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Wappen staufia bn gr
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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Universität: Bonn
Gründungsdatum: 28. Februar 1905
Dachverband: CV
Eintritt in den CV: 1905
Kürzel: St!
Farben: hellgrau-weiß-hellblau
Wahlspruch: Suum cuique! –
Jedem das Seine!
Website: www.staufia.de

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Staufia im CV zu Bonn ist eine nichtschlagende, farbentragende, katholische Studentenverbindung. Sie wurde am 28. Februar 1905 als Tochterverbindung der K.D.St.V. Bavaria zu Bonn gegründet und trat noch im selben Jahr dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) bei.

Geschichte Bearbeiten

Als die K.D.St.V. Bavaria im Jahr 1904 mehr als 50 Aktive vor Ort zählte, wurde am 28. Februar die Teilung der Verbindung und die Gründung der Staufia beschlossen. In den CV wurde Staufia auf der Cartellversammlung 1905 aufgenommen, heute hat sie die Nummer 44 im CV. Im Jahre 1907 gründete sich der Heimverein, der sich um den Erwerb eines Hauses bemühte, welches schon bald bezogen werden konnte. Im Ersten Weltkrieg fielen mehrere Staufen. Aufgrund des großen Zustroms an neuen Mitgliedern wurde ein Umzug unausweichlich, der 1919 in ein Haus an der Römerstraße erfolgte.

In den 1920er Jahren engagierten sich viele Staufen in der Hochschulpolitik, Staufia stellte Mitglieder und Vorsitz des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Staufia in eine Kameradschaft umgewandelt. Als Staufia in Vollwichs an der Bonner Fronleichnamsprozession teilnahm, erhielt sie das Verbot des Farbentragens durch den „Studentenführer“. Als der CV 1935 die Selbstauflösung beschloss, geschah dies gegen die Stimme Staufias und 4 weiterer Verbindungen. Im Sommersemester 1936 musste der Aktivenbetrieb eingestellt werden.

Die Altherrenschaft konnte am Himmelfahrtstage 1947 auf der Godesburg und die Aktivitas am 5. Dezember 1947 wiederbegründet werden. Das Haus an der Quantiusstraße 17 kam nach einigen Querelen im Jahr 1950 schrittweise wieder in den Besitz Staufias. In den ersten Nachkriegsjahren schloss man ein Freundschaftverhältnis mit dem W.K.St.V. Unitas-Salia zu Bonn im UV und dem K.St.V. Arminia zu Bonn im KV, welches bis heute besteht. 1961 wurde das renovierungsbedürftige Haus an der Quantiusstraße aufgegeben und ein neues Haus gebaut. Im Jahr 1968 stellte Staufia das gesamte Vorortspräsidium des CV. Die 1970er und 1980er-Jahre waren unter anderem wieder durch eine rege Mitwirkung Staufias im Studentenparlament und im AStA gekennzeichnet, was auch heute wieder anzutreffen ist.

Im Vorortsjahr 2007/2008 vertraten zwei Staufen zusammen mit Cartellbrüdern der Bonner Verbindungen Alania und Novesia den Cartellverband im Präsidium.

Prinzipien und Wahlspruch Bearbeiten

Die Staufia hat die Prinzipien des Cartellverbands und führt den Wahlspruch: Suum cuique! (Jedem das Seine!)

Couleur Bearbeiten

Die Burschenfarben sind Hellgrau-Weiß-Hellblau, die Fuxenfarben Hellgrau-Weiß. Als Kopfbedeckung wird ein silbergrauer Seidenstürmer getragen.

Wappen Bearbeiten

Das Wappen der Staufia enthält im linken oberen Teil die Verbindungsfarben, wobei auf dem weißen Streifen der Wahlspruch zu finden ist. Im unteren linken Viertel ist Konradin, der letzte Staufer, zu sehen, in der Ecke steht sein Todesjahr 1268. Rechts oben ist das Kreuz des Erzbistums Köln sowie der Bonner Löwe zu sehen. Unten rechts finden sich die Farben der Mutterverbindung Bavaria. In der Mitte des Wappens ist der Staufen-Zirkel auf hellgrauem Hintergrund zu sehen, umrahmt vom Gründungsdatum 28. Februar 1905.

Bekannte Mitglieder Bearbeiten

  • Wolfgang Bergsdorf (*1941), Politikwissenschaftler, Berater von Bundeskanzler Kohl, ehem. Präsident der Universität Erfurt, Präsident der Görres-Gesellschaft
  • Wolfgang Binsfeld (1928–2011), Archäologe
  • Prälat Edmund Dillinger (*1935), Bundesseelsorger des CV, Gründer der CV-Afrika-Hilfe
  • Adolf Flecken (1889-1966), Innen- und Finanzminister von NRW, Philistersenior der KDStV Staufia von 1926-1965
  • Philipp Jenninger (*1932), Präsident des Deutschen Bundestages a.D.
  • Carl Otto Lenz (*1930), ehem.MdB, Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof
  • Hermann Wilhelm Thywissen (1917-2008), Oberbürgermeister von Neuss
  • Franz Virnich (1882-1943), wegen seines Bekenntnisses zum katholischen Glauben und als Verfasser einer Parodie auf das Horst-Wessel-Lied von den Nationalsozialisten im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet

Literatur Bearbeiten

  • Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der KDStV Staufia zu Bonn im CV, Bonn 2005.
  • Totenverzeichnis der KDStV Staufia.

Weblinks Bearbeiten


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