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Die Evangelische Stiftung Hephata versteht sich heute als Diakonieunternehmen und betont damit ihren Bezug zur christlichen Quelle ihres Tuns ebenso wie ihren ernsthaften Willen, Lebens- und Arbeitsverhältnisse mit und für Menschen mit Behinderung zeitgemäß zu gestalten.

Die Evangelische Stiftung Hephata engagiert sich derzeit an der Seite von mehr als 2.500 Menschen mit Behinderung in 17 Orten in Nordrhein-Westfalen an über 100 Adressen mit Angeboten zum Wohnen, mit Arbeitsangeboten, Bildung und Beratung. Gegründet 1859 als erste Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im ganzen damaligen Preußen hatte Hephata zu der Zeit eine Pionierrolle: Hephata kümmerte sich um Menschen, die damals als Strafe Gottes für die Familie angesehen und versteckt gehalten wurden. Mehr noch, der erste Leiter, Karl Barthold, unterrichtete die bis dahin als bildungsunfähig eingestuften Kinder und Jugendlichen und verfasste die erste „Fibel für Schwachbegabte“.

Auch heute ist Hephata wieder innovativ und gilt bundesweit als Modell, weil es seit 1998 konsequent die Dezentralisierung seiner traditionellen Komplexeinrichtungen betrieben hat und unter der Prämisse „die Zeit der Anstalten und Heime ist vorbei“ in NRW individuelle Wohnangebote für Menschen mit Behinderung in deren Heimatregion macht.

Hephata geht zurück auf ein aramäisches Wort und bedeutet Tue dich auf. Nach Mk. 7,34 sagte Jesus dieses Wort zu einem Mann, der taub und stumm war, um ihn zu heilen.


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