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Fritz Bacmeister

Friedrich Bacmeister

Friedrich Bacmeister (* 4. August 1840 in Hannover; † 9. August 1886 in New York City) erwarb sich während seiner Studentenzeit von 1860 bis 1866 den Ruf, über 100 Schlägermensuren gefochten zu haben, eine selbst für die damalige Zeit exorbitant hohe Zahl, die ihn zu einem berühmten studentischen Fechter seiner Zeit machte.

LebenBearbeiten

BackmeistercaHeinroth

Kolorierte Lithographie einer Göttinger Mensur: Bacmeister (rechts) c/a. Heinroth (1862)

Friedrich Bacmeister, Spross der hannoverschen Linie der traditionsreichen Bacmeister-Familie, wurde am 4. August 1840 in Hannover als Sohn eines Hauptmanns in der Königlich Deutschen Legion geboren. Zu Ostern 1860 begann er sein Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität in Göttingen, wo er dem Corps Hildeso-Guestphalia beitrat. 1861 studierte er vorübergehend an der Universität Jena, trat dort dem Corps Thuringia bei und kehrte zum Sommersemester 1862 jedoch wieder nach Göttingen zurück. Zum Wintersemester 1863/64 wechselte Friedrich Bacmeister erneut die Universität in Richtung Würzburg, kehrte zum Wintersemester 1865/66 jedoch erneut nach Göttingen zurück, nachdem er sein Studienfach gewechselt hatte und sich nun in der Medizin versuchte. In dieser Zeit erwarb sich Bacmeister den Ruf, ein außerordentlich guter Fechter zu sein, der gleichermaßen gut mit dem rechten und dem linken Arm fechten konnte.

Bacmeister wird nachgesagt, er habe über 100 Schlägerpartien gefochten. Durch kriegsbedingte Zerstörungen in Jena und Würzburg lassen sich jedoch nur noch die Mensuren in Göttingen nachzeichnen. Nach neuesten Recherchen focht er in seiner Göttinger Zeit insg. 51 Schlägerpartien, ohne dass er einen Schmiss erhielt. Berücksichtigt man Zeiträume in Würzburg und Jena, so ist tatsächlich davon auszugehen, dass die Annahme, Bacmeister habe über 100 Partien gefochten, zutrifft.

Zu Ostern 1866 verließ Bacmeister die Universität Göttingen und ging nach Wien, wo er sich jedoch nicht an der dortigen Universität einschrieb, wohl aber dem akademischen Corps Saxonia Wien beitrat. Vielmehr verpflichtete er sich am 17. Juli 1866 für drei Jahre als Kadett im 49. niederösterreichischen InfanterieregimentHeinrich Freiherr von Hess“. Nach seiner Entlassung am 6. Oktober 1869 trat er 1870 in den preußischen Militärdienst ein und nahm als Unteroffizier am Krieg gegen Frankreich 1870/71 teil.

Friedrich Bacmeister verstarb am 9. August 1886, erst 46jährig, in New York City.


Literatur Bearbeiten

  • Frank Huss: Der Mann mit den 100 Mensuren. Fritz Bacmeister - Abenteurer und Corpsstudent, in: Studentenkurier. 3-4/2007, S. 22 f.
  • Frank Huss: Fritz Bacmeister - Corpsstudent und Abenteurer in: Einst und Jetzt Band 53 (2008), Neustadt an der Aisch, S. 365 - 371. ISBN 978-3-87707-717-7


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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