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KABBA ist eine Organisation von Arbeitslosen und Armutsbetroffenen der Schweiz und vertritt die Interessen dieser Bevölkerungsgruppe in allen Bereichen von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur. Als weitere Zwecke nennen die Statuten die Förderung der gegenseitigen Selbsthilfe und die Solidarität mit allen benachteiligten und ausgegrenzten Bevölkerungskreisen.[1]

Rechtsform und Name Bearbeiten

KABBA ist ein gemeinnütziger, politisch und konfessionell unabhängiger Verein mit Sitz in Bern.

Statt des vollen Namens («Komitee der von Arbeitslosigkeit Bedrohten und Betroffenen und der Ausgesteuerten, KABBA») wird gewöhnlich diese Kurzform verwendet: «Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen».[2] («Ausgesteuerte» ist in der Schweiz die geläufige Bezeichnung für Arbeitslose, deren Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung beendet ist, weil sie die Höchstzahl der Taggelder erreicht haben.)

Der Name (in Form einer Aufzählung der vertretenen Interessengruppen) dient der Veranschaulichung eines Konzeptes, durch welches sich KABBA von herkömmlichen Arbeitslosenkomitees unterscheidet. Ausgangslage ist die Erfahrung vierler Langzeitarbeitsloser, dass sie in Rotation wiederkehrend die gleichen Stadien durchlaufen: Working Poor/prekäre Beschäftigung, Kündigung/Entlassung, Arbeitslosigkeit mit Taggeldanspruch, Einweisung durch das Arbeitsamt in Beschäftigungsprogramme und andere "arbeitsmarktliche Massnahmen", Gang zum Sozialamt spätestens nach Ausschöpfung der Höchstzahl der Taggelder. Alle diese Phasen werden als Ausdruck und Ergebnis ein und derselben Massenarbeitslosigkeit betrachtet. Der Name ist insofern Programm, als er den Anspruch der Organisation unterstreicht, den Kreis ihrer Mitglieder selber zu ziehen und nicht auf versicherungsrechtliche oder statistische Kateogorien abzustellen, die von anderer Seite festgelegt werden.

Geschichte Bearbeiten

KABBA wurde 2005 auf Initiative von Thomas Näf gegründet.[3] Er leitet seither den Verein als Präsident.

KABBA ist heute die gesamtschweizerisch bekannteste Organisation von Arbeitslosen und Armutsbetroffenen und spielt eine koordinierende Rolle in einem losen Netzwerk von regionalen Komitees. Dieses bildete sich besonders seit dem Referendumskampf der Betroffenen gegen über die 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) heraus. 2009 schlossen sich die grösseren Arbeitslosenkomitees aller Sprachregionen in einem nationalen Referendumskomitee unter Leitung des KABBA-Präsidiums zusammen.[4] Das Referendum, das von den Gewerkschaften unterstützt wurde, unterlag in der eidg. Volksabstimmung vom 26. September 2010. Bei einer tiefen Beteiligung von 35,8 % hiessen die Stimmberechtigten die Gesetzesänderung mit 53.4% gegen 46.6% gut.[5]

Im April 2011 nahm KABBA den Betrieb eines Internetcafés in Bern auf, das Arbeitslosen und Armutsbetroffene einen kostenlosen Zugang zu PC-Ar beitsplätzen und Internet anbietet.[6]


Das Internetcafé Powerpoint wurde im gleichen Jahr mit dem alle zwei Jahre verliehenen Prix AvenirSocial als beispielhaftes Selbsthilfeprojekt von Betroffenen ausgezeichnet.[7]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Statuten (Art. 2); http://www.kabba.ch/verein/statuten.pdf (abgerufen 5.5.2012)
  2. Statuten (Art. 1); http://www.kabba.ch/verein/download/kabba-statuten.pdf (abgerufen 5.5.2012)
  3. KABBA-Jahresbericht 2007; http://www.kabba.ch/verein/vorstand/jahresbericht_2007.pdf (abgerufen am 5.5.2012)
  4. Referendumskomitee Nein zum Abbau der Arbeitslosenversicherung; http://www.kabba.ch/politik/referenden/avig_revision_2010/referendumskomitee.html (abgerufen am 5.5.2012)
  5. Swissvotes, Datenbank der eidgenössischen Volksabstimmungen; http://www.swissvotes.ch/db/votes/view/567/list (abgerufen am 5.5.2012)
  6. «Eigentlich müsste der Internetzugang ein Grundrecht sein» - Ein Internetcafé in Bern ermöglicht Arbeitslosen den kostenlosen Zugang zum Cyberspace. (Der Bund, 2.4.2011); http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/Eigentlich-muesste-der-Internetzugang-ein-Grundrecht-sein/story/27099417 (abgerufen am 05.05.2015)
  7. http://www.avenirsocial.ch/de/p42010829.html; Internetcafé erhält Sozialpreis (Der Bund 21.10.2011); Internetcafé Power-Point mit Sozialpreis ausgezeichnet (Berner Zeitung, 21.10.2011)

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