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Kunstpfeifer sind Menschen, die das Kunstpfeifen beherrschen. Darunter versteht man das Pfeifen in verschiedenen Tonlagen, oder einer möglichst komplexen Melodie. Das Kunstpfeifen entstand im 19. Jahrhundert in der österreichischen Oberschicht. Es ist noch heute dort verbreitet.

Kunstpfeifer waren in der Zeit der Brüder Schrammel sehr beliebt. Sie traten in den Wiener Varietés, Cabarets und Volksbühnen auf. Ihr Pfeifen erinnerte an Vogelgesang. Der bekannteste Kunstpfeifer Wiens trat mit den Brüdern Josef Schrammel und Johann Schrammel auf und wurde Baron Jean genannt. Sein bürgerlicher Beruf war Fiaker. Er trat auch vor Kronprinz Rudolf auf.

In Deutschland ist es eher unbekannt, obwohl Deutschland mit Ilse Werner eine zeitweise sehr bekannte Kunstpfeiferin hatte. Auch der belgische Sänger, Gitarrist und Parodist Bobbejaan (auch „Bobby Jaan“) war ein bekannter Kunstpfeifer. Als Folge eines chirurgischen Eingriffs verlor er seine virtuose Begabung. Seit Lips von Lipstrill im Jahr 2005 verstorben ist, gilt Hans Hofmann als der letzte professionelle österreichische Kunstpfeifer.

Von einem nicht so geschickten Kunstpfeifer erzählt Loriots „Der Kunstpfeifer“.

Kunstpfeifer Bearbeiten

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