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Wappen Zirkel
Bundesland: Bayern
Universität: Technische Universität München sowie alle weiteren Münchner Universitäten und Hochschulen
Verband: CV
Eintritt in CV: 1897
Kürzel: Vc
Amtl. Nummer im CV: 20
Farben: blau-weiß-orange
Wahlspruch Virtuti Victoria
Website: http://www.vindelicia.de/

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Vindelicia zu München im CV (KDStV Vindelicia zu München im CV) ist eine katholische, deutsche, nichtschlagende, farbentragende Studentenverbindung im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).

Selbstverständnis

Die Verbindung folgt den Prinzipien des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV). Der Wahlspruch der Verbindung lautet „Virtuti Victoria“ („Der Tugend zum Sieg“).[1]

Geschichte

Vindelikerhaus - Munich - 2013

Das Vindelikerhaus

Nach der Gründung des CV im Jahre 1856 wurde das Singularitätsprinzip geführt, laut dem an jedem Hochschulort höchstens eine Verbindung des Verbandes existieren darf. Der CV gab dieses Prinzip 1897 auf, indem er die Gründung der Videlicia am 26. Februar 1897 als Tochterverbindung der KDStV Aenania München zuließ[2], da die Aktivenzahlen seit Gründung der Aenania in München stark angewachsen waren und somit dem Nachwuchs die Möglichkeit gegeben werden sollte, sich ohne Probleme einer Verbindung anzuschließen. Durch die Aufgabe des Singularitätsprinzips konnte sich der CV zum größten studentischen Dachverband mit heute etwa 30.000 Mitgliedern entwickeln.

Die Vindelicia war die erste Verbindung des CV, die explizit an einer Technischen Hochschule gegründet wurde, statt an einer Universität. Sie dokumentiert somit auch die zunehmende Anerkennung der Technischen Hochschulen als den Universitäten vergleichbare Bildungsstätten im Akademisierungsprozess der technischen Schulen. Die Aufnahme im Cartellverband fand am 6. Juni 1897 statt.[2]

Aufgrund der starken personellen Entwicklung der Vindelicia wurde am 15. Mai 1907 die KDStV Moenania zu München im CV als Tochterverbindung gegründet.[2]

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs fielen 28 Mitglieder der Vindelicia.

1922 erwarb die Verbindung mit dem Vindelikerhaus ein eigenes Korporationshaus.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Verbindung durch den Himmler-Erlass vom 20. Juni 1938 aufgelöst und enteignet. Alfons Ilg, Ältester der Würzburger Studentenschaft und Leiter der Rechtsabteilung des Gaues Unterfranken der NSDAP, war von 1927 bis zum Verbindungsrausschmiß 1931 Mitglied der Vindelicia München.[3] Illg warnte in einem Schreiben vom 27. Juni 1933 den Reichsjugendführer Baldur von Schirach vor dem „politischen Katholizismus des CV“, vor allem vor dem neuen CV-Vorsitzenden Konrad Welte (Ae), einem „der schärfsten Gegner des Nationalsozialismus“.[4] Mit Erhard Schlund hatte Vindelicia einen weiteren Gegner des Nationalsozialismus in ihren Reihen.[5] Im Zweiten Weltkrieg kamen 25 Vindeliker ums Leben.


1946 wurde Vindelicia als erste Münchner CV-Verbindung wiederbegründet, zwei Jahre später wurde das Vindelikerhaus an die Verbindung restituiert.[6]

Bekannte Mitglieder

  • Albert Maria Joseph Maximilian Lamoral Fürst von Thurn und Taxis
  • Edmund Dillinger (* 1935), römisch-katholischer Geistlicher
  • Rudolf Dörr (1928–2010), deutscher Politiker
  • Kurt Faltlhauser (* 1940), deutscher Politiker (CSU) und ehemaliger bayerischer Finanzminister[7]
  • Otto Frommknecht (1881–1969), deutscher Politiker
  • Felix Gmür (* 1966), Bischof von Basel
  • Anton Henneka (1900–1984), deutscher Richter
  • Wolfgang Lippert (* 1955), deutscher Kommunalpolitiker (Freie Wähler)
  • Dieter Regulla (* 1939), deutscher Physiker
  • Wolfgang A. Herrmann (* 1948), deutscher Chemiker und Präsident der TU München
  • Hans Raum, Pflanzenbauwissenschaftler und Agrarhistoriker
  • Erhard Schlund, Ordensgeistlicher, Religionswissenschaftler und Philosoph
  • Dieter J. Weiß (* 1959), deutscher Historiker

Siehe auch

Literatur

  • Wolfgang A. Herrmann (Hrsg.): Technische Universität München. Die Geschichte eines Wissenschaftsunternehmens. 2 Bände, Metropol Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-938690-34-5; Band I, S. 99 f.
  • Seidel, Herbert (Hrsg.): 100 Jahre KDStV Vindelicia. München, 1997.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vindelicia stellt sich vor auf der Webpräsenz des Bundes, abgerufen am 17. Dezember 2012
  2. 2,0 2,1 2,2 Eintrag in Deutscher Universitäts-Kalender, Leonard Simion 1922, Seite 260
  3. Peter Stitz: Der CV 1919–1938: der hochschulpolitische Weg des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentverbindungen (CV) vom Ende des 1. Weltkrieges bis zur Vernichtung durch den Nationalsozialismus (Band 4 von Weisse Turm: Zeit- und Lebensbilder aus dem Katholischen Studententum), 1970, Seite 172
  4. Hans Jürgen Rösgen: Die Auflösung der katholischen Studentenverbände im Dritten Reich (Band 15 von Dortmunder Historische Studien), Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer 1995, Seite 132
  5. Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte, Bände 43-44 F. X. Seitz & V. Höfling 1998, Seite 140 f.
  6. Geschichte der K.D.St.V. Vindelicia zu München im CV auf der Webpräsenz des Bundes, abgerufen am 17. Dezember 2012
  7. auf frankfurter-verbindungen.de, abgerufen am 17. Dezember 2012
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