 Emma Green SchwedenFlag of Sweden SWE 1,96
Chaunté Howard Lowe Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 1,96

Finale: 20. August, 19:10 Uhr

WR: Stefka Kostadinowa (BUL), 2,09 m, 1987
WJB: Ariane Friedrich (GER), 2,06 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 11: Meike Kröger (GER), 1,87 m

Stabhochsprung Bearbeiten

Pyrek and Rogowska Berlin 2009

Monika Pyrek und Anna Rogowska nach dem polnischen Doppelerfolg im Stabhochsprung

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Anna Rogowska PolenFlag of Poland POL 4,75
2 Monika Pyrek PolenFlag of Poland POL 4,65
Chelsea Johnson Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 4,65
4 Silke Spiegelburg DeutschlandFlag of Germany GER 4,65
5 Fabiana Murer BrasilienFlag of Brazil BRA 4,55
6 Kate Dennison Flag of the United Kingdom GBR 4,55
7 Anna Battke DeutschlandFlag of Germany GER 4,40
Tatjana Polnowa RusslandFlag of Russia RUS 4,40

Finale: 17. August, 18:45 Uhr

WR: Jelena Issinbajewa (RUS), 5,05 m, 2008
WJB: Jelena Issinbajewa (RUS), 4,85 m

Die Titelverteidigerin Jelena Issinbajewa ging als hohe Favoritin in den Wettkampf. Während alle anderen Teilnehmerinnen im Finale mit einer Höhe von 4,25 m oder 4,40 m begannen, wählte Issinbajewa mit 4,75 m wie gewohnt einen späten Einstieg in den Wettkampf. Da sie an dieser Höhe zunächst scheiterte, während Anna Rogowska sie im ersten Versuch überquerte, ließ Issinbajewa 4,80 m auflegen. Auch diese Marke konnte Issinbajewa zweimal nicht bewältigen und blieb so als einzige Finalteilnehmerin ohne gültigen Versuch. Rogowska reichten die übersprungenen 4,75 m zum Sieg. Dahinter gewannen Monika Pyrek und die bis dahin unbekannte Chelsea Johnson, mit 4,65 m im ersten Versuch höhengleich, beide die Silbermedaille. Silke Spiegelburg übersprang zwar auch 4,65 m. Da ihr dies jedoch erst im zweiten Versuch gelang, wurde sie Vierte. Eine Bronzemedaille wurde nicht vergeben.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 10: Kristina Gadschiew (GER), 4,40 m
In der Qualifikation ausgeschieden: Nicole Büchler (SUI), 4,50 m

Weitsprung Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Brittney Reese Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 7,10
2 Tatjana Lebedewa RusslandFlag of Russia RUS 6,97
3 Karin Mey Melis TurkeiFlag of Turkey TUR 6,80
4 Naide Gomes PortugalFlag of Portugal POR 6,77
5 Olga Kutscherenko RusslandFlag of Russia RUS 6,77
6 Shara Proctor Flag of Anguilla AIA 6,71
7 Maurren Higa Maggi BrasilienFlag of Brazil BRA 6,68
8 Ksenija Balta Flag of Estonia EST 6,62

Finale: 23. August, 16:15 Uhr

WR: Galina Tschistjakowa (URS) 7,52 m, 1988
WJB: Brittney Reese (USA) 7,06 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Melanie Bauschke (GER), 6,32 m; Bianca Kappler (GER), 6,29 m; Beatrice Marschek (GER), 6,19 m

Dreisprung Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Yargelis Savigne Flag of Cuba CUB 14,95
2 Mabel Gay Flag of Cuba CUB 14,61
3 Anna Pjatych RusslandFlag of Russia RUS 14,58
4 Biljana Topić SerbienFlag of Serbia SRB 14,52 (NR)
5 Trecia Smith Flag of Jamaica JAM 14,48
6 Tatjana Lebedewa RusslandFlag of Russia RUS 14,37
7 Cristina Bujin RumänienFlag of Romania ROU 14,26
8 Dana Velďáková SlowakeiFlag of Slovakia SVK 14,25

Finale: 17. August, 20:00 Uhr

WR: Inessa Krawez (UKR) 15,50 m, 1995
WJB: Nadeschda Aljochina (RUS), 15,14 m
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Katja Demut (GER), 11,38 m

Speerwurf Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Steffi Nerius DeutschlandFlag of Germany GER 67,30
2 Barbora Špotáková TschechienFlag of the Czech Republic CZE 66,42
3 Marija Abakumowa RusslandFlag of Russia RUS 66,06
4 Monica Stoian RumänienFlag of Romania ROU 64,51
5 Christina Obergföll DeutschlandFlag of Germany GER 64,34
6 Linda Stahl DeutschlandFlag of Germany GER 63,23
7 Osleidys Menéndez Flag of Cuba CUB 63,11
8 Savva Lika GriechenlandFlag of Greece GRE 60,29

Finale: 18. August, 19:25 Uhr

WR: Barbora Špotáková (CZE), 72,28 m, 2008
WJB: Christina Obergföll (GER), 68,59 m
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Elisabeth Pauer (AUT), 50,88 m

Diskuswurf Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Dani Samuels Flag of Australia AUS 65,44
2 Yarelis Barrios Flag of Cuba CUB 65,31
3 Nicoleta Grasu RumänienFlag of Romania ROU 65,20
4 Żaneta Glanc PolenFlag of Poland POL 62,66
5 Song Aimin China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 62,42
6 Nadine Müller DeutschlandFlag of Germany GER 62,04
7 Natalja Sadowa RusslandFlag of Russia RUS 61,78
8 Mélina Robert-Michon FrankreichFlag of France FRA 60,92

Finale: 21. August, 20:20 Uhr

WR: Gabriele Reinsch (GDR), 76,80 m, 1988
WJB: Stephanie Brown Trafton (USA), 66,21 m
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Franka Dietzsch (GER), 58,44 m

Kugelstoßen Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Valerie Vili Flag of New Zealand NZL 20,44
2 Nadine Kleinert DeutschlandFlag of Germany GER 20,20
3 Gong Lijiao China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 19,89
4 Natallja Michnewitsch Flag of Belarus BLR 19,66
5 Anna Awdejewa RusslandFlag of Russia RUS 19,66
6 Michelle Carter Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 18,96
7 Li Meiju China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 18,76
8 Misleydis González Flag of Cuba CUB 18,74

Finale: 16. August, 20:20 Uhr

WR: Natalja Lissowskaja (URS) 22,63 m, 1987
WJB: Valerie Vili (NZL), 20,69 m

Die beiden späteren Erstplatzierten machten den Sieg unter sich aus: Nadine Kleinert ging mit Einstellung ihrer persönlicher Bestleistung von 20,06 m (im 3. Versuch verbessert auf 20,20 m) im ersten Versuch in Führung. Die Titelverteidigerin Valerie Vili setzte sich in der dritten Runde an die Spitze und lag mit drei ihrer fünf gültigen Versuche an der Siegposition. Sie ist die erste Neuseeländerin, der zwei Weltmeistertitel gelangen. Ihr erster Medaillengewinn bei einem Welt-Jahreshöhepunkt gelang der 20-jährigen Chinesin Gong Lijiao, die 2007 und 2008 schon als Finalteilnehmerin bei Weltmeisterschaft und Olympia aufgefallen war. Die Weißrussin Natallja Michnewitsch, unter den Finalteilnehmerinnen diejenige mit der höchsten persönlichen Bestleistung (20,70 m, 2008), blieb weit unter ihren Möglichkeiten.
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 11: Denise Hinrichs (GER), 18,39 m; Platz 12: Christina Schwanitz (GER), 17,84 m

Hammerwurf Bearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Anita Włodarczyk PolenFlag of Poland POL 77,96 (WR)
2 Betty Heidler DeutschlandFlag of Germany GER 77,12 (NR)
3 Martina Hrašnová SlowakeiFlag of Slovakia SVK 74,79
4 Kathrin Klaas DeutschlandFlag of Germany GER 74,23
5 Zhang Wenxiu China VolksrepublikFlag of the People's Republic of China CHN 72,57
6 Tatjana Lyssenko RusslandFlag of Russia RUS 72,22
7 Jessica Cosby Vereinigte StaatenFlag of the United States USA 72,17
8 Clarissa Claretti ItalienFlag of Italy ITA 71,56

Finale: 22. August, 19:30 Uhr

WR: Tatjana Lyssenko (RUS), 77,80 m, 2006
WJB: Anita Włodarczyk (POL), 77,20 m

Betty Heidler WM 2009

Betty Heidler (Platz 2) nach ihrer Ehrenrunde


Titelverteidigerin Betty Heidler hatte in der Qualifikation mit 75,27 m einen neuen Meisterschaftrekord aufgestellt und ging auch im Finale nach dem ersten Versuch in Führung. Im zweiten Durchgang konnte Anita Włodarczyk jedoch mit der neuen Weltrekordweite von 77,96 m kontern. Beim Jubel über diesen Wurf verletzte sie sich am Sprunggelenk und setzte die nächsten drei Versuche aus. Kathrin Klaas rückte mit einer persönlichen Bestleistung im dritten Versuch zwischenzeitlich auf den dritten Rang vor, von dem sie Martina Hrašnová allerdings im fünften Durchgang noch verdrängen konnte. Im letzten Versuch verbesserte Heidler ihren eigenen Deutschen Rekord um 67 cm, konnte jedoch Włodarczyk den Sieg nicht mehr nehmen. Die entthronte Weltrekordhalterin Tatjana Lyssenko kam nach einer kurz zuvor abgelaufenen zweijährigen Dopingsperre nicht über den sechsten Platz hinaus. Die Olympiasiegerin Aksana Mjankowa schied bereits in der Qualifikation aus.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Andrea Bunjes (GER), 67,01 m

Siebenkampf Bearbeiten

Platz Athletin Land Punkte
1 Jessica Ennis Flag of the United Kingdom GBR 6731 (WJB)
2 Jennifer Oeser DeutschlandFlag of Germany GER 6493
3 Kamila Chudzik PolenFlag of Poland POL 6471
4 Natalja Dobrynska UkraineFlag of Ukraine UKR 6444
5 Ljudmyla Jossypenko UkraineFlag of Ukraine UKR 6416
6 Hanna Melnytschenko UkraineFlag of Ukraine UKR 6414
7 Antoinette Nana Djimou Ida FrankreichFlag of France FRA 6323
8 Tatjana Tschernowa RusslandFlag of Russia RUS 6288

Datum: 15./16. August

WR: Jackie Joyner-Kersee (USA), 7291 Punkte, 1988
WJB: Jessica Ennis (GBR), 6587 Punkte

Die Weltjahresbeste Jessica Ennis ging nach Siegen im 100-Meter-Hürdenlauf und im Hochsprung sofort deutlich in Führung. Mit dem besten Ergebnis im Kugelstoßen konnte die Olympiasiegerin von 2008, Natalja Dobrynska, ihren Rückstand zwischenzeitlich verkürzen. Jessica Ennis beendete den ersten Wettkampftag jedoch mit der schnellsten Zeit im 200-Meter-Lauf. Der Sieg im Weitsprung ging an Kamila Chudzik. Linda Züblin gewann das Speerwerfen und stellte dabei sogar einen neuen Landesrekord für die Schweiz auf, spielte jedoch in der Gesamtwertung keine Rolle. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf lag Jessica Ennis komfortabel in Führung, dahinter kämpften jedoch Kamila Chudzik, Jennifer Oeser und Natalja Dobrynska um Silber und Bronze. Trotz eines Sturzes eine Runde vor dem Ziel gelang es Oeser, Chudzik noch vom zweiten Rang der Gesamtwertung zu verdrängen, während Dobrynska auf dem vierten Rang blieb. Die beste Zeit über 800 m erzielte Tatjana Tschernowa, die als Gesamtachte jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Jessica Ennis hatte keine Mühe ihre Gesamtführung bis zum Ende zu verteidigen. Ennis und Oeser stellten neue persönliche Bestleistungen im Siebenkampf auf.
Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 9: Julia Mächtig (GER), 6265 Punkte; Platz 16: Linda Züblin (SUI), 5934 Punkte.
Nach der dritten Disziplin verletzt aufgegeben: Lilli Schwarzkopf (GER)

Rekorde Bearbeiten

Während der WM wurden somit drei Weltrekorde – durch Usain Bolt im 100- und 200-Meter-Lauf der Männer sowie Anita Włodarczyk im Hammerwurf der Frauen – aufgestellt. Jennifer Barringer (USA) und Bouabdellah Tahri (Frankreich) im 3.000-Meter-Hindernislauf, Larbi Bouraadaim (Algerien) im Zehnkampf sowie Alonso Edward (Panama) im 200-Meter-Lauf verbesserten zudem die jeweiligen Kontinentalrekorde. Kenenisa Bekele im 10.000-Meter-Lauf, Ezekiel Kemboi im 3.000-Meter-Hindernislauf, Betty Heidler im Vorkampf des Hammerwurfs, Melaine Walker über 400-Meter-Hürden, Abel Kirui im Marathon sowie die jamaikanische Sprintstaffel der Männer stellten zudem Weltmeisterschaftsrekorde (CR) auf. Zusätzlich wurden 48 nationale Rekorde verbessert und 16 Weltjahresbestleistungen aufgestellt.[13]

Abkürzungen Bearbeiten

  • WR = Weltrekord
  • AR = Kontinentalrekord (area record)
  • CR = Weltmeisterschaftsrekord (championship record)
  • NR = Nationaler Rekord
  • WJB = Weltjahresbestleistung
  • DSQ = Disqualifiziert
  • DNF = Rennen nicht beendet (did not finish)
  • DNS = Nicht am Start (did not start)

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Teilnehmende Athleten – Offizielle Website der IAAF, 17. August 2009
  2. Bundespräsident Horst Köhler eröffnet die 12. IAAF-Leichtathletik-Weltmeisterschaften – Offizielle Website des Bundespräsidenten, 18. August 2009
  3. HDTV bei ARD und ZDF: Leichtathletik-WM wird im "falschen Format" produziert auf: heise.de
  4. EinsFestival HD beendet Weihnachtsshowcase – Drei weitere Showcases zusammen mit ARD und ZDF für 2009 geplant auf: HDTVTotal.com
  5. BOC unterbricht WM-Aufbau vom 1. Juli 2009
  6. Video-Streams auf sportschau.de
  7. Video-Streams auf zdf.de/zdfmediathek
  8. taz: Protest gegen Akkreditierung, abgerufen am 26. Oktober 2009
  9. Deutscher Journalisten-Verband: DJV kritisiert Schnüffelpraxis, abgerufen am 26. Oktober 2009
  10. Die Presse: Test verordnet: Ist Leichtathletin Caster Semenya eine Frau? 20. August 2009
  11. IAAF: Caster Semenya may compete. 6. Juli 2010
  12. IAAF: Newsletter. Edition 107, 21. Oktober 2009 (PDF; 325 KB)
  13. gemäß IAAF-Webseite vom 23. August 2009
da:VM i atletik 2009

en:2009 World Championships in Athletics es:Campeonato Mundial de Atletismo de 2009




it:Campionati del mondo di atletica leggera 2009 ja:2009年世界陸上競技選手権大会





ru:Чемпионат мира по лёгкой атлетике 2009


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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