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Jörg Butt
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Jörg Butt im Jahre 2009
Personalia
Name Hans Jörg Butt
Geburtstag 28. Mai 1974
Geburtsort OldenburgDeutschland
Größe 191 cm
Position Torwart

2 Stand: 10. Juli 2010

Hans Jörg Butt (* 28. Mai 1974 in Oldenburg) ist ein deutscher Fußball-Torwart, der von 1997 bis 2007 für den Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga 324 Spiele bestritt und 26 Tore erzielte. Seit dem 1. Juli 2008 steht er beim FC Bayern München unter Vertrag. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2011.

Karriere Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

VfB Oldenburg Bearbeiten

Aus der Jugend des TSV Großenkneten hervorgegangen, wechselte Butt 1991 zum VfB Oldenburg, für den er 1993/94 in der Regionalliga Nord erstmals in der 1. Mannschaft zum Einsatz kam. 1996 schaffte er mit seinem Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga, in der er am 4. August (1. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den SV Meppen sein Debüt gab. Am 22. September (7. Spieltag) unterlag der VfB Oldenburg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:4 Toren; das einzige Tor für den VfB erzielte Jörg Butt. Zeitweise war beim VfB Oldenburg Butts Bruder Henning zweiter Torwart hinter Hans Jörg.[1]

Hamburger SV Bearbeiten

1997 wechselte er zum Hamburger SV in die Bundesliga. Er verdrängte dort Richard Golz und war in den nächsten vier Jahren Stammtorhüter. Seinen Bundesliga-Einstand feierte er am 3. August 1997 (1. Spieltag) beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach; sein erstes Bundesligator erzielte er am 12. September 1998 (4. Spieltag) per Foulelfmeter zum 1:0 gegen den VfL Wolfsburg – Endstand 1:1. In der Saison 1999/2000 war er einer der drei besten Torschützen des HSV: Er verwandelte neun Elfmeter.

Bayer 04 Leverkusen Bearbeiten

Von 2001 bis 2007 gehörte er dem Kader von Bayer 04 Leverkusen an. Vom 3. August 1997 bis 10. Februar 2007 verpasste Butt nur vier Ligaspiele; in der letzten Saison wurde er eben an diesem 10. Februar (21. Spieltag) – beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt – in der 28. Spielminute des Feldes verwiesen, für zwei Spiele gesperrt, durch René Adler ersetzt und von diesem schließlich verdrängt. Am 30. April 2007 kündigte Butt seinen bis 30. Juni 2009 laufenden Vertrag zum Ende der Saison 2006/07 vorzeitig.

Benfica Lissabon Bearbeiten

Trotz Angebote englischer und spanischer Vereine entschied sich Butt für den Champions League-Qualifikationsteilnehmer Benfica Lissabon, der am 16. Juli 2007 den Wechsel bekanntgab. Sein erstes Spiel für Benfica Lissabon absolvierte er am 28. Oktober 2007 gegen Marítimo Funchal. Er konnte sich jedoch nicht gegen Quim, einen Reservetorhüter der portugiesischen Nationalmannschaft, durchsetzen. Butts Vertrag wurde im Einvernehmen mit dem Verein aufgelöst.

FC Bayern München Bearbeiten

Ablösefrei engagierte ihn der FC Bayern München zur Saison 2008/09 als international erfahrenen Ersatztorwart. Unter Trainer Jürgen Klinsmann stieg Butt im April 2009 zum Stammtorhüter auf. Diese Position musste er am Beginn der Saison 2009/10 unter dem neuen Trainer Louis van Gaal zunächst an Michael Rensing abtreten, bis Unsicherheiten Rensings ihm ab dem 4. Spieltag den Vorzug des Stammtorhüters einräumten. Mit dem am 8. Dezember 2009 – beim 4:1-Auswärtssieg – im letzten Gruppenspiel der Champions League gegen Juventus Turin verwandelten Strafstoß ist er neben Jean-Marie Pfaff der einzige Torhüter der Bayern, dem überhaupt ein Tor gelang. Butt verlängerte im Februar 2010 seinen Vertrag beim FC Bayern München um ein Jahr und ist nun bis zum 30. Juni 2011 an den Verein gebunden. Anfang 2011 gab Trainer Louis van Gaal bekannt, Butt trotz ordentlicher Leistungen hinter Thomas Kraft zur Nummer 2 im Tor der Bayern zu machen.

Nationalmannschaft Bearbeiten

In der Nationalmannschaft debütierte Butt am 7. Juni 2000 beim Vorbereitungsspiel zur Europameisterschaft 2000 gegen Liechtenstein, als er beim 8:2-Sieg zur zweiten Halbzeit für Jens Lehmann eingewechselt wurde. Beim Turnier gehörte er als dritter Torhüter zum Kader. Auch bei seinen folgenden Einsätzen bestritt er nur eine Halbzeit. Beim 4:2-Sieg über die USA am 27. März 2002 wurde er für Frank Rost eingewechselt. Beim Weltmeisterschaft-Turnier im selben Jahr war er wiederum zweiter Ersatzmann und wurde mit der Mannschaft – ohne Einsatz – Zweiter der Weltmeisterschaft. Zu seinem dritten Länderspiel-Einsatz kam er am 1. Juni 2003 beim 4:1-Erfolg über Kanada. Er wurde zur zweiten Halbzeit abermals für Frank Rost eingewechselt. Nachdem René Adler, der für die Nationalmannschaft als Nummer 1 zur Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen sollte, sich kurz vor Saisonschluss 2009/10 verletzte und Nationaltrainer Joachim Löw absagen musste, wurde Butt am 6. Mai 2010 neben Tim Wiese und Manuel Neuer als einer von drei Torhütern für das WM-Team nominiert. Am 10. Juli 2010 bestritt er beim 3:2-Sieg gegen Uruguay im Spiel um Platz 3 sein einziges WM-Spiel, was gleichzeitig das erste Länderspiel war, in dem er über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand.

Erfolge Bearbeiten

National

International

  • Vize-Weltmeister: 2002 (ohne Einsatz)
  • Champions-League-Finalist: 2002 (Bayer 04 Leverkusen), 2010 (FC Bayern)

Auszeichnungen

Sonstiges Bearbeiten

Butt war sowohl beim Hamburger SV als auch bei Bayer 04 Leverkusen Elfmeterschütze und ist mit den 26 daraus resultierenden Treffern torgefährlichster Torwart der Bundesligageschichte. Außerdem war er in der Saison 1999/2000 mit neun Toren mit Roy Präger und Anthony Yeboah bester Torschütze des HSV. Mittlerweile verwandelte er auch für den FC Bayern München einen Elfmeter – in der Champions League gegen Juventus Turin. Auch für den HSV und Bayer Leverkusen traf Butt in der Champions League per Elfmeter gegen Turin. Er ist der einzige Torhüter, der in vier Spielklassen und in der Champions League Tore erzielte. Butt ist bis heute auch der einzige Torhüter, dem zwei Tore in einem Bundesligaspiel gelang. In den Saisons 1998/1999 (am 22.05.1999 Endstand 3:0) sowie 1999/2000 (am 21.08.1999 Endstand ebenfalls 3:0), traf Butt gegen Franz Wohlfahrt, den damaligen Torhüter des VFB Stuttgart, jeweils doppelt. In beiden Spielen erzielte Butt die Treffer zum 2:0 und zum 3:0. Außerdem gilt er als Elfmeterkiller. Mit 14 gehaltenen Strafstößen liegt er in der Rangliste aller Bundesligatorhüter auf Platz 5.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. www.welt.de: Wenn Butt ausfällt, stellt sich Uli Stein wieder ins Tor

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