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Heidi Zacher Freestyle skiing pictogram
Heidi Zacher bei der Olympia-Einkleidung Erding 2014 (Martin Rulsch) 02
Nation DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag 17. März 1988
Geburtsort Bad Tölz
Größe 167 cm
Gewicht 57 kg
Karriere
Disziplin Skicross
Verein SC Lenggries
Nationalkader seit 2008
Status aktiv
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 5. Januar 2009
 Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 6. (2010/11)
 Skicross-Weltcup 2. (2010/11)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skicross 4 1 5
letzte Änderung: 22. Dezember 2016

Heidi Zacher (* 17. März 1988 in Bad Tölz) ist eine deutsche Freestyle-Skierin. Sie ist auf die Disziplin Skicross spezialisiert.

Alpin Bearbeiten

Zacher begann ihre Karriere als alpine Skiläuferin im Januar 2004, als sie im Alter von 15 Jahren erstmals bei einem FIS-Rennen in Bischofswiesen an den Start ging. Es folgten weitere Teilnahmen an FIS-Rennen, bei denen sie jedoch vorerst meistens nicht die Top-20 erreichte. Die ersten Siege bei internationalen Wettkämpfen feierte sie Anfang Januar 2006, als sie zwei Juniorenslaloms für sich entscheiden konnten. Damit sicherte sie sich zugleich den Titel als Bayerische Jugendmeisterin, der bei diesen Bewerben vergeben wurde.[1] Den nächsten Erfolg erreichte sie einen Monat darauf, als sie bei einem international besetzten Riesenslalom Zweite wurde.

Wenngleich Zacher weitere gute Ergebnisse bei Jugend- und Juniorenrennen verbuchte, gelang ihr nicht der internationale Durchbruch. Während andere Läuferinnen ihrer Generation ab 2006 oder 2007 regelmäßig im Europa- oder sogar im Weltcup starteten, kam die Lenggrieserin nicht über Starts bei niederklassigen FIS-Rennen hinaus. Im Februar und März 2007 zeigte Zacher erneut gute Leistungen, als sie deutsche Hochschulmeisterin wurde und kurz darauf bei den stark besetzten deutschen Meisterschaften im Riesenslalom den siebten Rang belegte. Erneut schlug sie dabei Athletinnen aus dem deutschen Europacupkader. Dennoch halfen ihr diese Resultate nicht zu einer Berufung in die DSV-Kader, sodass sie nach dem Saisonende 2006/07 keine weiteren Rennen mehr bestritt.

Skicross Bearbeiten

Nach anderthalb Jahren Pause kehrte Zacher im Herbst 2008 in den internationalen Sport zurück – nun als Freestyle-Skierin in der Disziplin Skicross. Auf die kurzfristige Entscheidung folgte im Dezember die erste Teilnahme am Europacup, die Zacher als Zweite hinter ihrer Teamkollegin Anna Wörner beendete. Da sie zugleich andere Skicrosserinnen aus dem Nationalkader wie Julia Manhard bezwungen hatte, wurde sie schon Anfang Januar 2009 zum ersten Mal für den Weltcup nominiert. Bereits beim dritten Wettkampf im französischen Flaine belegte sie den zehnten Rang und war damit beste Deutsche.[2] Mit weiteren Top-20-Ergebnissen im Weltcup etablierte sich Zacher im deutschen Team und wurde im Februar für die einen Monat später stattfindende Weltmeisterschaft nominiert. Diese Berufung erfolgte, obwohl sie wegen ihrer kurzfristigen Entscheidung im Herbst nicht einmal offiziell dem Nationalkader angehörte.[3] In Inawashiro knüpfte sie jedoch nicht an ihre Vorleistungen an, schied im Viertelfinale aus und belegte die 16. Position.

In der Saison 2009/10 qualifizierte sich Zacher mit zwei 14. Rängen bereits früh für die olympischen Wettbewerbe, die im Februar 2010 in Vancouver stattfanden. Die vom Deutschen Olympischen Sportbund ausgegebene allgemeine Olympianorm forderte eine Platzierungen unter den besten acht oder zwei Platzierungen unter den besten fünfzehn.[4]

Als Dritte des Rennens in Innichen am 19. Dezember 2010 stand Zacher erstmals auf dem Podest. Am 7. Januar 2011 verbuchte sie beim Wettbewerb in St. Johann ihren ersten Weltcupsieg vor der Norwegerin Hedda Berntsen und ihrer Mannschaftskollegin Anna Wörner.[5] Sie führte mehrere Wochen die Disziplinenwertung des Weltcups an, musste sich aber im zweitletzten Rennen von Anna Holmlund überholen lassen. Am 7. Januar 2012 brach sich Zacher in St. Johann bei einem Sturz im Finaldurchgang einen Unterschenkel und musste die Saison 2011/12 vorzeitig beenden.[6]

Erfolge Bearbeiten

Olympische Spiele Bearbeiten

Weltmeisterschaften Bearbeiten

Weltcup Bearbeiten

Datum Ort Land
7. Januar 2011 St. Johann in Tirol Österreich
19. Dezember 2015 Innichen Italien
21. Dezember 2016 Innichen Italien
22. Dezember 2016 Innichen Italien

Weitere Erfolge Bearbeiten

  • Europacup Saison 2008/09: 9. Skicross-Wertung
  • 2 Podestplätze im Europacup

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Bayerische Jugendmeisterschaft 2006
  2. Heidi Zacher Top 10 im Weltcup
  3. Heidi Zacher fährt zur Skicross-WM
  4. Heidi Zacher löst Olympia-Ticket
  5. Results St. Johann (Tirol) (englisch) FIS. 2011-01-07. Abgerufen im 2011-01-08.
  6. Zacher fällt mit Beinbruch bis Saisonende aus. Die Welt, 7. Januar 2012, abgerufen am 22. Januar 2012.


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