FANDOM


Hansi Schmidt 01

Hansi Schmidt, am 27. September 2008 bei der Aufnahme in das „VfL-All-Star-Team“

Hansi Schmidt, eigentlich Hans-Günter Schmidt, (* 24. September 1942 in Teremia Mare (dt. Marienfeld), Banat, Rumänien) ist ein ehemaliger Handballspieler und gilt als Erfinder des verzögerten Sprungwurfs.

Bei sieben der zwölf Meistertitel des VfL Gummersbach in der Bundesliga hat Hansi Schmidt als Torschütze und Spielmacher entscheidend zum Erfolg beigetragen. Insgesamt stand er zehnmal im Finale um die deutsche Meisterschaft. Von 1967 bis 1971 wurde Schmidt fünfmal hintereinander Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. Bei vier der insgesamt fünf Erfolge des VfL Gummersbach im Europapokal der Landesmeister war Schmidt maßgeblich beteiligt.

Schmidt setzte sich als 21-Jähriger in Deutschland während eines Turniers mit der rumänischen Juniorennationalmannschaft ab.[1] Der Sport erleichterte es ihm, in seiner neuen Heimat Fuß zu fassen. Er war mehr als ein Jahrzehnt lang der erfolgreichste Schütze beim VfL Gummersbach und in der deutschen Nationalmannschaft. Er gehörte zusammen mit dem Rückraumspieler Hans Moser, dem Torwart Michael Redl, dem Flügelspieler Josef Jakob und dem Kreisläufer Werner Stöckl zu den besten Spielern Rumäniens. Der ehemalige Bundestrainer Vlado Stenzel bezeichnete Hansi Schmidt und Hans Moser als die weltbesten Hallenhandballspieler der 1960er und 1970er Jahre.

1972 verzichtete er als Kapitän der Nationalmannschaft auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in München. Für seine Erfolge mit dem VfL Gummersbach wurde er am 27. September 2008 in das „VfL-All-Star-Team“ berufen.[2]

Hansi Schmidt ist Hauptschullehrer (pensioniert)[3], verheiratet und hat zwei Söhne sowie einen Enkel. Nach seiner Pensionierung ist er als Sportlehrer an der Gesamtschule Derschlag in Gummersbach tätig.

Karriere Bearbeiten

Erfolgsbilanz Bearbeiten

  • 1959 rumänischer Juniorenhallenlandesmeister
  • 1963 rumänischer Hallenmeister mit Steaua Bukarest
  • 1966, 1967, 1969, 1973 bis 1976 siebenmal deutscher Hallenmeister mit dem VfL Gummersbach
  • 1967, 1970, 1971 und 1974 viermal Europapokalsieger der Landesmeister mit dem VfL Gummersbach
  • 1967 bis 1971 fünfmal in Folge Bundesliga-Torschützenkönig
  • 173 Bundesligaeinsätze mit 1066 geworfenen Toren
  • 338 Tore in 53 Europacupspielen[3]
  • 18 Länderspiele für Rumänien
  • 98 Länderspiele für Deutschland, in denen er 484 Tore erzielte
  • 3 Berufungen in die Weltauswahl

Auszeichnungen Bearbeiten

  • Silbernes Lorbeerblatt
  • Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Kleine Goldene Stadtmedaille der Stadt Gummersbach, in Würdigung seiner herausragenden sportlichen Leistungen (11. Oktober 2006)

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.hausderheimat-nuernberg.de/archiv_2_2006.html
  2. "Nur mit einer überragenden Abwehr hat man gegen Kiel eine Chance" In: Oberberg Aktuell Ausgabe vom 26. September 2008
  3. 3,0 3,1 3,2 Handballwoche 43/2007, vom 23. Oktober 2007

Literatur Bearbeiten

  • Johann Steiner, Hansi Schmidt. Weltklasse auf der Königsposition. Biographie eines Handballers, Verlag Gilde & Köster, Troisdorf 2005, ISBN 3-00-016717-X.
  • Johann Steiner, Handball-Geschichte(n). Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben ebnen Rumänien den Weg zu sieben Weltmeistertiteln, ADZ-Verlag, Bukarest 2003, ISBN 973-8384-12-5''

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.