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Jan Schlaudraff
Jan Schlaudraff
Personalia
Geburtstag 18. Juli 1983
Geburtsort WaldbrölDeutschland
Größe 180 cm
Position Mittelfeld, Sturm


Jan Schlaudraff (* 18. Juli 1983 in Waldbröl) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit der Saison 2008/09 beim Bundesligisten Hannover 96 unter Vertrag.

Karriere Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

Jugend Bearbeiten

Schlaudraff ist als Sohn eines Pfarrers und einer Lehrerin in Eichelhardt (Westerwald) aufgewachsen und spielte in seiner Jugend für den SSV Eichelhardt und die JSG Wissen, bevor er sich Hassia Bingen anschloss.

Borussia Mönchengladbach Bearbeiten

Mit 19 Jahren erhielt er zur Saison 2002/03 einen Lizenzspielervertrag beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, für den er in seiner ersten Profi-Saison vier Bundesligaspiele bestritt. Sein Debüt gab er am 19. Februar 2003 (19. Spieltag) - in der 89. Minute für Lawrence Aidoo eingewechselt - beim 2:0-Heimsieg über den VfL Wolfsburg. 2003/04 kam er - verletzungsbedingt - zu keinem einzigen Einsatz. Darüber hinaus litt er an einer seltenen Virusinfektion, in deren Folge sich eine Arthritis einstellte. Nach langer, aber erfolgreicher Behandlung feierte er in der Saison 2004/05 sein Comeback, jedoch gelang ihm noch nicht der endgültige Durchbruch. Insgesamt bestritt Schlaudraff bis 31. Dezember 2004 zehn Partien für die „Fohlen“ .

Alemannia Aachen Bearbeiten

Im Januar 2005 wechselte der dreimalige U-21-Nationalspieler zunächst auf Leihbasis zum Zweitligisten Alemannia Aachen, für den er am 24. Januar (18. Spieltag) - bei der 0:1-Auswärtsniederlage gegen Eintracht Frankfurt - erstmals eingesetzt wurde. In den 17 Rückspielen kam er 15 Mal zum Einsatz; neunmal durch Ein- bzw. Auswechslungen. In der Saison 2005/06 entwickelte er sich zum Führungsspieler, kam auf 29 Spiele (11 Tore), wurde - jetzt vertraglich - an Alemannia Aachen gebunden und schaffte den Aufstieg in die Bundesliga. Nach 28 Spielen und acht erzielten Toren war er erfolgreichster Torschütze seines Vereins, konnte aber am Ende der Saison den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht verhindern. In der Rückserie, als sein Wechsel zum FC Bayern München zur kommenden Saison bereits feststand, war er mehrfach wegen disziplinarischer Verfehlungen beziehungsweise mangelnden Trainingseinsatzes oder für überheblich gehaltener Spielweise von Trainer Michael Frontzeck nicht berücksichtigt worden. Dennoch war seine Zeit im schwarz-gelben Dress seine bislang erfolgreichste. Er zeigte einige sehr beachtliche Spiele und Einzelaktionen, etwa sein Tor zum 4:2-Sieg auf dem Tivoli am 20. Dezember 2006 im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München.

FC Bayern München Bearbeiten

Anfang 2007 verpflichtete ihn der FC Bayern für eine festgeschriebene Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro. Ein Angebot von Werder Bremen hatte er zuvor abgelehnt. Sein Einstand wurde durch eine Rückenverletzung erschwert, die eine Operation erforderlich machte. Für die erste Mannschaft bestritt er lediglich acht Bundesliga-, für die zweite Mannschaft fünf Regionalliga-Spiele, für die er am 4. November 2007 (14. Spieltag) beim 3:1-Sieg über SV Sandhausen sein einziges Tor erzielte. Da Schlaudraff sich nicht gegen Luca Toni, Miroslav Klose und Lukas Podolski durchzusetzen vermochte, verlief für ihn die Saison nicht besonders erfolgreich. Dennoch bekundeten verschiedene Bundesligavereine Interesse an seiner Verpflichtung. Hannover 96 verpflichtete Schlaudraff, der Bayern auf eigenen Wunsch verlassen wollte, für eine Ablösesumme von geschätzten 2,5 Millionen Euro.[1]

Hannover 96 Bearbeiten

Am 22. April 2008 unterzeichnete Schlaudraff einen bis 2012 datierten Vertrag bei Hannover 96, der zur Saison 2008/09 in Kraft trat. Sein erstes Pflichtspiel absolvierte er am 9. August 2008 im DFB-Pokal gegen den Halleschen FC, wo er das 1:0 zum 5:0-Sieg der Hannoveraner beisteuerte. In der Liga musste er bis zum 4. Spieltag warten, ehe er traf. Beim 5:1-Heimsieg über Borussia Mönchengladbach schoss Schlaudraff zwei Tore. Insgesamt erzielte er in seinem ersten Jahr 7 Tore in 32 Partien. In der Saison 2009/10 kam er lediglich in zehn Spielen für die erste und in zwei Spielen für die zweite Mannschaft zum Einsatz. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 legte ihm Trainer Mirko Slomka nahe, sich einen anderen Verein anzuschließen. Bis zum Ende der Transferperiode wechselte er jedoch nicht und ließ verlauten, dass er seinen Vertrag erfüllen wolle. 96-Präsident Martin Kind kündigte daraufhin an, dass Schlaudraff kein Spiel mehr für Hannover 96 absolvieren werde.[2] Doch am 8. Spieltag wurde Schlaudraff gegen seinen Ex-Klub Bayern München in der 78. Minute für Moritz Stoppelkamp eingewechselt.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Am 21. August 2002 gab Schlaudraff sein Debüt in der U-20-Nationalmannschaft; das Spiel in der Schweiz ging mit 1:3 verloren. Es folgten Spiele gegen die Slowakei (am 18. September; 2:2), England (am 3. Oktober; 1:2) und 2003 wiederum England (am 6. Februar; 1:2), Italien (am 19. März; 3:4) und zuletzt gegen Spanien (am 23. April; 0:2). Für die U-21-Nationalmannschaft wurde er 2004 dreimal berufen, wobei er sein Debüt am 17. August in Celle beim 2:0-Sieg über Litauen gab. Es folgte am 7. September in Dessau das 5:3 über Serbien und Montenegro und am 12. Oktober in Düsseldorf das 2:0 über Österreich. Nach guten Leistungen zu Beginn der Saison 2006/07 wurde Schlaudraff am 29. September 2006 von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft für das Test-Länderspiel gegen Georgien und das Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2008 gegen die Slowakei berufen. Bereits im Spiel gegen Georgien am 7. Oktober 2006 durfte er seinen Einstand im Nationaltrikot geben, als er in der 76. Minute für den damaligen Wolfsburger Mike Hanke eingewechselt wurde.

Erfolge Bearbeiten

Auszeichnungen Bearbeiten

Im September 2006 wurde Schlaudraff zum Fußballer des Monats gewählt. Außerdem wurde sein am 18. November 2006 erzieltes Tor zum 2:1 im Spiel Aachen gegen Bremen, als er erst drei Bremer Verteidiger ausspielte und anschließend den Ball von Höhe der Strafraumgrenze über den Torwart lupfte, als Tor des Monats[3] November 2006 ausgezeichnet.

Sonstiges Bearbeiten

  • Schlaudraff nahm 2007 zusammen mit dem Sänger und Liedermacher Reinhard Mey die Ballade „Drei Jahre und ein Tag“ auf, welche auf dessen Album Bunter Hund zu hören ist.
  • Schlaudraff ist auf dem Cover der deutschen Version des Videospiels Pro Evolution Soccer 2008 neben Cristiano Ronaldo abgebildet.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. kicker online: Schlaudraffs Abschied naht, 14. April 2008.
  2. sport1.de: Schlaudraff nie mehr für 96 (3. September 2010)
  3. Tor des Monats November 2006

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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