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Heinz Gerhard Lehmann 1973

Heinz Lehmann beim Silvesterturnier 1973 der Organisationsgemeinschaft Berliner Schachvereine

Heinz Gerhard Lehmann (* 20. Oktober 1921 in Königsberg[1]; † 8. Juni 1995 in Berlin[2]) war ein deutscher Schachspieler mit dem Titel Internationaler Meister.

Privates Bearbeiten

Lehmann studierte Jura und promovierte in diesem Fach schon mit 21 Jahren an der juristischen Fakultät der Universität Königsberg. Er arbeitete als Regierungsdirektor in Berlin. 1995 starb er in seiner Berliner Wohnung an Herzversagen.

Schach Bearbeiten

Lehmann gewann 1956 die Berliner Meisterschaft.[3] Er spielte zunächst in den Berliner Vereinen Eckbauer und ab 1958 bei SK Zehlendorf. Später wurde er mit SG Solingen mehrmals Deutscher Mannschaftsmeister, zuletzt in der ersten Saison der eingleisigen Bundesliga 1981.[4] In den 1950er- und 1960er-Jahren war er vielfacher Nationalspieler. So beteiligte er sich an den Schacholympiaden 1958 in München und 1960 in Leipzig.[5] Viermal belegte er vordere Plätze bei einer deutschen Einzelmeisterschaft: Geteilter Vierter 1951 in Düsseldorf, geteilter Zweiter 1952 in Berlin, Dritter 1957 in Bad Neuenahr und Dritter 1959 in Nürnberg.

Er nahm auch an mehreren internationalen Turnieren teil, etwa 1964 in Havanna, wo er beim Capablanca-Gedenkturnier auf starke Meister traf. 1958 und 1975 gewann er Turniere auf Malta, Zweiter wurde er jeweils 1958 in San Benedetto und 1962 in Reggio Emilia. 1961 siegte er in Kiel und 1969 in Starý Smokovec.

Für seine Erfolge zeichnete ihn 1961 der Weltschachbund FIDE mit dem Titel Internationaler Meister aus.[6] 1992 erhielt er noch den Titel Ehren-Großmeister.

Lehmann war ein Sammler und bekannt als Literaturkenner. Seine Sammlung umfasste mehr als 2000 Schachbücher.

Veröffentlichungen Bearbeiten

Lehmann bearbeitete oder übersetzte einige Schachwerke, beispielsweise

  • Der Schachwettkampf Botwinnik/Smyslow um die Weltmeisterschaft im Jahre 1954 in Moskau, 1957, Botwinnik, deutsche Übersetzung von Heinz Lehmann
  • Theorie der Turmendspiele, 1959, Löwenfisch, Smyslow, deutsche Übersetzung von Heinz Lehmann
  • 34mal Schachlogik : Eine umfassende Darstellung moderner Eröffnungsgedanken, 1964, O'Kelly, deutsche Bearbeitung von Heinz Lehmann

Quellen Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Angabe in: Rochade Europa Nr. 1/2001, S.  102
  2. Rochade Europa, Nr. 7 Juli 1995, S. 58
  3. Berliner Meister auf der Webseite des Berliner Schachverbandes
  4. Die deutschen Mannschaftsmeister auf caissa.info
  5. Olimpbase.org (englisch)
  6. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 89


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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