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Bundesarchiv Bild 183-39825-0014, Havenstein

Günter Havenstein wird 1956 DDR-Meister im 10.000-Meter-Lauf

Günter Havenstein (* 14. Dezember 1928 in Kallin, Pommern) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet aus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), der 1960 an den Olympischen Spielen teilnahm.

Havenstein erreichte zwischen 1952 und 1962 Podiumsplatzierungen bei DDR-Meisterschaften, er gewann sechs Meistertitel auf vier verschiedenen Strecken. 1952 siegte Havenstein im Waldlauf und belegte den zweiten Platz im 5000-Meter-Lauf. 1954 gewann er sowohl den Waldlauf als auch über 5000 Meter. 1955 wiederholte er seinen Titelgewinn über 5000 Meter, 1956 siegte er im 10.000-Meter-Lauf. 1960 holte er dann auch die DDR-Meisterschaft im Marathonlauf, 1962 belegte er im 25-Kilometer-Lauf den zweiten Platz. 1960 konnte sich Havenstein zum einzigen Mal auch für die Gesamtdeutsche Mannschaft qualifizieren. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom erreichte er aber in 2:41:14 Stunden nur den 57. Platz.

1953 verbesserte der Läufer von Vorwärts Berlin den DDR-Rekord im 1500-Meter-Lauf auf 3:53,4 Minuten, wurde aber nach drei Tagen als Rekordler von Siegfried Herrmann abgelöst. Über 3000 Meter gelang ihm ebenfalls 1953 eine Verbesserung auf 8:29,2 Minuten, nach drei Wochen verbesserte Stefan Lüpfert diesen Rekord. 1956 lief Havenstein über 10.000 Meter mit 29:51,4 Minuten DDR-Rekord, erneut blieb er nur wenige Tage Rekordler, bis ihn diesmal Klaus Porbadnik ablöste.

Bei einer Körpergröße von 1,73 Meter betrug sein Wettkampfgewicht 62 Kilogramm. Havenstein war eigentlich Landwirt, diente aber während seiner Karriere als Offizier bei der NVA. Nach seiner Karriere arbeitete er als Sportlehrer.

Persönliche Bestleistungen Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft
  • Fritz Steinmetz und Manfred Grieser: Deutsche Rekorde. Entwicklung von 1898 bis 1991. Kassel 1992
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