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Juergen Heun 1988

Jürgen Heun 1988

Jürgen Heun (* 26. Mai 1958 in Günthersleben) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Erfurter Fußballspieler Bearbeiten

Jürgen Heun begann organisiert in der Betriebssportgemeinschaft Traktor in seinem Heimatort Günthersleben Fußball zu spielen, ehe er 1968 nach Erfurt ging. Beim FC Rot-Weiß Erfurt wurde Heun zu einem der erfolgreichsten Torjäger der DDR-Oberliga und zum Fußballnationalspieler der DDR.

Bis zur Auflösung der DDR-Oberliga bzw. NOFV-Oberliga in der Spielzeit 1990/91 erzielte Kimme, so sein Spitzname, in 341 Oberligaspielen für die Rot-Weißen 114 Tore. Mit dem dritten Platz in der Saison 1990/91 erreichten die Blumenstädter sowohl die direkte Qualifikation für die 2. Bundesliga im (wieder-)vereinigten Spielsystem als auch die Teilnahme am UEFA-Pokal.

Das Europapokalabenteuer des Thüringer Zweitligisten in der Saison 1991/92 dauerte zwei Runden (Heun absolvierte dabei vier Partien ohne Treffer). Nach dem Weiterkommen gegen den FC Groningen (1:0 in Groningen und 1:0 in Erfurt) in Runde 1 scheiterten die Erfurter am späteren Sieger des Wettbewerbs Ajax Amsterdam (1:2 in Erfurt und 0:3 in Düsseldorf).

Die Spielzeit 1991/92 in der nun gesamtdeutschen 2. Bundesliga lief für das Team aus dem Steigerwaldstadion enttäuschend. In der Süd-Staffel belegten die Spieler um den inzwischen 33-jährigen Jürgen Heun, der in 29 Zweitligaspielen 7 Tore erzielte, den letzten Platz und mussten den Weg in die Drittklassigkeit antreten.

In der Saison 1992/93 nahm Jürgen Heun nach 25 Jahren als Spieler Abschied vom FC Rot-Weiß Erfurt. Mit den 30 Spielen und 10 Toren aus dieser Spielzeit steigerte Kimme Heun die Zahl seiner Ligaeinsätze für die Blumenstädter auf exakt 400 und die seiner Tore auf 131. Beide Werte bedeuten für den FC Rot-Weiß Erfurt Vereinsrekord. Im Sommer 1993 wechselt er zum SV Landau, um dort seine sportliche Laufbahn als Spielertrainer ausklingen zu lassen.

Im Jahr 2000 wurde Jürgen Heun zum Erfurter Fußballer des Jahrhunderts gewählt. Er gewann die Abstimmung mit deutlichem Vorsprung vor Helmut Nordhaus und Wolfgang Benkert.

Auswahlstürmer Bearbeiten

Die Torgefährlichkeit und Schussstärke des Stürmers blieb auch den Auswahltrainern des Deutschen Fußball-Verbands nicht verborgen. Heun absolvierte Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre sieben Spiele in der Olympiaauswahl der DDR, in denen er ein Tor erzielte. Bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau war Heun jedoch nicht dabei.

Sein Debüt für die A-Nationalelf der DDR gab der Spieler vom FC Rot-Weiß Erfurt am 7. Mai 1980 in Rostock. In einem offiziell als A-Länderspiel geführten Match spielte die sich auf das Turnier in Moskau vorbereitende Olympiamannschaft der DDR gegen die Sowjetunion im Ostseestadion 2:2. Fast genau ein Jahr später erzielte Kimme Heun seinen einzigen Doppelpack in der DDR-Auswahl, als die Elf des wenig später beurlaubten Georg Buschner in Senftenberg am 19. Mai 1981 Kuba 5:0 besiegte. Insgesamt traf er für die DDR viermal ins gegnerische Tor. Zum 17. und letzten Mal lief Heun am 16. November 1985 für die DDR-Nationalelf auf. Im Ernst-Thälmann-Stadion von Karl-Marx-Stadt gewann das Team sein letztes Qualifikationsspiel für die 1986er WM in Mexiko mit 2:1 gegen Bulgarien. Als Dritter (10 Punkte) der Europa-Gruppe 4 musste die von Bernd Stange trainierte Auswahl jedoch Frankreich und Bulgarien (jeweils 11 Punkte) den Vortritt lassen.

Nach der Spielerlaufbahn Bearbeiten

Bis Juli 2006 war er Trainer in Erfurt, jedoch nicht beim FC Rot-Weiß. Heun coachte den FC Erfurt-Nord, der in der Saison 2005/06 in der Landesliga Thüringen (5. Spielklasse) spielte. Vorher trainierte er den Kindelbrücker SV 91. In der Saison 2003/2004 stieg er mit seiner Mannschaft souverän von der Bezirksliga in die Landesklasse auf. 2006 wechselte er zum SV Arnstadt-Rudisleben, dem heutigen SV 09 Arnstadt. In der Saison 2012/2013 trainierte er den FC Eisenach. Seit 1. November 2013 ist er Trainer bei der SpVgg. Siebleben 06 in Gotha.[1]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. SV Siebleben 06, abgerufen am 26. Dezember 2015


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