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Hamburger Sportbund
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Gründungsort Hamburg
Präsident Dr. Jürgen Mantell[1]
Vereine (ca.) 817
Mitglieder (ca.) 578.672
Homepage http://www.hamburger-sportbund.de/

Der Hamburger Sportbund (HSB) ist die Spitzenorganisation des organisierten Sports in Hamburg und einer der 16 Landessportbünde im Deutschen Sportbundes (DSB).

Er vertritt 578.672 Einzelmitglieder in 817 Vereinen (Stand: 2015[1]) und ist damit der größte Dachverband der Hansestadt.

GeschichteBearbeiten

Mit der Zulassung des organisierten Sports durch die britische Besatzungsmacht kurz nach Kriegsende 1945 entstand bei den Vereinen der Wunsch, einen von den Behörden unabhängigen Dachverband zu bilden, um a) einen organisatorischen Rahmen zu schaffen und b) ein Organ zu haben, das die Interessen des Sports gegenüber Stadt und Besatzungsmacht vertreten konnte. Bis Ende 1945 hatten sich 216 Vereine der Stadt dem Hamburger Verband für Leibesübungen angeschlossen. Zum 1. Juni 1948 benannte sich der Verband in Hamburger Sport-Bund um. Noch im selben Jahr erhielt er gemeinsam mit dem Hamburger Fußball-Verband die Konzession für den Fußball-Toto. Dieser ist bis heute eine der Haupteinnahmequellen von HSB und HFV.


Haus des sports.poupou

Haus des Sports

1952 bezog der HSB mit dem Haus des Sports im Stadtteil Eimsbüttel erstmals ein eigenes Gebäude. Noch heute sind dort die Räumlichkeiten des Sportbundes und vieler Fachverbände untergebracht. Fünf Jahre später wurde die Sportschule Sachsenwald in Betrieb genommen.

Seit 1987 gehören neben den Fachverbänden und den Sportvereinen auch die Organisationen des Betriebssports und des Hochschulsports zum Hamburger Sportbund. Im Rahmen der Umorganisierung des Berufsschulsports schloss der HSB 1997 einen Vertrag mit der Stadt, nach dem alle Berufsschüler einen Gutschein von der Schulbehörde erhielten, den sie in den Sportvereinen einlösen konnten.

Präsidenten Bearbeiten

Günter Ploß

Günter Ploß, Oktober 2016

Finanzierung Bearbeiten

Lange Zeit wurde der gemeinnützige Sport über einen festen Prozentsatz aus den staatlichen Lotterieeinnahmen finanziert. Nach deren Rückgang verhandelten die Stadt Hamburg und der HSB wegweisend für den organisierten Sport in ganz Deutschland folgenden Sportfördervertrag, der eine verlässlichere Finanzierungsbasis darstellt. Im Februar 2009 einigten sich der HSB, Hamburger Fußballverband und die Stadt auf einen Nachfolgevertrag. Mit diesem wurde ein überaus positives Ergebnis für den Hamburger Sport erreicht. Der dem HSB im Jahr 2006 auferlegte Konsolidierungsbeitrag (s.u.) wurde um 850.000 Euro gekürzt und die Mittel für die Sanierung vereinseigener und städtischer Sportplätze und -hallen stark erhöht. Für die Bereiche Leistungssport- und Integrationsförderung konnten die bisherigen zweckgebundenen Mittel aufrechterhalten werden. Die Verhandlungen zum Sportfördervertrag im Frühjahr 2010 brachten eine Konsolidierung des Verhandlungsergebnisses des Sportfördervertrags 2009/2010. Die HSB-Mitgliederversammlung hat im Juni 2010 dem Verhandlungsergebnis zugestimmt.

Für die Jahre 2015/2016 wurde mit der Stadt Hamburg ein Sportfördervertrag geschlossen. In diesen Jahren erhält der HSB pro Jahr 10,92 Millionen Euro von der Stadt, das sind netto 430.000 Euro zusätzlich, 100.000 Euro davon für den Leistungssport, 330.000 Euro für die Fachverbände und für Übungsleiterzuschüsse. Darüber hinaus kassiert der Hamburger Fußballverband 1,3 Millionen Euro von der Stadt, 20.000 Euro mehr als zuletzt.[2]

Einrichtungen Bearbeiten

Seit 1957 betreibt der HSB die Sportschule Sachsenwald in Wentorf, die allerdings Ende 2006 aus Kostengründen geschlossen wurde. Die Hamburger Sportjugend betreibt die Ferienanlage Schönhagen in Brodersby an der Ostsee.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 http://temp.hamburger-sportbund.de/aktuelles/pressemitteilungen.php5?newsid=1846
  2. 2,0 2,1 http://www.abendblatt.de/sport/article129569653/Juergen-Mantell-ist-der-neue-Boss-des-Hamburger-Sportbundes.html Abgerufen am 23. Januar 2016

Weblinks Bearbeiten


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