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Kati Wilhelm Biathlon pictogram
Katiwilhelm072006
Verband DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag 2. August 1976
Geburtsort SchmalkaldenDDR
Karriere
Beruf ARD-Expertin (Biathlon)
Verein SC Motor Zella-Mehlis
Aufnahme in den
Nationalkader
1999
Debüt im Weltcup 2000
Weltcupsiege 37 (21 Einzelsiege)
Status zurückgetreten
Karriereende 27. März 2010
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 3 × Gold medal 3 × Silver medal 1 × Bronze medal
WM-Medaillen 5 × Gold medal blank 4 × Silver medal blank 4 × Bronze medal blank
Olympic rings without rims Olympische Winterspiele
0Gold0 2002 Salt Lake City Sprint
0Silber0 2002 Salt Lake City Verfolgung
0Gold0 2002 Salt Lake City Staffel
0Gold0 2006 Turin Verfolgung
0Silber0 2006 Turin Massenstart
0Silber0 2006 Turin Staffel
0Bronze0 2010 Vancouver Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 2001 Pokljuka Sprint
0Silber0 2001 Pokljuka Staffel
0Bronze0 2003 Chanty-Mansijsk Staffel
0Bronze0 2004 Oberhof Staffel
0Silber0 2005 Hochfilzen Staffel
0Bronze0 2005 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
0Bronze0 2007 Antholz Massenstart
0Gold0 2007 Antholz Staffel
0Gold0 2008 Östersund Staffel
0Gold0 2009 Pyeongchang Sprint
0Silber0 2009 Pyeongchang Verfolgung
0Gold0 2009 Pyeongchang Einzel
0Silber0 2009 Pyeongchang Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 1. (2005/2006)
2. (2004/2005, 2006/2007,
     2008/2009)
Sprintweltcup 1. (2004/2005, 2005/2006)
2. (2006/2007)
3. (2007/2008)
Verfolgungsweltcup 1. (2005/2006, 2006/2007,
     2008/2009)
3. (2007/2008)
Massenstartweltcup 1. (2006/2007)
2. (2005/2006, 2007/2008,
     2008/2009)
3. (2004/2005)
letzte Änderung: 1. Februar 2011

Kati Wilhelm (* 2. August 1976 in Schmalkalden) ist eine ehemalige deutsche Biathletin und Olympiasiegerin im Biathlon.

Karriere Bearbeiten

Anfänge als Langläuferin Bearbeiten

Ihre ersten Erfahrungen in der Loipe sammelte Kati Wilhelm 1983 im Trainingszentrum in Steinbach-Hallenberg. Als Vierzehnjährige wechselte sie an das Sportgymnasium in Oberhof und machte dort 1995 das Abitur. Unmittelbar danach ging Kati Wilhelm zur Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof (zurzeit hat sie den Dienstgrad eines Hauptfeldwebels). 1998 erreichte sie bei den Olympischen Winterspielen im japanischen Nagano einen fünften Platz mit der Skilanglauf-Staffel.

Erfolgreiche Biathletin Bearbeiten

Kati Wilhelm Ostersund 2008

Kati Wilhelm während der Biathlon-WM 2008 in Östersund

1999 wechselte die Skilangläuferin Kati Wilhelm zum Biathlon und startete in der Saison 2000/01 erstmals im Biathlon-Weltcup für den SC Motor Zella-Mehlis. Bereits in ihrem dritten Weltcuprennen gelang Wilhelm die erste Podestplatzierung, im Sprint von Antholz belegte sie den dritten Platz. Nach weiteren regelmäßigen Platzierungen in den Weltcuppunkten wurden die Biathlon-Weltmeisterschaften 2001 in Pokljuka zum ersten großen Erfolg in Wilhelms Karriere. Gleich in ihrem ersten WM-Rennen überhaupt, dem Sprintrennen, gewann sie die Goldmedaille. Weitere Top-10-Platzierungen gelangen ihr mit dem siebten Platz in der Verfolgung sowie dem fünften Platz im Massenstart. Obwohl Wilhelm im Staffelrennen eine schwächere Leistung zeigte und im Liegendanschlag zwei Strafrunden schoss, reichte es ihr mit der deutschen Staffel zur Silbermedaille. Im nach den Weltmeisterschaften in Lake Placid ausgetragenen Sprintrennen gewann Wilhelm das zweite Rennen ihrer Karriere. Trotz einer schwachen Leistung in Oslo, wo sie nach dem 40. Platz im Sprint in der Verfolgung überrundet wurde, belegte Wilhelm am Ende ihrer ersten Biathlon-Saison Platz acht im Gesamtweltcup.

Mit Beginn der Saison 2001/02 konnte sich Wilhelm endgültig im Weltcup etablieren. In den zwölf vor Olympia ausgetragenen Rennen belegte sie nur einmal einen Platz außerhalb der Weltcuppunkte, bestes Ergebnis war der zweite Platz im Sprint von Osrblie. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City wurde Wilhelm zu einer der erfolgreichsten Athletinnen. Im Sprintrennen gewann sie die Goldmedaille und im anschließenden Verfolgungsrennen die Silbermedaille. Auch mit der deutschen Staffel war Wilhelm erfolgreich und gewann gemeinsam mit Katrin Apel, Uschi Disl und Andrea Henkel ihre zweite Goldmedaille. Am Ende des Winters belegte Wilhelm wie in der Vorsaison Platz acht im Gesamtweltcup.

Im Winter der Saison 2004/05 gewann Wilhelm drei Weltcup-Rennen und erreichte den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Im darauffolgenden Winter gewann Wilhelm als zweite Deutsche nach Martina Beck (geb. Glagow) in der Saison 2002/03 den Gesamtweltcup, daneben außerdem den Sprint- und den Verfolgungsweltcup.

Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin trug sie die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier am 10. Februar 2006. Kati Wilhelm gewann die Goldmedaille in der 10-km-Verfolgung, wurde Zweite mit der deutschen 4x6km-Staffel und Zweite im erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragenen Massenstart über 12,5 km. Sie ist damit die erfolgreichste Biathletin bei Winterspielen. Für ihre Erfolge wurde sie im Jahre 2006 zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz gewann sie erstmals in ihrer Karriere die WM-Goldmedaille mit der Staffel. Nachdem Wilhelm seit ihrer Goldmedaille im Sprint bei den Weltmeisterschaften 2001 zwar mehrere Staffelmedaillen erreichen konnte, jedoch bei mehreren Weltmeisterschaften keine Einzelmedaille gewann, bedeutete die Bronzemedaille im Massenstart von Antholz nach sechs Jahren ihre zweite WM-Einzelmedaille.

Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Pyeongchang 2009 gewann sie nach 2001 wieder den Sprint und sicherte sich somit auch ihre erste Einzel-Goldmedaille bei Weltmeisterschaften seit 8 Jahren. Sie kam mit 9,9 Sekunden Vorsprung vor ihrer Mannschaftskameradin Simone Hauswald ins Ziel. In dem darauf folgenden Verfolgungsrennen gewann sie trotz 6 Fehlschüssen die Silbermedaille hinter der Schwedin Helena Jonsson. Ihre Erfolgsserie setzte sich im Einzelwettkampf fort, bei dem sie dank der zweitbesten Laufleistung und nur eines Schießfehlers zum ersten Mal in ihrer Karriere triumphierte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann sie zusammen mit Simone Hauswald, Martina Beck und Andrea Henkel die Bronzemedaille in der Biathlonstaffel[1].

Nach der aktiven Laufbahn Bearbeiten

Ab der Weltcupsaison 2010/11 begleitet Kati Wilhelm im Fernsehprogramm Das Erste die Übertragungen von Biathlonwettbewerben als Expertin.[2]

Biathlon-Weltcup-Platzierungen Bearbeiten

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 11 6 3 16 37
2. Platz 2 9 13 5 15 44
3. Platz 2 9 4 4 6 25
Top 10 9 60 48 30 45 192
Punkteränge 24 89 73 43 45 274
Starts 29 95 77 43 45 289

Auszeichnungen Bearbeiten

Kati Wilhelm 2006

Kati Wilhelm bei den Olympischen Spielen in Turin 2006

Sonstiges Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://web.archive.org/web/20100408201456/http://www.vancouver2010.com/olympic-biathlon/schedule-and-results/womens-4x6-km-relay_btw406101ys.html
  2. Viktoria Franke: Kati Wilhelm in naechstem Winter als ARD-Expertin im-Einsatz. Abgerufen am 6. September 2010.


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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