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Kurt Bendlin (* 22. Mai 1943 in Maßort, Landkreis Rippin, Danzig-Westpreußen) ist ein ehemaliger deutscher Zehnkämpfer.

Im Frühjahr 1966 schien seine Karriere nach zwei Meniskusoperationen beendet. Ungeduldig und heimlich fing der Sportstudent wieder an, zu trainieren („Nur Eisen gibt Kraft.“), damit er in Heidelberg am 13. und 14. Mai 1967 an seinem zehnten Zehnkampf teilnehmen konnte. Unter idealen Bedingungen und dank seiner Ausgeglichenheit gab es nach 34 Jahren wieder einen deutschen Zehnkampf-Weltrekordler („Ich habe eben mehr trainiert als die anderen.“). Mit 8319 Punkten übertraf er den Weltrekord des US-Amerikaners Russ Hodge von 1966 um 89 Punkte. Der Heidelberger Rekord wurde erst 1969 vom US-Amerikaner Bill Toomey mit 8417 Punkten überboten. In Deutschland galt die Bestmarke dagegen sogar bis 1976 als Deutscher Rekord. Die Einzelleistungen des Weltrekords waren 10,6 Sekunden, 7,55 Meter, 14,50 Meter, 1,84 Meter, 47,9 Sekunden, 14,8 Sekunden, 46,31 Meter, 4,10 Meter, 74,85 Meter und 4:19,4 Minuten.[1][2]

Für die Bundesrepublik startend gewann er bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt die Bronzemedaille. Bendlin erzielte dabei 8064 Punkte mit den Einzelleistungen 10,7 Sekunden, 7,56 Meter, 14,74 Meter, 1,80 Meter, 48,3 Sekunden, 15,0 Sekunden, 46,78 Meter, 4,60 Meter, 75,42 Meter und 5:09,8 Minuten.

Er nahm auch an der Leichtathletik-Europameisterschaft 1971 teil, musste jedoch vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf verletzt aufgeben.

1965, 1967, 1971 und 1974 wurde er Deutscher Meister. Ab dem Jahre 1975 folgte die Dominanz von Guido Kratschmer, der auch im Jahre 1980 mit 8649 Punkten einen Weltrekord aufstellte.

Bis 1970 startete er für den TSV Bayer 04 Leverkusen, wo er von Bert Sumser trainiert wurde, danach für den LC Bonn. Auf der Ebene des DLV wurde er von Friedel Schirmer betreut. 1967 wurde er als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Von 1979 bis 1990 war er Leiter der Ausbildungs- und Sportförderung bei der Nixdorf Computer AG. Heute veranstaltet er Outdoorcamps und ist Autor des Buches Fitness für Manager.

Weblinks Bearbeiten

Fußnoten Bearbeiten

  1.  Häschen gesehen. In: Der Spiegel. Nr. 22, 1967, S. 98 (Online).
  2. Sport-Chronik. 5000 Jahre Sportgeschichte. Sport-Verlag, Berlin 2000


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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