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Joachim Otto (* 5. September 1927) war Fußballtorwart in Deutschland. Mit der ZSG Horch Zwickau wurde er 1950 erster DDR-Fußballmeister.

Sportliche Laufbahn Bearbeiten

Ottos Fußball-Laufbahn hatte bereits vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges im pommerschen Stettin begonnen. Nach Kriegsende ließ er sich im westsächsischen Zwickau nieder und schloss sich der Sportgemeinschaft Zwickau-Mitte an. Zur Saison 1949/50, in der erstmals die Oberliga des ostdeutschen Sportausschusses als höchste Fußballklasse der Sowjetischen Besatzungszone (später DDR) ihre Punktspiele austrug, gehörte Otto zum Aufgebot der ZSG Horch Zwickau. Während der Saison stand er jedoch im Schatten des Stammtorwarts Max Hofsommer, der in den 26 ausgetragenen Punktspielen 16-mal im Tor stand, während Otto nur zehnmal zum Zuge kam. Am Saisonende konnte er sich trotzdem als Meisterspieler bezeichnen, da die Zwickauer die erste DDR-Fußballmeisterschaft gewonnen hatten. In der Saison 1950/51 rückte Otto zum Stammtorhüter auf, da Hofsommer seine Laufbahn beendet hatte. Außerdem wurde er in zwei Spielen der Fußballauswahl Sachsen aufgestellt. Am 17. Spieltag der Saison 1950/51, am 10. Dezember 1950, war Otto am Skandalspiel bei Chemie Leipzig beteiligt. Die Zwickauer traten unter ihren neuen Bezeichnung BSG Motor an und wurden in der letzten Minute um ihre 2:1-Führung gebracht, als Otto nach Meinung der Zwickauer Spieler regelwidrig ins Tor gedrängt wurde und der Schiedsrichter auf 2:2 entschied. Von den heftig protestierenden Zwickauer Spielern wurden acht des Feldes verwiesen, was zu Tumulten unter den Zuschauern führte. Otto war nicht von den Herausstellungen betroffen, da er verletzt am Boden lag.

Nach dem Ende der Saison 1950/51, in der Otto 31 der 34 Punktspiele bestritten hatte, verließ er Zwickau und schloss sich dem FK Pirmasens an. Dort spielte er mehrere Jahre in der Oberliga Südwest, zu dieser Zeit eine der fünf höchsten Spielklassen im DFB-Spielbetrieb. Nach einem kurzen Zwischenspiel bei der ASV Landau spielte Otto zwischen 1956 und 1961 beim Heider SV in der Oberliga Nord.

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten


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