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Die Gesellschaft für Zukunftsmodelle und Systemkritik war ein Netzwerk von gesellschaftlichen Multiplikatoren, deren Tätigkeitsfelder zukunftsrelevante Themen berührten. Die GZS sah sich dabei der von Ossip K. Flechtheim begründeten kritischen Futurologie verpflichtet. Der gemeinnützige Verein wurde durch die ehrenamtlichen Aktivitäten seiner Mitglieder getragen.

Geschichte Bearbeiten

Die GZS wurde am 26. März 1977 als älteste Institution der Zukunftsforschung in Deutschland u.a. von Werner Mittelstaedt gegründet und nach über 30-jährigem Bestehen am 11. August 2007 aufgelöst. Am 10. April 2008 wurden die kompletten Akten und Dokumente der GZS (Überlieferung) dem Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG)/ Archiv der Stadt Gelsenkirchen übergeben. Ausgeliefert wurden 73 Aktenordner mit dem gesamten Schriftverkehr des Vereins sowie Dokumente, Bücher, Manuskripte und Zeitschriften. Das ISG/Archiv der Stadt Gelsenkirchen hat die GZS-Dokumente vollständig archiviert und in einem Findbuch dokumentiert.

Satzung und Ziele Bearbeiten

Der Verein förderte Wissenschaft und Forschung im Bereich der Zukunfts- und Friedensforschung. Er versuchte, auf Gefahren und Probleme der internationalen Gesellschaft hinzuweisen und war bestrebt, mit Methoden der Zukunftsforschung an alternativen Lebens- und Überlebenskonzeptionen mitzuarbeiten. Es sollte nach Alternativen geforscht werden mit dem Ziel, den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entscheidungsträgern Orientierungs- und Entscheidungshilfen zu liefern. Dafür versuchte die GZS, die interdisziplinäre, wissenschaftlich fundierte, Zukunfts- und Friedensforschung zu fördern. Ein weiterer, sehr wesentlicher Aspekt der GZS-Arbeit war das Zukunftswissen in breiten Bevölkerungskreisen zu fördern und Menschen zum aktiven Handeln zur Umgestaltung wünschenswerter Zukünfte zu ermutigen. Dafür kommunizierte sie mit WissenschaftlerInnen, wissenschaftlichen Institutionen und sozialen sowie wissenschaftlichen Netzwerken, die an der Gestaltung einer zukunftsfähigen, friedlichen und lebenswerten Weltgesellschaft arbeiten. Zudem nutzte die GZS das Alltagswissen der Menschen und baute Kontakte zu QuerdenkerInnen sowie Künstlerinnen auf, um daraus Ideen für eine lebenswerte Zukunft in die Diskussion zu bringen. Dieses wurde angestrebt durch die Herausgabe der Zeitschrift "Blickpunkt Zukunft", wissenschaftlichen Publikationen, die Durchführung von Veranstaltungen, Vorträgen und Umfragen.

Arbeitsthemen Bearbeiten

  • Förderung und Verbreitung zukunftsrelevanten Wissens als Grundlage zukunftsfähiger globaler Entwicklungen (nachhaltige Entwicklung).
  • Durchführung und Mitarbeit von Veranstaltungen und Publikationen im Bereich der Zukunfts- und Friedensforschung und Zukunfts- und Friedensarbeit.
  • Mitarbeit bei der Verbreitung „hoffnungsvoller Zukunftsbilder".
  • Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Organisationen der Zukunfts- und Friedensforschung, unterschiedlichsten Nichtregierungsorganisationen und mit Bürgerinnen und Bürgern.
  • Durchführung von Umfragen zu zukunftsrelevanten Themen.
  • Mit- und Ermutigungsarbeit beim Aufbau von Projekten in den Bereichen Zukunfts- und Friedensarbeit.
  • Dialog über Zukunftsthemen mit Bürgerinnen und Bürgern, Nichtregierungsorganisationen und mit Experten aus Wissenschaft, Technik, Politik, Kultur und Medien.
  • Regelmäßige Herausgabe der Zeitschrift Blickpunkt Zukunft seit 1981.
  • Herausgabe weiterer zukunftsrelevanter Publikationen.
  • Kostenlose Beratung für interessierte Personen (Literaturberatung, Kontaktvermittlung, Bereitstellung und Vermittlung von Zukunftswissen) und Vernetzungsarbeit

Weblinks Bearbeiten

Homepage der GZS
Homepage der Zeitschrift Blickpunkt Zukunft
Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen
GZS-Findbuch des Stadtarchivs Gelsenkirchen

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