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Kampfrichter Fredy Albrecht für Wikipedia

Fredi Albrecht, Nürnberg 2006

Fredi Albrecht (* 23. Juni 1947 in Albrechts) ist ein ehemaliger deutscher Ringer und Kampfrichter.

Werdegang Bearbeiten

Fredi Albrecht wurde das Ringen gewissermaßen in die Wiege gelegt, war doch der mehrfache gesamtdeutsche Meister und vielfache DDR-Meister Herbert Albrecht sein Vater. Er begann deshalb schon früh mit dem Ringen und hatte bereits als Jugendlicher schöne Erfolge. Er rang dabei ausschließlich im griechisch-römischen Stil. Als sich seine große Veranlagung zeigte, wechselte er zum SC Motor Zella-Mehlis, wo Helmut Albrecht aus Viernau sein Trainer wurde. Außerdem besuchte er in Zella-Mehlis die Kinder- und Jugendsportschule. Der 1,89 m große Athlet startete zunächst in der Halbschwergewichtsklasse, wuchs aber bald in das Schwergewicht hinein. 1967 belegte er bei den DDR-Meisterschaften in der Halbschwergewichtsklasse den 3. Platz, das war nur drei Jahre, nachdem sein Vater Herbert 1964 letztmals DDR-Meister geworden war. Fredi Albrecht gelang auch eine gute internationale Karriere, er wurde Vizewelt- und Vizeeuropameister.

Nach dem Ende seiner Laufbahn als aktiver Ringer wurde Fredi Albrecht Kampfrichter und kam sechsmal bei Olympischen Spielen zum Einsatz.

Nach der politischen Wende 1989/90 zog Fredi Albrecht nach Veitshöchheim bei Würzburg, wo er noch heute lebt und arbeitet.

Internationale Erfolge als Sportler Bearbeiten

(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, GR = griech.-röm. Stil, Hs = Halbschwergewicht, S = Schwergewicht, damals bis 90 kg bzw. 100 kg Körpergewicht)

  • 1973, 2. Platz, "Mälar"-Cup in Västerås, GR, S, hinter Nicolae Martinescu u. vor Nilsson, Schweden;
  • 1974, 12. Platz, WM in Kattowitz, GR, S, mit Unentschieden gegen Lozanow und einer Niederlage gegen Skrzydlewski;
  • 1975, 2. Platz, EM in Ludwigshafen am Rhein, GR, S, mit Siegen über József Farkas, Ungarn, Skrzydlewski uö. Markku Virtanen, Finnland und einer Niederlage gegen Balboschin;
  • 1975, 2. Platz, WM in Minsk, GR, S, mit Siegen über Martinescu, Baram Moshtagi, Iran, Sven-Erik Studgsgaard, Dänemark, Skrzydlewski und József Farkas und einer Niederlage gegen Lozanow;
  • 1976, 7. Platz, OS in Montreal, GR, S, mit Sieg über Yosunari Akiyama, Japan und Niederlagen gegen Tore Hem und József Farkas;

DDR-Meisterschaften Bearbeiten

  • 1967, 3. Platz, GR, Hs, hinter Jürgen Klinge, SC Leipzig und Peter Wismer, SG Dynamo Luckenwalde,
  • 1968, 2. Platz, GR, Hs, hinter Klinge und vor P. Wismer,
  • 1969, 1. Platz, GR, S, vor Klinge und O. Wismer, Eisenach,
  • 1970, 1. Platz, GR, S, vor O. Wismer und Carl, Leipzig,
  • 1971, 1. Platz, GR, S, vor Klinge und Wolter, Rostock,
  • 1972, 2. Platz, GR, S, hinter Klinge und vor Bohndorf, Leipzig,
  • 1973, 1. Platz, GR, S, vor Vogelsang, Rostock und Irmscher, Zella-Mehlis,
  • 1974, 1. Platz, GR, S, vor Meißner, Luckenwalde und Vogelsang,
  • 1975, 1. Platz, GR, S, vor Vogelsang und Carl, Gelenau,
  • 1976, 1. Platz, GR, S, vor Püschel, Leipzig und Fleischhauer, Artern,
  • 1977, 1. Platz, GR, S, vor Holländer, Tambach-Dietharz und Püschel

Laufbahn und Einsätze als internationaler FILA-Kampfrichter Bearbeiten

  • 1984 Olympische Spiele in Los Angeles
  • 1988 Olympische Spiele in Seoul
  • 1992 Olympische Spiele in Barcelona
  • 1996 Olympische Spiele in Atlanta
  • 2000 Olympische Spiele in Sydney
  • 2004 Olympische Spiele in Athen

Quellen Bearbeiten

  • Div. Ausgaben der Fachzeitschriften "Athletik" von 1967 bis 1975 und "Der Ringer" von 1976 bis 1977,
  • Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976,
  • Hundert Jahre Ringen in Deutschland, Verlag Der Ringer, Niedernberg, 1991, Seiten 171 und 236

Weblinks Bearbeiten


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