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Bundesarchiv Bild 183-1982-0428-307, Eiskunstläufer, DDR

Jutta Müller (1982)

Jutta Müller, geb. Lötzsch, (* 13. Dezember 1928 in Chemnitz) ist eine deutsche Eiskunstlauftrainerin und früher auch Eiskunstläuferin. Ihre Schützlinge gewannen insgesamt drei olympische Goldmedaillen, zehn Weltmeistertitel, 18 Europameistertitel und 42 DDR-Meisterschaftstitel.

Bundesarchiv Bild 183-1984-1225-010, Jutta Müller, Katarina Witt, Simone Lang, Constanze Gensel

Simone Lang, Katarina Witt, Constanze Gensel und Jutta Müller (von links) in Karl-Marx-Stadt, 25. Dezember 1984

Ihre Eltern waren Marie Lötzsch geb. Prusky und Emil Lötzsch, 1930 Sachsen-Meister im Ringen. Jutta Müller hat eine Tochter, Gabriele Seyfert, aus erster Ehe mit Wolfgang Seyfert. Bis heute ist sie mit Bringfried Müller, einem ehemaligen DDR-Fußball-Nationalspieler verheiratet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jutta Müller zunächst Lehrerin für Deutsch, Musik, Rechnen und Sport, 1946 trat sie in die SED ein. In ihrer aktiven Zeit wurde sie von Charlotte Giebelmann betreut. 1949 wurde sie DDR-Meisterin im Paarlauf mit Irene Salzmann (infolge des Krieges gab es keine männlichen Partner). Im Einzellauf musste sie sich bei den DDR-Meisterschaften meist Inge Wischnewski geschlagen geben. Unter dem Namen Jutta Seyfert erreichte sie im Jahr 1953 den dritten Platz; im selben Jahr wurde sie DDR-Vizemeisterin im Rollkunstlauf.

Jutta Müller studierte später an der DHfK Leipzig. Seit 1955 Eiskunstlauftrainerin beim SC Wismut Karl-Marx-Stadt, wurde sie in den folgenden Jahrzehnten eine der erfolgreichsten ihres Metiers der Welt. Sie führte zuerst ihre Tochter Gabriele Seyfert zu zwei Weltmeistertiteln 1969 und 1970. Danach trainierte sie Günter Zöller, Jan Hoffmann, Sonja Morgenstern, Marion Weber, Anett Pötzsch, Constanze Gensel, Katarina Witt, Simone Lang, Evelyn Großmann und Ronny Winkler.

Für ihre Verdienste um den Eiskunstlauf wurde sie 2004 in die Eiskunstlauf Hall of Fame aufgenommen. Am 12. Dezember 2008 wurde ihr das Ehrenbürgerrecht der Stadt Chemnitz verliehen. Zuvor war eine Klage gegen die Verleihung gescheitert. Ein in Wien lebender ehemaliger Chemnitzer klagte wegen der DDR-Vergangenheit gegen die Verleihung. Die Klage wurde aber am 11. Dezember 2008 vom Verwaltungsgericht Chemnitz als unbegründet zurückgewiesen.[1]

Literatur Bearbeiten

Datei:Jutta Müller 2009.JPG
  • Manfred Hönel (Hrsg.): Jutta Müller. Der schönste Sport der Welt. Eine Eiskunstlauftrainerin erinnert sich. Das Neue Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-360-01949-3

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Jutta Müller Ehrenbürgerin von Chemnitz. Mitteldeutscher Rundfunk, abgerufen Format nicht erkannt.

Weblinks Bearbeiten

en:Jutta Müller ru:Мюллер, Ютта sv:Jutta Müller

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