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Kurt Helmut Gies (* 18. Mai 1921 in Mülheim an der Ruhr; † 23. November 1943 in der Sowjetunion) war ein deutscher Tennisspieler.

Leben und Wirken Bearbeiten

Er wurde als jüngster Sohn des Verwalters der städtischen Sportanlagen am Kahlenberg Heinrich Gies geboren. Obwohl selbst nie als Tennisspieler aktiv, fühlte sich der Vater dem Tennissport verbunden und machte Kurt ebenso wie dessen drei ältere Brüder schon früh mit dem Spiel vertraut. Im Alter von vier Jahren machte Kurt unter der Anleitung seines Vaters und seiner Brüder die ersten Schläge mit einem eigens für ihn umgebauten Schläger.

1934 schloss sich Kurt Gies dem Mülheimer Tennisverein an und war dort drei Wochen später bereits Spitzenspieler in seiner Altersklasse. 1936 gewann er auf Anhieb die Stadtmeisterschaft, wurde 1938 Deutscher Jugendmeister und wiederholte diesen Erfolg ein Jahr später. 1939 wechselte er zum KTHC Stadion Rot-Weiss nach Köln. Hier konnte er sein Leistungspotential unter seinem neuen Trainer Hans Nüsslein voll entfalten und sich im Training mit deutschen Spitzenspielern messen.

1940 nahm er zusammen mit dem Deutschen Meister Henner Henkel als deutscher Nachwuchsspieler an einer Japanreise teil und bestritt vier Länderkämpfe sowie mehrere Schaukämpfe. 1941 gewann er die dänische Hallenmeisterschaft, schlug sich mit großem Erfolg in Länderkämpfen gegen Ungarn sowie Kroatien und erreichte seinen sportlichen Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Dort schlug er im Endspiel des Einzelwettbewerbs den Davispokalspieler Adam Bawarowski und gewann die Doppelkonkurrenz zusammen mit seinem Partner Henner Henkel. Seinen Titel im gemischten Doppel aus dem Vorjahr konnte er jedoch nicht verteidigen. 1942 blieb ihm die Teilnahme an den Meisterschaften versagt, da er seit 1941 als Soldat bei der Wehrmacht diente und keinen Urlaub für das Turnier bekam. 1943 konnte er seinen Triumph bei den Deutschen Meisterschaften sowohl im Einzel als auch im Doppel wiederholen.

Das war sein letzter großer Auftritt als Tennisspieler. Nur wenige Wochen nach der Erringung des Meistertitels fiel er im Alter von 22 Jahren als Soldat an der Ostfront in Russland.

Nach Kurt Gies wurde 1957 eine Straße in Mülheim an der Ruhr benannt.

Quellen Bearbeiten

  • Willi Rüter: Mülheimer im Nationaltrikot - Kurt Gies. In: Neue Ruhr Zeitung vom 13./14. Mai 1955.
  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1550 Nr. 177

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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