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Lahn-Dill-Wetzlar-

Abgrenzung des Bereiches der LEADER-Region Lahn Dill Wetzlar

Die LAG Region Lahn-Dill-Wetzlar e.V. fördert die Regionalentwicklung des südlichen Lahn-Dill-Kreises mit Hilfe des EU-Förderprogramms LEADER. Sie hat ihren Sitz in Braunfels.

Die Region Lahn-Dill-Wetzlar liegt im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Es umfasst die Städte und Kommunen: Aßlar, Braunfels, Breitscheid, Driedorf, Greifenstein, Hüttenberg, Lahnau, Leun, Solms, Schöffengrund und Waldsolms; außerdem folgende Stadtteile der Wetzlar: Blasbach, Hermannstein, Münchholzhausen, Nauborn, Naunheim, Steindorf. Der Kernbereich von Wetzlar einschließlich Niedergirmes sowie die beiden Stadtteile Dutenhofen und Garbenheim sind aus der LEADER-Förderkulisse ausgenommen. Geographisch liegt die Region im Übergangsgebiet des hessischen Mittelgebirges. Sie erstreckt sich vom Westerwald im Norden bis zum Taunus im Süden. Mitten durch die Region fließt die landschaftsprägende Lahn. Die Berge, Hochebenen und Täler der Region formen eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft und geben der Region ein deutliches Profil. In der LEADER-Region leben rund 115.000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 210 Einwohner je km² (Hessen zum Vergleich: 288 EW/km²). Weitere Regionalmanagements in der näheren Umgebung sind das GießenerLand, Lahn-Dill-Bergland sowie das MarburgerLand. [1]

LEADER Bearbeiten

L.E.A.D.E.R (franz.) steht für Liason entre actions de dévelopment de l' économie rurale, das heißt: die „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Das europäische Programm soll die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum verbessern und eine Entwicklung einleiten, die gleichermaßen ökologische, soziale und ökonomische Belange berücksichtigt. Grundlage für die Bezuschussung durch die EU für Maßnahmen zur Entwicklung der Regionen war die erfolgreiche Teilnahme an einem Auswahlverfahren und die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes.

Die Besonderheit des Prozesses ist, dass sich die privaten und öffentlichen Akteure in einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zusammenschließen und den Entwicklungsprozess in ihrer Region gemeinsam gestalten.[2]

Verein Bearbeiten

Das Regionalmanagement Lahn-Dill-Wetzlar e.V. wurde 2008 als Verein gegründet. Der Verein ist eine LEADER-Region und wurde bereits in der zweiten LEADER- Förderperiode (2014–2020) anerkannt und erhielt Fördermittel in Höhe von 2,2 Mio. €. Der Vorstand besteht aus Vertreter der regionalen Wirtschafts- sowie der Sozialpolitik. Die aktuell über 60 Mitglieder des Vereins setzen sich aus allen gesellschaftlich relevanten Gruppen der Region zusammen. Vereine, Initiativen, Wirtschaftsunternehmen und Verbände bilden mit den 12 Kommunen und dem Landkreis die Basis der Mitgliedschaft, ergänzt um aktive Einzelmitglieder aus der Region.

Regionalbüro Bearbeiten

Das Regionalbüro hat seinen Sitz in Braunfels und beinhaltet zurzeit 1,5 AK-Stellen.Es ist die erste Anlaufstelle für Personen und Vereine die eine Idee zur Förderung der Region haben. Das Regionalbüro hilft bei der Antragsstellung und prüft die Förderwürdigkeit des Projektes. In diesem Rahmen hilft es ebenfalls bei der Existenzgründung. Es fungiert ebenso als Schaltstelle zwischen allen Aktiven in der Region, den kommunalen und staatlichen Verwaltungseinrichtungen und den Bürgerinnen und Bürgern. Gleichzeitig hilft es bei der Vernetzung von Akteuren und Initiativen innerhalb der Region und betreibt Öffentlichkeitsarbeit. Weiter koordiniert es die Vereinsaktivität und dokumentiert und evaluiert die Regionalentwicklung.

Handlungsfelder und Ziele Bearbeiten

Handlungsgrundlage ist das Regionale Entwicklungskonzept (REK), welches die Gebietsabgrenzung, die alten Förderperiode 2007–2013, Gebiets- und Bedarfsanalyse sowie Regionale Strategien, Handlungsfelder sowie Selbstevaluierung thematisiert. Die Handlungsfelder und ihre Ziele, welche Grundlage der Förderung bieten, sind:

1. Bildung, Qualifizierung, Wirtschaft

  • Ziel B 1: Weiterentwicklung der Bildungs- und Qualifikationsangebote
  • Ziel B 2: Erleichterung des Einstiegs und der Rückkehr in die Arbeitswelt
  • Ziel B 3: Förderung regionaler Wertschöpfungsketten

2. Demografie und Lebensqualität

  • Ziel D 1: Sicherung und Entwicklung wohnortnaher Grundversorgung
  • Ziel D 2: Erhalt und Entwicklung der dörflichen und kleinstädtischen Bausubstanz
  • Ziel D 3: Gutes Leben in jeder Lebenslage ermöglichen

3. Energiewirtschaft und Klimaschutz

  • Ziel E 1: Umsetzung Klimaschutzkonzept Bereich Wärme
  • Ziel E 2: Steigerung der Energieeffizienz in allen Verbrauchssektoren
  • Ziel E 3: Mobilität sicherstellen und energieeffizient gestalten

4. Natur, Kultur, Tourismus

  • Ziel T 1: Ausbau der Infrastruktur und der Angebote für den Wander-, Rad- und Wassertourismus
  • Ziel T 2: Professionalisierung und Qualifizierung der touristischen Akteure und Einrichtungen
  • Ziel T 3: Weiterentwicklung „Geopark Westerwald-Lahn-Taunus“
  • Ziel T 4: Destinationen und TAGs stärken und verknüpfen
  • Ziel T 5: Kulturelle Aktivitäten und Landerlebnis in der Region entwickeln, stärken und verknüpfen
  • Ziel T 6: Erhalt und Entwicklung der kulturlandschaftstypischen Streuobstbestände sowie der biologischen Vielfalt an Arten und Lebensräumen der Kultur- und Naturlandschaft

Neben den vier Handlungsfeldern ergeben sich noch Querschnittsziele:

1. Interkommunale Zusammenarbeit stärken

2. Bürgerschaftliches Engagement stärken

3. Im Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen wachsen

4. Integration und Inklusion

5. Stadt-Umland-Beziehung zwischen dem Oberzentrum Wetzlar und der Region stärken

6. Ökologische, soziale und ökonomische Belange beachten [3]

Fördermöglichkeiten Bearbeiten

Voraussetzung für eine Förderung sind Förderwürdigkeit und die Förderfähigkeit eines Projektes.

Die Förderwürdigkeit wird durch das Entscheidungsgremium, dem Vorstand der Region Lahn-Dill-Wetzlar geprüft. Hierbei ist vor allem wichtig, dass das Projekt mit den Handlungsfeldern und Zielen aus dem REK vereinbar ist. Die Förderfähigkeit prüft die Abteilung für den ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises. Dieser Prüfung liegt die Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung zu Grunde.

Öffentlichkeitsarbeit Bearbeiten

Zu Beginn der Förderperiode 2014–2020 wurde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der digitale Newsletter „Regionsbote“ eingeführt. Dieser erscheint in regelmäßigen Abständen und informiert über Aktivitäten der Region Lahn-Dill-Wetzlar, Veranstaltungen und Förderprojekte in der Region. Weiter hat der Verein einen eigenen Internetauftritt sowie mit eigenen Ständen auf diversen Veranstaltungen vertreten. [4]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. „Region Lahn-Dill-Wetzlar e.V“ Website der Region Lahn-Dill-Wetzlar abgerufen am 15. Februar 2016 um 11:00
  2. „L.E.A.D.E.R in der Lahn-Dill-Wetzlar Region“ Website der Region Lahn-Dill-Wetzlar abgerufen am 15. Februar 2016 um 11:05
  3. „Regionales Entwicklungskonzept der Region Lahn-Dill-Wetzlar e.V“ Regionales Entwicklungskonzept der Region Lahn-Dill-Wetzlar e.V. auf der Website
  4. „Facebook.com/lahn.dill.wetzlar“ Facebookauftritt der Region Lahn-Dill-Wetzlar


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