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Helmut Reinhold Zielinski (* 1944 in Paderborn; † 2010 in Peru) war ein deutscher Theologe, Professor für Moraltheologie und Ethik am Priesterseminar in Chosica, Peru, Lehrbeauftragter für ärztliche Ethik und Leiter der Klinikseelsorge an der Universität Düsseldorf sowie später Monsignore und Konventualkaplan a.h. als Diplomat des Souveränen Malteser Ritterordens in Lima, Peru. Er trug wesentlich zur Entstehung der Palliativmedizin und der Hospizbewegung in Deutschland bei.[1]

Leben Bearbeiten

Zielinski studierte 1966 Theologie in Köln und Bonn und spezialisierte sich auf Moraltheologie und Ethik. Nach der Priesterweihe ging er von 1970 bis 1975 als Doktorand nach Cambridge. Von 1975 bis 1983 war er Leiter der Klinikseelsorge und Lehrbeauftragter für ärztliche Ethik an die Universität Düsseldorf. Von 1983 bis 1989 forschte er an der Universität Köln und initiierte mit dem Chirurgen Heinz Pichlmaier und Mildred Scheel maßgeblich die Hospizbewegung sowie die Schmerz- und Palliativtherapie in Deutschland. Die erste Palliativstation in Deutschland wurde 1983 in Köln nach Plänen von ihm, Heinz Pichlmaier und Ingeborg Jonen-Thielemann eingerichtet.

Zielinski bestätigte die Sterbephasen Kübler-Ross betonte aber stärker die Bedeutung der religiösen Bedürfnisse Sterbender und die Bedeutung von Gesprächen über den Sinn des Lebens und das Leben nach dem Tod.[2]

Danach ging er für den Rest seines Lebens als Seelsorger und Diplomat für den Souveränen Malteser Ritterorden nach Peru. Er wirkte dort als Priester in den Armenvierteln Limas, den Pueblos Jovenes, Ate Vitarte, Lima Ost und war Gesandter an der Botschaft des Ordens in Lima sowie Ökonom der Diozese Chosica. Außerdem lehrte er als Professor für Moraltheologie und Ethik am Priesterseminar in Chosica. Den Kontakt nach Deutschland hat er aber nie ganz verloren.

Mitgliedschaften Bearbeiten

Er war seit 1966 Mitglied der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Ripuaria Bonn, zu der er Zeit seines Lebens Kontakt hielt, und später Bandinhaber der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Burgundia (Leipzig) Düsseldorf. Er war Konventualkaplan a.h. des Souveränen Malteser Ritterordens.

Werke Bearbeiten

  • Wo Schmerzen ihre Schrecken verlieren: ein Modell der palliativen Therapie Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1988, ISBN 978-3-7867-1335-7.
  • Palliative Therapie und Hospizbewegung in der Bundesrepublik Deutschland Dadder, Saarbrücken-Scheidt 1993, ISBN 978-3-926406-75-0.
  • (als Herausgeber): Ist dir überhaupt klar, daß ich AIDS habe? Briefe eines HIV-Positiven. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1989

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Palliativmedizin: Quantensprung für die Versorgung Schwerstkranker auf aerzteblatt.de
  2. * Projektarbeit im 3. interprofessionellen Basislehrgang Palliative Care in Graz 2009/10: Leitfaden zur Betreuung sterbender Patienten im Krankenhaus auf caritasakademie.at, S. 7


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