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Bundesarchiv Bild 183-C0531-0002-001, Heinz-Günter Winkler mit Pferd "Fidelitas"

Hans Günter Winkler mit Fidelitas, Olympia-Ausscheidungskämpfe im Rad- und Reitstadion Berlin-Weißensee, 31. Mai 1964

Hans Günter Winkler (* 24. Juli 1926 in Barmen (heute Ortsteil von Wuppertal)) ist ein deutscher Springreiter. Er galt in den 1950er und 1960er Jahren als einer der populärsten deutschen Sportler.

Leben Bearbeiten

Winkler wurde 1954 und 1955 Weltmeister und war damit einer der Favoriten für die Olympischen Spiele 1956. Mit einem legendären Ritt gewann er dort seine erste Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Winkler zog sich im ersten Durchgang der Mannschafts- und Einzelentscheidung beim dreizehnten Hindernis einen Muskelriss zu und konnte sich nur noch mühsam im Sattel halten. Sein Pferd Halla trug ihn über die Hindernisse bis ins Ziel. Nach einer Behandlung des Mannschaftsarztes, der zunächst nur einen Leistenbruch diagnostiziert hatte, saß Winkler für den zweiten Durchgang wieder im Sattel, hatte jedoch kaum die Möglichkeit sein Pferd zu korrigieren. Unter großen Schmerzen gewann er dennoch mit ihm die Goldmedaille für die Mannschaft sowie in der Einzelwertung. Sein Pferd wurde seitdem die Wunderstute Halla genannt.

Winkler gewann zwischen 1956 und 1976 fünf Goldmedaillen im Springreiten (neben der Einzelmedaille vier mit der deutschen Mannschaft) und eine Silbermedaille, was ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Olympioniken machte. Er wurde 1955 und 1956 zum Sportler des Jahres gewählt und außerdem zum Sportler der 1950er und 1960er Jahre. 1986 verabschiedete sich Winkler vom aktiven Reitsport bei der Springreiterweltmeisterschaft in Aachen. Seit den 50er Jahren veröffentlichte Winkler zahlreiche Bücher über den Reitsport und gründete 1991 die HGW-Marketinggesellschaft, die Reitturniere organisiert.

Hans Günter Winkler erhielt außerdem das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern sowie den Medienpreis Bambi und 2002 die Auszeichnung als weltbester Springreiter bei Olympischen Spielen.

Hans Günter Winkler ist Mitglied des Ehrenkomitees der Spanischen Hofreitschule.

Von 1957 bis 1960 war er mit der Springreiterin Inge Fellgiebel (Tochter des Hippologen Hans Fellgiebel, spätere Ehefrau von George Theodorescu und Mutter von Monica Theodorescu) verheiratet.

Erfolge Bearbeiten

  • Weltmeisterschaft
    • 1954 in Madrid: Goldmedaille Einzel auf Halla
    • 1955 in Aachen: Goldmedaille Einzel auf Orient
  • Europameisterschaft
    • 1957 in Rotterdam: Goldmedaille Einzel auf Sonnenglanz
    • 1958 in Aachen: Bronzemedaille Einzel auf Halla
    • 1961 in Aachen: Bronzemedaille Einzel auf Romanus
    • 1962 in London: Silbermedaille Einzel auf Romanus
    • 1969 in Hickstead: Bronzemedaille Einzel auf Enigk
  • Deutsche Meisterschaften
    • Deutscher Meister 1959 auf Halla
  • Deutsches Championat
    • Sieger 1952, 1953, 1954, 1955

Werke Bearbeiten

  •  Halla, meine Pferde und ich!. FN-Verlag, Warendorf Juli 2007.
  •  Springreiten. Dt. Bücherbund, München 1980.

Literatur Bearbeiten

  •  Dieter Ludwig: Hans Günter Winkler. FN-Verlag, Warendorf 1983, ISBN 3-88542-025-2.
  •  Eckhard F. Schröter: Das Glück dieser Erde. Leben und Karriere deutscher Springreiter. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt a. M. 1980, ISBN 3-596-23019-5.

Weblinks Bearbeiten

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