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Isabell Werth

Isabell Werth 2004

Isabell Werth (* 21. Juli 1969 in Sevelen bei Issum) ist eine deutsche Dressurreiterin. Sie ist in den Einzelwettbewerben einfache Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin, fünffache Europameisterin und neunfache Deutsche Meisterin und damit eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen der modernen Turniergeschichte.

Leben

Nach der Schulzeit und dem Abitur am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg 1989 studierte sie Rechtswissenschaft und arbeitete als Rechtsanwältin. Von 2001 bis 2004 war sie für die Karstadt AG tätig. Seit 2004 betreibt sie einen eigenen Reitstall. Daneben vertreibt sie unter ihrem Namen eine Reitsport-Kollektion. Bis zur Olympiade in Sydney war ihr Spitzenpferd Gigolo FRH, der nach den Spielen 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen fiel ihr Spitzenpferd Warum nicht durch eine Verletzung aus. Trotzdem gewann sie auf ihrem Wallach Satchmo, der als „Wackelkandidat“ galt, Mannschaftsgold, wurde Weltmeisterin im Grand Prix Special und errang Bronze in der Kür.

Seit Januar 2006 engagiert sich Werth als Botschafterin für die Christoffel-Blindenmission.

Bei den Olympischen Spielen in Peking wurde Werth zusammen mit Nadine Capellmann und Heike Kemmer mit der Mannschaft Olympiasiegerin und holte im Einzel Silber hinter der Niederländerin Anky van Grunsven. Werth selbst gewann damit ihre vierte Einzelmedaille bei Olympia, insgesamt holte sie acht Medaillen.

Am 24. Juni 2009 wurde bekannt, dass ihr Wallach Whisper beim Pfingstturnier in Wiesbaden in der A-Probe positiv auf die verbotene Substanz Fluphenazin getestet worden ist. Sie wurde daher bis auf weiteres vom Weltverband FEI für alle Turniere gesperrt.[1]

Ihr Lebensgefährte ist der ehemalige Karstadt-Manager Wolfgang Urban. Am 5. Juli 2009 bestätigte sie, dass sie schwanger ist.[2]

Sportliche Erfolge

  • Olympische Spiele
    • Goldmedaille (Mannschaft): 1992, 1996, 2000 mit Gigolo FRH, 2008 mit Satchmo
    • Goldmedaille (Einzelbewerb): 1996 mit Gigolo FRH
    • Silbermedaille (Einzelbewerb): 1992, 2000 mit Gigolo FRH, 2008 mit Satchmo
  • Weltmeisterschaften
    • Goldmedaille (Mannschaft): 1994, 1998 mit Gigolo FRH, 2006 mit Satchmo
    • Goldmedaille (Einzelwettbewerb): 1994 (GP Special), 1998 mit Gigolo FRH, 2006 (GP Special) mit Satchmo
    • Bronzemedaille (Einzelwettbewerb): 2006 (GP Kür) mit Satchmo
  • Europameisterschaften
    • Goldmedaille (Mannschaft): 1989, 1991, 1993, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003
    • Goldmedaille (Einzelbewerb): 1991 (GP Special), 1993 (GP Special), 1995, 1997, 2007
    • Silbermedaille (Mannschaft): 2007
  • Deutsche Meisterschaften (Damen)
    • Goldmedaille: 1991, 1992, 1995, 1996, 1997, 1998, 2007 mit Satchmo, 2008 mit Warum nicht FRH
    • Silbermedaille: 1993, 2001, 2003, 2006
    • Bronzemedaille: 1990, 2000, 2002
Mit ihrem Sieg im Jahr 2008 war Isabell Werth die letzte deutsche Meisterin in der Damenkonkurenz. Im Jahr 2009 wurde die Trennung zwischen Damen und Herren bei der deutschen Meisterschaft im Dressurreiten abgeschafft und stattdessen durch getrennte Meisterschaften im Grand Prix Spécial und in der Grand Prix Kür ersetzt.[3]
  • Deutsche Meisterschaften (Grand Prix Spécial)
    • Goldmedaille: 2009 mit Warum nicht FRH
  • Deutsche Meisterschaften (Grand Prix Kür)
    • Silbermedaille: 2009 mit Warum nicht FRH

Weblinks

Literatur von und über Isabell Werth im Katalog der DDB

Einzelnachweise

  1. Süddeutsche.de vom 24. Juni 2009
  2. sueddeutsche.de vom 05. Juli 2009
  3. Pressemitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zur deutschen Meisterschaft Dressur -Grand Prix Spécial- vom 13. Juni 2009

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