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Jakob Balcerak (* 1. August 1979 in Breslau) ist ein deutscher Schachspieler.

Leben Bearbeiten

Im Jahre 1988 bekam die Familie Balcerak eine Ausreisegenehmigung aus Polen, um Verwandtschaft in London zu besuchen. Auf dem Weg dorthin wurde die Reise in Paderborn unterbrochen – so gelang ihnen die Ausreise nach Deutschland.

Schach lernte Balcerak im Alter von 11 Jahren in der Schulschach-AG des Cusanus-Gymnasiums in Koblenz. Diese wurde von Professor Dr. Manfred Müller geleitet. Zwar fand sie nur ein Mal wöchentlich statt, jedoch machte Balcerak schnelle Fortschritte.

Auch die Geschwister sind im Schachsport erfolgreich. Seine ältere Schwester Magdalena (* 1978) hat für den TSV Schott Mainz in der 2. Frauenbundesliga gespielt und sein jüngerer Bruder Philipp (* 1985, Elo 2312 im September 2009) hat schon einen Einsatz in der Schachbundesliga gehabt.

Schachliche Erfolge Bearbeiten

Er ist mehrfacher rheinland-pfälzischer Jugendmeister: U15 (1994), U17 (1996) und U20 (1997). Bei deutschen Meisterschaften belegte er 1994 bei der U15-Meisterschaft hinter Jan Gustafsson den zweiten Platz.[1]

1996 wurde er in den D/C-Kader der deutschen Nationalmannschaft aufgenommen. Bei der Jugendeuropameisterschaft 2000 im griechischen Kallithea (Chalkidiki) fungierte er als Jugendtrainer für den Deutschen Schachbund.

Seit dem Jahr 2000 trägt er den Titel Internationaler Meister.[2] Die Normen hierfür erreichte er 1999 in Münster (Westfalen) beim 5. Münsterland Masters sowie 2000 beim Bieler Schachfestival und in Polanica-Zdrój. Seine aktuelle Elo-Zahl (Stand: Mai 2010) beträgt 2421. Seine höchste Elo-Zahl hatte er mit 2431 von Januar bis Juni 2001.

Vereine Bearbeiten

Balcerak-Dautov 2000 Porz

Rustem Dautov und Jakob Balcerak, Schachbundesliga im Oktober 2000[3]

Von 1991 bis 1994 spielte er beim SC Koblenz, wechselte dann für drei Jahre bis 1997 zum SV 03/25 Koblenz. Ab 1998 spielte er beim TSV Schott Mainz, in der Saison 2000/01 sogar in der Schachbundesliga am ersten Brett. Für eine Saison wechselte er zum SC Remagen. Ab 2002 spielte er für die SG Porz, aber der Saison 2009/10 erneut für Schott Mainz. Im französischen Ligabetrieb spielte er mehrere Jahre in der 2. Liga für den elsässischen Verein Saverne, zuletzt im Jahre 2002.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Deutsche Schachjugend - Deutsche U15-Meisterschaft in Bad Bevensen 1994
  2. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 114
  3. Deutsche Schachbundesliga 2000/01: Runden 1 und 2 am 14./15. Oktober 2000 in Porz


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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