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Bundesarchiv Bild 183-1986-0226-325, Bonn, Besuch Volkskammer-Delegation, Sindermann

Herbert Mies (l.) begrüßt Horst Sindermann 1986 in der Bonner Vertretung des DKP-Parteivorstandes. Rechts Hermann Gautier, stellvertretender Vorsitzender der DKP

Herbert Mies (* 23. Februar 1929 in Mannheim) ist ein deutscher Politiker. Er war von 1973 bis 1990 Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP).

Leben Bearbeiten

Herbert Mies studierte von 1947 bis 1949 an der Parteihochschule Karl Marx und von 1956 bis 1959 Sozial- und Verwaltungswissenschaft. Von 1961 bis 1963 absolvierte er eine Ausbildung als Schriftsetzer.

Von 1949 bis 1953 war er Mitglied des Zentralbüros und bis 1956 Vorsitzender der FDJ in Westdeutschland. Er war seit 1954 Mitglied des Zentralkomitees und seit 1963 Kandidat und Sekretär des Politbüros der KPD. 1954 gründete Klaus Rainer Röhl mit seiner Hilfe die Zeitschrift Studentenkurier, die 1957 in konkret aufging. 1969 wurde er stellvertretender Vorsitzender und von 1973 bis 1990 war Herbert Mies Vorsitzender der DKP. 1987 wurde er mit dem Internationalen Lenin-Friedenspreis ausgezeichnet.

Nachdem Herbert Mies 1990 als Parteivorsitzender zurückgetreten war, engagierte er sich ehrenamtlich bis 1997 als Vorsitzender des Mannheimer Gesprächskreises Geschichte und Politik und war ehrenamtlich Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Mannheim-Schönau.

Schriften Bearbeiten

  • Herbert Mies: Mit einem Ziel vor Augen. Vom Jung- zum Altkommunisten. Erinnerungen. edition ost, Berlin, ISBN 978-3-89793-179-4
  • Kurt Bachmann, Kurt Schacht, H. Mies: Kommunisten und Sozialdemokraten in der Bundesrepublik; 1971
  • Weg und Ziel der DKP; 1979
  • Wende nach rechts; 1983
  • Fremdbestimmt? Abhängigkeit und Unabhängigkeit der DKP; 1995; ISBN 3-931208-00-1
  • … im französischen Widerstand; 1997

Weblinks Bearbeiten

it:Herbert Mies pl:Herbert Mies

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