FANDOM


Joachim Müller (* 15. Juli 1952 in Zwickau) ist ein ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer.

Stationen als SpielerBearbeiten

Joachim Müller spielte in seiner Jugend bei der TSG Rodewisch und wechselte 1967 zum FC Karl-Marx-Stadt, wo er zunächst die obligatorischen Nachwuchsmannschaften durchlief und an der Karl-Marx-Städter Kinder- und Jugendsportschule das Abitur ablegte. 1968 wurde er mit der Juniorenmannschaft des FCK DDR-Pokalsieger. Zwischen 1969 und 1970 absolvierte Müller 27 Länderspiele mit der DDR-Junioren-Nationalmannschaft, mit der 1970 nach einem 1:1 gegen die Niederlande durch Losentscheid das UEFA-Jugendturnier, dem Vorläufer der U-18-Fußball-Europameisterschaft, gewann. Später kamen noch 33 Spiele mit der DDR-Nachwuchsauswahl hinzu. Nach dem Abstieg des FCK im Jahr 1970 und dem Neuaufbau der Mannschaft in der DDR-Liga konnte der erst 18-jährige Müller sein Talent in der 1. Mannschaft beweisen. Er stand in der Ligasaison 1970/71 25 Mal auf dem Platz, erzielte dabei 12 Tore und hatte so einen maßgeblichen Anteil am sofortigen Wiederaufstieg des Klubs. In seiner ersten DDR-Oberligasaison wurde Müller vom ersten Spieltag an eingesetzt und bestritt 23 der insgesamt 26 Punktspiele. Zunächst als Mittelstürmer eingesetzt, prägte er später als Mittelfeldstratege das Spiel des FCK in den folgenden 15 Jahren. Am 27. April 1977 wurde der vielfache Nachwuchsnationalspieler erstmals in der A-Nationalmannschaft eingesetzt. Im Länderspiel Rumänien - DDR (1:1) spielte er auf der linken Mittelfeldbahn. Gegen die Konkurrenz von Pommerenke und Schade konnte er sich jedoch auf Dauer nicht durchsetzen, sodass er insgesamt nur fünf A-Länderspiele bestritt. Hinzu kommen zwei Spiele mit der B-Nationalmannschaft, und 1974 stand er im erweiterten Kader der DDR-Auswahl für die Weltmeisterschaft 1974. 1986 beendete ein Kreuzbandriss die Karriere des Karl-Marx-Städter Fußballidols. Insgesamt bestritt Müller für den FCK 418 Pflichtspiele, darunter 340 Spiele in der DDR-Oberliga mit 54 Toren. Damit steht Joachim Müller hinter Jürgen Bähringer (350) auf Platz zwei der Rangliste des FC Karl-Marx-Stadt über die absolvierten Oberligaspiele.

Stationen als TrainerBearbeiten

Nach seiner aktiven Laufbahn war Joachim Müller bis 1993 als Nachwuchstrainer beim FC Karl-Marx-Stadt bzw. dem Chemnitzer FC beschäftigt. 2002 wurde Müller Cheftrainer beim CFC und rettete den Verein vor dem Absturz in die Viertklassigkeit. Nach Differenzen mit Rico Steinmann, der damals im Management der Chemnitzer beschäftigt war, wurde trotz der erfolgreichen Arbeit Müllers zur neuen Saison mit Frank Rohde ein anderer Trainer verpflichtet. 2004 wurde Müller für ein halbes Jahr Trainer des Schweizer Erstligisten FC Wil und wurde mit der Mannschaft Schweizer Cupsieger. Am 15. Dezember 2005 wurde er schließlich wieder Trainer beim Chemnitzer FC, schaffte es allerdings nicht, den Verein vor dem Abstieg in die Oberliga Nordost zu bewahren, wurde aber Sachsenpokal-Sieger. Am 7. April 2007 wurde er beim CFC nach mehreren Spielen ohne Sieg entlassen.

WeblinksBearbeiten

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.