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Mittlerweile arbeitet er in den HELIOS Kliniken in Schwerin als Sport-Therapeut für Patienten.
 
Mittlerweile arbeitet er in den HELIOS Kliniken in Schwerin als Sport-Therapeut für Patienten.
   
== Quellen ==
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
 
* Fachzeitschrift ''Box Sport'' aus den Jahren 1970 bis 1980,
 
* Fachzeitschrift ''Box Sport'' aus den Jahren 1970 bis 1980,
* Website „www.sport-komplett.de“,
 
* Website „www.amateur-boxing.strefa.pl“,
 
 
* ''Das große Lexikon der DDR-Sportler'', Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2000
 
* ''Das große Lexikon der DDR-Sportler'', Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2000
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==Weblinks==
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* http://www.sport-komplett.de/
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* http://www.amateur-boxing.strefa.pl/
   
 
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Version vom 21. Juli 2008, 22:21 Uhr

Jochen Bachfeld (* 17. Dezember 1952 in Sülte) ist ein ehemaliger deutscher Amateurboxer. Er war Olympiasieger 1976 in Montreal im Weltergewicht.

Werdegang

Jochen Bachfeld begann als Jugendlicher beim SC „Traktor“ Schwerin mit dem Boxen. Er wurde dort von Trainer Paul Nickel zu einem Weltklasseboxer ausgebildet. Jochen Bachfeld war ein hervorragender Techniker und Stilist. Im Jahre 1970 begann seine internationale Karriere. Er belegte bei der Junioren-Europameisterschaft in Miskolc im Halbfliegengewicht (bis 48 kg Körpergewicht) mit Siegen über Arif Dogu, Türkei, Enrique Cal Rodríguez, Spanien und Georgi Kostadinow, Bulgarien und einer Punktniederlage im Finale gegen den Ungarn Peter Gluck einen hervorragenden zweiten Platz.

1972 gewann Jochen Bachfeld seinen ersten DDR-Meistertitel bei den Senioren im Federgewicht vor Helmbold vom SC „Wismut“ Gera und seinem Vereinskollegen Norbert Warnke. Im gleichen Jahr wurde er Sieger beim Chemiepokal in Halle im Federgewicht und daraufhin zu den Olympischen Spielen in München entsandt. In München siegte er in der ersten Runde über Peter Prause aus der Bundesrepublik Deutschland nach Punkten und gewann auch seinen zweiten Kampf gegen William Taylor aus Großbritannien. Im Achtelfinale verlor er aber gegen Gabriel Pometcu aus Rumänien und schied ohne Medaille aus. Nach den Olympischen Spielen startete er in Gera noch bei einem Länderkampf der DDR gegen Rumänien und unterlag dabei im Leichtgewicht gegen Simion Cutov nach Punkten. In den folgenden Jahren wurde Jochen Bachfeld, dessen ungewöhnlichen boxerischen Fähigkeiten unbestritten waren, von den Verantwortlichen des Boxverbandes der DDR wegen einer sich bereits andeutenden Verletzungsanfälligkeit sehr sorgsam aufgebaut bzw. eingesetzt.

1973 startete er zum Beispiel nicht an der DDR-Meisterschaft, war aber beim Berliner TSC-Turnier dabei und gewann dieses Turnier im Leichtgewicht (bis 60 kg Körpergewicht) durch einen Punktsieg über den Sowjetrussen V. Bilijew. In einem Länderkampf DDR gegen Polen in Berlin gewann er im Leichtgewicht auch über Ryszard Tomczyk.

1974 fehlte er wieder bei der DDR-Meisterschaft, wurde aber trotzdem bei der erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaft der Amateure in Havanna eingesetzt. Er hatte dort das Pech im Leichtgewicht gleich auf den sowjetischen Favoriten Wassili Solomin zu treffen und musste gegen diesen noch in der ersten Runde aus dem Ring genommen werden. Solomin wurde dann auch Weltmeister. Im gleichen Jahr musste Jochen Bachfeld im Länderkampf Polen gegen DDR in Poznan gegen Bogdan Jakubowski eine KO-Niederlage in der zweiten Runde einstecken.

1975 unterlag Jochen Bachfeld beim TSC-Turnier in Berlin im Finale gegen Ulrich Beyer durch technischen KO (Verletzung) in der zweiten Runde.

1976 wurde dann zum grossen Jahr von Jochen Bachfeld. Er gewann zunächst im Weltergewicht seinen zweiten DDR-Meistertitel durch einen Punktsieg im Finale über Peter Spilski vom SC „Dynamo“ Berlin. Dann siegte er beim 16. Honved-Cup in Budapest im Weltergewicht (bis 67 kg Körpergewicht) durch einen Sieg im Endkampf über Zbigniew Kicka aus Polen. Und doch schienen die Olympiahoffnungen von Jochen Bachfeld in weite Ferne zu rücken, als er beim Chemiepokal in Halle, der als Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele galt, verletzt aufgeben musste. Gerade noch rechtzeitig von seiner Verletzung genesen, gewann Jochen Bachfeld kurz vor den Olympischen Spielen ein internationales Turnier in Gera und wurde für die Olympiamannschaft nachnominiert.

In Montreal siegte Jochen Bachfeld in der Vorrunde über Ali Bahri Khomani aus dem Iran durch Abbruch wegen zu grosser Überlegenheit in der ersten Runde. In seinem nächsten Kampf besiegte er Athannasos Iliadis aus Griechenland nach Punkten. Im Achtelfinale besiegte er Waleri Ratschkow aus der Sowjetunion mit 4:1 Richterstimmen nach Punkten und gewann auch seinen Viertelfinalkampf gegen den Kanadier Carmen Rinke sicher nach Punkten. Im Halbfinale gegen Viktor Zilbermann aus Rumänien und im Finale gegen Pedro Gamarro aus Venezuela hatte Jochen Bachfeld aber Glück. Beide Kämpfe gewann er mit 3:2 Richterstimmen und wurde somit Olympiasieger.

Im Jahre 1977 trat Jochen Bachfeld kaum in Erscheinung. Er war aber wieder bei der Weltmeisterschaft 1978 in Belgrad im Weltergewicht am Start. In Belgrad siegte er in einem Vorrundenkampf über Joash Kitui aus Kenia durch KO in der zweiten Runde, unterlag aber im Achtelfinale gegen Waleri Ratschkow mit 2:3 Richterstimmen.

Im Jahre 1979 siegte Jochen Bachfeld in einem Länderkampf DDR gegen Uganda in Schwerin über John Mugabi, späterer Profiweltmeister, nach Punkten.

Gegen Ende des Jahres 1979 beendete Jochen Bachfeld wegen seiner Verletzungsanfälligkeit dann seine Karriere als Boxer. Er absolvierte insgesamt 119 Kämpfe mit 109 Siegen. Er arbeitete danach als Branchenleiter in einem Schweriner Werk und wurde nach der politischen Wende in der DDR Hotelier. Er arbeitet heute auch im Vorstand des BSC Schwerin mit.

Mittlerweile arbeitet er in den HELIOS Kliniken in Schwerin als Sport-Therapeut für Patienten.

Einzelnachweise

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den Jahren 1970 bis 1980,
  • Das große Lexikon der DDR-Sportler, Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2000

Weblinks

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