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Wappen Karte
Arminia Freiburg
Karte Freiburg im Breisgau in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Universität: Freiburg im Breisgau
Gründung: 18. Dezember 1874 in Freiburg
Verband: CV
Eintritt in CV: 1910
Kürzel: ArF!
Farben: Farben Arminia Freiburg
Mitglieder: 346 (2014)
Website: www.arminia-freiburg.de
K.D.St.V. Arminia Freiburg im Breisgau 3679

Das Verbindungshaus

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Arminia zu Freiburg im Breisgau ist eine katholische Studentenverbindung, die Deutschlands, dem Cartellverband (CV) angehört. Sie gehört zusammen mit den anderen fünf katholischen CV-Verbindungen in Freiburg zum Freiburger Cartellverband. Die Arminia Freiburg im Breisgau hat die Nummer 50 in der verbandsinternen Reihenfolge der Cartellverbindungen. Die offizielle Abkürzung ist ArF!.

Mitglied werden kann jeder, der katholisch und männlich ist, sowie an einer der folgenden Hochschulen eingeschrieben ist:

Geschichte Bearbeiten

An der Universität Freiburg gab es schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts Verbindungen die sich Arminia nannten. 1847 gründete sich beispielsweise die Burschenschaft Arminia Freiburg mit den Farben blau-gold-schwarz sowie im Wintersemester 1856 der Katholische Theologenverein Arminia mit den Farben blau-weiß-gold, welcher sich aber schon am 12. Mai 1857 wieder auflöste.

Vorläuferverbindung Bearbeiten

Arminia I wurde am 18. Dezember 1874 in Freiburg als Theologenverein mit den Farben gold-grün-violett, als Reaktion auf den badischen Kulturkampf mit seinen gegen die katholische Kirche gerichteten Anfeindungen und Verfolgungen und auf die Schließung des bischöflichen Konvikts, an der Universität Freiburg gegründet. In der Zeit seines Bestehens gab es ein Kartell mit dem Katholisch-Theologischen Verein Ripuaria Bonn. Der Verein Arminia I löste sich am 18. Februar 1886, nach der Wiedereröffnung des Konvikts freiwillig auf.

Gründung als Theologenverein und Eintritt in den KDV Bearbeiten

Am 1. März 1897 kam es zur Gründung des Theologischen Vereins Arminia II mit den Farben grün-gold-violett durch Mitglieder der Aktivitas der Novesia Bonn. Einige Mitglieder der Arminia I konnten als Philister gewonnen werden. Aufgrund der Fortführung der Tradition und personaler Überschneidungen datierte Arminia II sich auf die Gründung der Arminia I zurück. Am 20. März 1897 wandelte sich Arminia zu einer Theologenverbindung um und trat dem KDV, dem auch die Novesia Bonn angehörte, bei. Dieser auch „kleiner CV“ genannte Verband existierte aufgrund des Singularitätsprinzips parallel zum Cartellverband und bestand zum Zeitpunkt des Beitritts von Arminia II aus vier Korporationen, zur Blütezeit des Verbandes, dann aus acht Korporationen.

Wandel zu einer Studentenverbindung und Eintritt in den CV Bearbeiten

Aufgrund von Nachwuchsschwierigkeiten trat Arminia am 1. Dezember 1909, als erste Verbindung aus dem KDV aus, wandelte sich zur Katholischen Deutschen Studentenverbindung und trat am 20. August 1910[1] dem Cartellverband bei. Dem Beispiel Arminias folgten die anderen Verbindungen des KDVs 1911 bis 1912 sukzessive nach.[2]

Im Nationalsozialismus Bearbeiten

Nach der nationalsozialistischen Gleichschaltung 1933 wurde das Klima für Studentenverbindungen schwieriger. Nach der Zwangsauflösung des Cartellverbandes 1935 wurde auch die Aktivitas der Arminia 1936 suspendiert, der Altherrenbund konnte sich bis 1938 halten. Um der drohenden Enteignung des Verbindungshauses zu entgehen, wurde dieses kurz nach der Suspendierung verkauft.


Nachkriegszeit Bearbeiten

Die KDStV Arminia wurde im Nachkriegsdeutschland im Juli 1949 wiederbegründet und konnte 1974 ihr 100. Stiftungsfest feiern.

Freundschaftsverbindung ist die AKV Rauracia Basel, Schweiz.

Couleur Bearbeiten

Die Farben sind „grün-gold-veilchenblau“, diese werden als Band getragen, dazu wird eine gelbe Mütze, ein sogenannter Stürmer getragen. Die Füxe tragen ein grün-gold-grünes Band. Der Wahlspruch lautet „Unitas, Libertas, Caritas!“ („Einigkeit, Freiheit, Brüderlichkeit!“).

Bekannte Mitglieder Bearbeiten

  • Peter Paul Albert (1862–1956), Historiker und Archivar
  • Heinrich Brauns (1868–1939), katholischer Theologe, Politiker (Zentrum), Reichsarbeitsminister (1920−1928)
  • Karl Bühler (1879–1963), Psychologe und Sprachwissenschaftler
  • Heinrich Feurstein (1877–1942), Stadtpfarrer von Donaueschingen, Opfer des Nationalsozialismus
  • Joseph Eberle (1884–1947), Publizist
  • Reinhold Frank (1896–1945), Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer
  • Karl Fritz (1864–1931), Erzbischof des Erzbistum Freiburg (1920–1931)
  • Hermann Herder (1864–1937), Verleger
  • Matthias Hoogen (1904–1985), Mitglied des Deutschen Bundestages (1949–1964), Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
  • Franz Knapp (1880–1973), Oberbürgermeister und Ehrenbürger von Konstanz
  • Engelbert Krebs (1881–1950), katholischer Kirchenhistoriker
  • Adolf Laufs (1935–2014), Rechtswissenschaftler, Rektor der Universität Heidelberg (1979–1982)
  • Franz Xaver Lender (1830–1913), katholischer Theologe, Politiker (Zentrum)
  • Carl Otto Lenz (* 1930), Mitglied des Deutschen Bundestages (1965–1984) und Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (1984–1997)
  • Otto Lenz (1903–1957), Mitglied des Deutschen Bundestages (1951–1953) und Chef des Bundeskanzleramtes (1953–1957)
  • Josef Maria Reuss (1906–1985), Weihbischof in Mainz
  • Carlhans Scharpenseel (1907–2002), Richter am Bundesgerichtshof, Senatspräsident
  • Clemens Verenkotte (* 1960), ARD-Hörfunk-Korrespondent
  • Lorenz Werthmann (1858–1921), katholischer Geistlicher, Sozialpolitiker, Gründer des Deutschen Caritasverbandes

Literatur Bearbeiten

  • Johannes Brandt: Unitas – libertas – caritas. Festschrift zur Feier des 125. Stiftungsfestes der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Arminia im CV zu Freiburg im Breisgau. Freiburg im Breisgau, 1999.
  • Martin Dossmann: Freiburgs Schönheit lacht uns wieder … – Die Studentenverbindungen in Freiburg im Breisgau, WJK-Verlag, Hilden 2017, ISBN 978-3-944052-99-1.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 44.
  2. Michael Doeberl, Alfred Bienengräber (Hrsg.): Das akademische Deutschland. Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger. C. A. Weller, Berlin 1931. S. 485.


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