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Georg Schwarzenbeck
Personalia
Name Hans-Georg Schwarzenbeck
Geburtstag 3. April 1948
Geburtsort MünchenDeutschland
Größe 183 cm
Position Vorstopper

Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck (* 3. April 1948 in München) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

Schwarzenbeck spielte bis zum 14. Lebensjahr bei den Sportfreunden München, bevor er 1962 in die Jugendabteilung des FC Bayern München wechselte und dort vier Jahre aktiv war. Zur Saison 1966/67 gehörte er dem Profi-Kader der Bayern an und debütierte am 8. Oktober 1966 (8. Spieltag) bei der 1:4-Niederlage bei Werder Bremen. Seinen ersten Treffer erzielte er als Vorstopper erst am 25. Oktober 1969 (10. Spieltag) zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen. Ab diesem Zeitpunkt gelang ihm - bis auf die letzten beiden Jahre - mindestens ein Tor in jeder Saison. Des Weiteren absolvierte er 52 DFB-Pokal-Spiele (7 Tore), 70 Europapokalspiele (2 Tore) und zwei Spiele um den Weltpokal. Schwarzenbeck spielte als Profi ausschließlich für den FC Bayern München und errang fünf Meisterschaften, drei nationale und fünf internationale Pokalsiege. Nach der Spielzeit 1980/81 (ohne Einsatz) beendete Schwarzenbeck seine Karriere im Alter von 32 Jahren in Folge eines am 15. November 1979 erlittenen Achillessehnenrisses; sein letztes Bundesligaspiel bestritt er am 18. August 1979 (2. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden "auf Schalke". Schwarzenbeck gewann zu seiner Zeit alle Titel, die ein Fußballer nur gewinnen konnte. Seine größte Tat gelang ihm am 15. Mai 1974: Im ersten Finale der "Königsklasse", das der FC Bayern München erreichte, erzwang er in der 120. Minute mit einem Verzweiflungsschuss aus etwa 25 Metern den 1:1-Ausgleich gegen Atlético Madrid und das Wiederholungsspiel, das sein Verein zwei Tage später mit 4:0 gewann.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Am 7. Mai 1969 debütierte Schwarzenbeck im Nationaltrikot: Mit der U-23-Nationalmannschaft erreichte er in Graz ein 2:2-Unentschieden gegen Österreich. Sein zweiter und letzter Einsatz für diese Auswahlmannschaft bestritt er am 24. April 1971 in Augsburg, beim 3:0-Sieg gegen die Türkei. Mit dem Spiel in der A-Nationalmannschaft am 12. Juni 1971 in Karlsruhe (2:0-Sieg über Albanien) begann seine A-Länderspiel-Karriere von 44 Einsätzen und endete am 22. Februar 1978 in München mit dem 2:1-Sieg über England. Seine größten Erfolge mit der Nationalmannschaft waren der Gewinn des Weltmeistertitels 1974, des Europameistertitels 1972 und der zweite Platz bei der Europameisterschaft 1976 in Jugoslawien.

Erfolge Bearbeiten

Sonstiges Bearbeiten

Schwarzenbecks Stil war einfach und schnörkellos. Vor allem der Kontrast zum eleganten Techniker Franz Beckenbauer, der sich auch in beider Persönlichkeit widerspiegelt, wurde immer wieder bemerkt und thematisiert (Der Putzer des Kaisers, Kaiser und Katsche). In dem Film Wehe, wenn Schwarzenbeck kommt von May Spils spielt Schwarzenbeck eine Nebenrolle. Wolf Wondratschek schrieb das Gedicht für Georg Schwarzenbeck.

Während der Europapokalspiele 1973 gegen Ajax Amsterdam wurde er von einem niederländischen Reporter als „half mens, half stier“ (halb Mensch, halb Stier) beschrieben.

Nach seiner Sportlerlaufbahn führte Schwarzenbeck einen Tabak- und Zeitschriften-Laden in München.[1]

Im Juni 2008 hatte Schwarzenbeck eine Gastrolle als Fußballtrainer in der bayerischen Daily Soap Dahoam is Dahoam.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Sport-Bild vom 18. Mai 1994, S.41


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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