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Günther Alexander Krüger (* 8. April 1922 IN Berlin–Lichtenberg; † 20. Januar 2011 in Luzern) war ein deutscher Reitlehrer, Bereiter und Lehrlingsausbildner.

Leben Bearbeiten

Mit 14 Jahren begann Krüger seine Ausbildung zum Bereiter im Turnierstall von Fritz Stecken im Tattersall Tiergarten, Berlin Charlottenburg, Gartenufer 2, u.a. zusammen mit Willi Schultheis und Bubi Günther. Er startete in Dressurprüfungen der Klasse L, M, S. In dieser Zeit bekam Krüger mit wie die deutschen Reiter für die Olympischen Spiele 1936 unter Felix Bürkner, Otto Lörke und Richard Wätjen trainierten. Anlässliche der Ausstellung „Sport und Mikrofon“ am Funkturm ritt Krüger zusammen mit Fritz Stecken das Pas de Deux.

Anschliessend an seine Ausbildung war er Reitlehrer im Kurhessischen Reit- und Fahrverein Kassel. Mit 20 wurde er zum Militär eingezogen und kam in die Heeres Reit- und Fahrschule Potsdam-Krampnitz. Zusammen mit Willi Schultheis wurde er dem Schulstall von Otto Lörke zugeteilt. 1944 ritt er u.a. zusammen mit Willi Schultheis, Walter (Bubi) Günther und Fritz Thiedemann in der Grossen Schulquadrille mit, die von Oberst a.D. Felix Bürkner und dem Wiener Kapellmeister Friedrich Witeschnik zusammengestellt worden war [1]. Die Krampnitz-Quadrille gelangte 1972 an den Olympischen Spielen in München noch einmal zur Aufführung.

Nach einem Einsatz an der Front floh Krüger 1945 zu Fritz Stecken nach Münster und arbeitete wieder mit seinem ehemaligen Lehrmeister zusammen. 1947 übernahm er den Turnierstall der englischen Besatzungstruppe in Minden Westfalen. Er heiratete Eva Maria Herzig, die bei der englischen Besatzungstruppe als Sekretärin arbeite. 1948 wurde die gemeinsame Tochter Maria Katharina geboren.

Mit 29 Jahren kam er in die Schweiz. Krüger hatte sich auf ein Inserat von Zürich’er Reitinstitut St. Jakob beworben. Er erhielt die Stelle als 1. Reitlehrer unter Kavallerie Major C. G. Kuhn. Nach dessen Tod 1952 führte er das Reitinstitut selbständig weiter bis zum Verkauf 1954 an M. Quillet. Bis 1955 blieb er Stellvertreter des neuen Besitzers und 1. Reitlehrer. Inzwischen hatte er das Schweizerische Reitlehrerdiplom 1953 erworben für die Teilnahme an öffentlichen Prüfungen in Dressur und Springen in den Klassen L, M, S.

Oscar von Gunten, ein Pferdeimporteur der Schweiz, und sein Bruder Paul holten Krüger in ihre Stallungen nach Faoug an den Murtensee als Bereiter ihrer Dressur- und Springpferde und zur Teilnahme an öffentlichen Concours.

Auf die Anfrage von Fredy Knie senior. beteiligte sich Krüger an der Eröffnung von Knie’ Reitschule und dem neuen Winterquartier (Arch. Wolfgang Behles) in Rapperswil am Zürichsee. Von 1956 – 1960 leitete er den Reitstall und half u.a. auch mit bei der Dressur und Einstudierung neuer Zirkusnummer. Seine Liebe zu Pferden und sein Einfühlungsvermögen in Ross und Reiter begeisterten Fredy Knie sen.

Nach einer kurzen Rückkehr nach Deutschland in den Mülheimer Reit- und Fahrverein am Uhlenhorst, Mülheim Ruhr, kehrte Krüger mit seiner Familie 1962 in die Schweiz zurück, zuerst nach Maienfeld in die Reitschule Falknis und 1964 nach Chur in die Reitschule St. Georg. In diesen Jahren begann er auswärtige Kunden zu unterrichten. 1966 – 1973 übernahm er das Reiterzentrum am Rotsee in Ebikon, Luzern, als Pächter und Reitlehrer. Er gehörte zu den ersten Lehrlingsausbildnern in der Schweiz und seine Lehrlinge zu den ersten erfolgreichen Absolventen der Eidgenössischen Bereiter Prüfung. Er begann an Dressurprüfungen zu richten.

1973 erhielten er und seine Frau das Chweizerische Bürgerrecht. Bis 2007 war er als selbständiger Reitlehrer, Bereiter und Richter von seinem Wohnort Udligenswil aus tätig.

QUELLEN Bearbeiten

Lars Herde: Ein guter Klang. Cavallo 7/2006, S. 50-53. cavallo.de

LiteraturBearbeiten

  • Felix Bürkner: Ein Reiterleben. 1957. Biografie einer aussergewöhnlichen Reiterkarriere. S. 281 ff.
  • Josef Neckermann: Im starken Trab. 1992. FN Verlag.
  1. (s. Felix Bürkner „Ein Reiterleben“, S. 281 ff, Die Schullquadrille)


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