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Klaus Klundt

Klaus Klundt, 2008

Klaus Klundt (* 25. Dezember 1941 in Mühlwitz, Schlesien) ist ein deutscher Schachmeister.

Klundt vertrat im Jahr 1968 auf der Studentenmannschaftsweltmeisterschaft in Ybbs die BR Deutschland, bei der die deutsche Mannschaft die Silbermedaille errang. Bald darauf zählte er zu den führenden Schachmeistern in Westdeutschland und errang 1969 den dritten, 1970 den zweiten Platz bei den deutschen Einzelmeisterschaften. 1970 spielte er mit der Nationalmannschaft bei der Schacholympiade in Siegen. In den folgenden Jahren nahm Klundt allerdings nur noch sporadisch an Turnieren teil, im wesentlichen lediglich an Mannschaftsturnieren.

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre kehrte er zu schachlichen Aktivitäten zurück, die FIDE verlieh ihm 1988 den Titel Internationaler Meister.[1] Zu seinen sportlichen Erfolgen dieser Phase zählen: 1987/88 Platz zwei (hinter Eckhard Schmittdiel) in Augsburg, 1989 in Würzburg ebenso (Sieger war Vlastimil Jansa), dritter Platz 1995 in Linz sowie ein geteilter erster Platz in Augsburg 1997. 2004 errang er seinen größten sportlichen Erfolg in Halle (Saale) bei der Seniorenweltmeisterschaft, als er Vizeweltmeister wurde. Im selben Jahr wurde er geteilter Zweiter (nach Leonid Milov) in Bad Homburg vor der Höhe. 2005 gewann Klundt in Essen die deutsche Seniorenmeisterschaft, 2006 wurde er Turniersieger in Prichsenstadt, 2007 geteilter Vierter in Bad Homburg (Sieger war Igor Khenkin). 2008 teilte er Platz drei in Frankfurt am Main nach Leonid Milow und Yuri Boidman, gemeinsam mit Leonid Kritz und Bogdan Grabarczyk. Klundt gewann mit der Schachabteilung von Bayern München in den Jahren 1983, 1985, 1986, 1989 und 1990 den Meistertitel in der Bundesliga.[2]

Klundts höchste Elo-Zahl betrug auf der Januar-Liste 1990 2415 Punkte, womit er Platz 35-40 auf der deutschen Rangliste einnahm. Gemäß Chessmetrics' Berechnungen betrug Klundts beste Historische Elo-Zahl im Jahr 1970 2564 Punkte, womit er 267. in der Welt war. Seine aktuelle Elo-Zahl beträgt 2362 (Stand: November 2010).

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 100
  2. Die deutschen Mannschaftsmeister

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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