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Bundesarchiv Bild 183-1985-0722-030, Berlin, X. Kinder- und Jugendspartakiade, Eröffnung

Eröffnung der 10. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR am 22. Juli 1985

Die Kinder- und Jugendspartakiade [aus dem Russ. спартакиада] waren in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und auch in anderen Ländern des Warschauer Pakts regelmäßig veranstaltete Sportwettkämpfe. Sie sollten Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger sportlicher Betätigung anhalten, dienten aber auch der frühzeitigen Erkennung potenzieller Leistungssportler.

Die Spartakiaden waren, zusammen mit den Kreis-, Bezirks- und DDR-Meisterschaften sowie dem Pionierpokal, die wichtigsten sportlichen Wettbewerbe im Kinder- und Jugendbereich in der DDR. Es fanden Vorwettkämpfe, Kreisspartakiaden, alle zwei Jahre Bezirksspartakiaden und die zentralen Spartakiadewettkämpfe statt.

EntwicklungBearbeiten

Stamps of Germany (DDR) 1979, MiNr 2433

7. Kinder- und Jugendspartakiade
Briefmarke der Deutschen Post der DDR, (1979)

KreisspartakiadeRostock 1972

Medaille der Kreisspartakiade Rostock 1972

Die bei den anfänglich für Kinder konzipierten Pionierspartakiaden gemachten Erfahrungen führten 1964 zur Idee, eine Sportveranstaltung und Wettkampfform zu entwickeln, die in allen wichtigen Sportarten möglichst alle Kinder und Jugendlichen der DDR anspricht. Man wollte damit Eigenschaften von Breitensport und Leistungssport verbinden. Es war gleichzeitig Teil der Jugendarbeit. Das Konzept wurde von der SED-Sportführung entwickelt und finanziert und von den Massenorganisationen des Sports (DTSB, GST) und der Jugend (FDJ, Pionierorganisation) durchgeführt. In den Kreisen, Bezirken und größeren Städten der DDR bildeten sich Spartakiadekomitees, bestehend aus diesen vorgenannten Trägern, und aus Vertretern der SED und der örtlichen staatlichen Leitungen.

BegriffBearbeiten

Der Name ist laut dem Deutschen Universalwörterbuch (Dudenverlag 1996) eine Ableitung aus Olympiade und Spartakist bzw. Spartakus. Spartakisten wurden die Angehörigen des Spartakusbundes (1916–1919), der sich seinerseits nach Spartacus, dem Anführer des ersten Aufstandes gegen die Sklavenhaltergesellschaft, benannt hatte, genannt.

Spartakiaden hießen aber auch teilweise Sportveranstaltungen und -wettkämpfe der Arbeiter, Kinder und Jugendlichen in nicht-sozialistischen Staaten seit 1917. In der UdSSR und anderen sozialistischen Staaten und deren Nachfolgestaaten nach 1990 heißen die Sportwettkämpfe weiterhin so.

Das Gegenstück in der Bundesrepublik Deutschland sind die Bundesjugendspiele.

LiteraturBearbeiten

  • Beschluß des Sekretariats des Zentralkomitees der SED: Durchführung von Kinder- und Jugendspartakiaden in den olympischen Sportarten in den Jahren 1965 und 1966. SAPMO-Barch, Dy30/J IV 2/3, S. 2).

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 01.03.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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