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Kurt Turba (* 1. April 1929 in Leitmeritz, Böhmen; † 3. Dezember 2007) war ein deutscher Verleger und Politiker in der DDR.

LebenBearbeiten

Turba studierte Geschichte an der Universität Jena und war ab dem Sommer 1950 mit Aufgaben der Hochschulpolitik und Studentenfragen im FDJ-Zentralrat in Berlin betraut. Nach 1953 wurde Turba Chefredakteur der bedeutenden DDR-Wochenzeitung Forum. 1963 berief Walter Ulbricht Turba 1963 zum Leiter der Jugendkommission beim Politbüro des ZK der SED. Er entwarf zusammen mit Heinz Nahke (Turbas Nachfolger als Forum-Chefredakteur), Harald Wessel, Brigitte Reimann und anderen das Jugendkommunique Der Jugend Vertrauen und Verantwortung, welches die SED-Führung 1963 einstimmig akzeptierte. Nachdem Leonid Breschnew 1965 Ulbricht zu stürzen versucht hatte, verlor Turba auf dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember nach Angriffen der Hardliner der Partei alle politischen Ämter. Später wurde er bei der DDR-Nachrichtenagentur ADN Redakteur für Nachrichten. 1990 wurde Turba von der damaligen PDS-Führung voll rehabilitiert.

Kurt Turba starb im Alter von 78 Jahren an Blutkrebs; er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder.

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