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Karl-Heinz Körbel
Koerbel
Charly Körbel 2006
Personalia
Name Karl-Heinz „Charly“ Körbel
Geburtstag 1. Dezember 1954
Geburtsort DossenheimDeutschland
Größe 182 cm
Position Vorstopper


Karl-Heinz „Charly“ Körbel (* 1. Dezember 1954 in Dossenheim) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Körbel, der während seiner Profikarriere ausschließlich für Eintracht Frankfurt antrat, hält mit 602 Spielen den Rekord für die meisten Einsätze in der Fußball-Bundesliga.

Spielerlaufbahn Bearbeiten

Karl-Heinz Körbel begann das Fußballspielen in seiner frühen Jugend beim FC Dossenheim. Als 17-Jähriger wechselte der Vorstopper im Jahre 1972 zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt, dem er bis zum Ende seine Karriere im Alter von 36 Jahren 1991 die Treue hielt. Neben seinen 602 Bundesligaspielen absolvierte er 69 DFB-Pokal- und 47 Europapokalspiele. In dieser Zeit erzielte er 45 Bundesligatore, drei Tore im DFB-Pokal und drei in Europapokalspielen.

Seinen größten Erfolg erlebte Körbel 1980, als er mit seiner Mannschaft UEFA-Pokalsieger wurde. Außerdem gewann er viermal den DFB-Pokal: 1974, 1975, 1981 und 1988. Deutscher Meister wurde er allerdings nie, dritte (1975, 1990) und vierte (1974, 1977, 1991) Plätze waren die besten Ergebnisse. 1984 und 1989 erreichte er mit Frankfurt den Klassenerhalt erst über die Relegation.

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1974, als der damalige Bundestrainer Helmut Schön versuchte, eine neue Mannschaft für die bevorstehenden Turniere aufzubauen, wurde Körbel Nationalspieler. Nach Differenzen mit Mannschaftskapitän Franz Beckenbauer war Körbels Nationalmannschaftskarriere nach nur sechs Einsätzen in den Jahren 1974 und 1975 bald wieder beendet. Beckenbauer hatte Körbels offensivorientierte Spielweise moniert, die ihm (Beckenbauer) selbst mehr Abwehrarbeit aufnötigte. Beckenbauer wollte neben sich lieber einen reinen Manndecker sehen, wie seinen bewährten Münchener Vereinskollegen Georg Schwarzenbeck.[1]

Weiteres Leben Bearbeiten

Nach seinem Karriereende 1991 wurde Körbel zunächst Co-Trainer der Frankfurter Profimannschaft. Zwischen 1994 und 1996 war er zwei Mal für kurze Zeit Cheftrainer im selben Verein. Anschließend arbeitete er in der 2. Bundesliga beim VfB Lübeck und dem FSV Zwickau als Trainer. Später bekam er bei der Eintracht eine Anstellung als Scout.

Auch heute noch ist Körbel Berater des Vorstands von Eintracht Frankfurt und leitet zudem die Fußballschule des Vereins.

Nach Fritz Walter ist Karl-Heinz Körbel Schirmherr der Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau, die unter anderem in Not geratene Sportler unterstützt.[2]

Körbel besitzt in seinem Heimatort Dossenheim ein kleines Sportgeschäft, „Sport-Körbel“. Er ist Botschafter der Stadt Frankfurt für die FIFA-Frauen-WM 2011 in Deutschland.

Erfolge Bearbeiten

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Pikanterweise schwärmte Beckenbauer während seiner späteren Karriere als Bundestrainer für die Spielweise eines offensivorientierten Innenverteidigers, wie sie z. B. von dem Niederländer Frank Rijkaard praktiziert wurde.
  2. Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau e. V.

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