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Franz Horn (* 26. August 1904 in Essen; † 29. September oder 3. Oktober 1963) war ein deutscher Fußballspieler.

Vereinskarriere Bearbeiten

Der torgefährliche Innenstürmer spielte bis 1926 für Schwarz-Weiß Essen, wo er früh zur Stammformation gehörte. Seine Blütezeit hatte er aber erst anschließend beim Hamburger SV, zu dem er gewechselt war, um auch überregional erfolgreich spielen zu können. Das gelang ihm spätestens 1928, als er im Altonaer Stadion im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft stand und zum 5:2-Sieg über Hertha BSC den Treffer zum 4:1 beitrug. Im Frühjahr 1930 gelangen ihm in einem Spiel um die norddeutsche Meisterschaft gegen Eintracht Braunschweig sogar sieben (nach anderer Quelle: fünf) Tore. Die ersten Jahre spielte er noch als Halbstürmer an der Seite der HSV-Legende „Tull“ Harder, später an dessen Stelle als Sturmspitze. Er war ein guter Techniker und Spiellenker, soll aber Zweikämpfen bevorzugt aus dem Weg gegangen sein. In seinen sechs Hamburger Jahren bestritt er 105 Meisterschaftsspiele und erzielte darin 121 Tore – eine „Traumquote“ von 1,15 Treffern pro Spiel, auch wenn man bedenken muss, dass sein HSV in Hamburg und Norddeutschland nahezu konkurrenzlos war und lediglich 1929/30 nicht die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreichte. In diesen Endrunden brachte er es auf elf Spiele und sieben Torerfolge.

Aufgrund einer schweren Knieverletzung kehrte Franz Horn 1932 zu Schwarz-Weiß Essen zurück, den der Wein- und Spirituosenhändler nach Abschluss seiner Karriere (1935) mit Rat und Geld unterstützte.

Auswahlspieler Bearbeiten

Zwischen September 1928 und Oktober 1929 absolvierte er drei Länderspiele für die deutsche Nationalelf, wobei sein Team alle drei Begegnungen gewann: 2:1 gegen Dänemark, 4:0 gegen Finnland und 3:0 gegen Schweden. In diesem Kreis gelang ihm allerdings kein Treffer und er spielte deutlich gehemmter als im Klubdress. 1928 fuhr er auch zum olympischen Fußballturnier in Amsterdam, wurde dort aber noch nicht eingesetzt.

Mit der Norddeutschen Auswahl, in die er in zwölf Begegnungen – Pokal- und Freundschaftsspiele zusammengenommen – berufen wurde, stand er dreimal (nach Jankowski et al. nur zweimal) im Endspiel um den Bundespokal; 1930 gewann Norddeutschland diesen Cup (2:0 gegen Brandenburg), und Franz Horn erzielte eines der beiden Tore. Er kam zwischen 1928 und 1931 auch zu sieben Einsätzen (drei Treffer) in der Hamburger Auswahl. Bereits in jungen Jahren war er auch mehrfach in die Westdeutsche Auswahl berufen worden.

Erfolge Bearbeiten

  • Deutscher Meister: 1928
  • Bundespokalsieger mit Norddeutschland: 1930
  • Norddeutscher Meister: 1928, 1929, 1931, 1932
  • Olympiateilnehmer 1928 (ohne Einsatz)

Literatur Bearbeiten

  • Bernd Jankowski, Harald Pistorius und Jens R. Prüß: Fußball im Norden. 100 Jahre Norddeutscher Fußball-Verband. Eigenverlag, Peine 2005, ISBN 3-89784-270-X
  • Lorenz Knieriem und Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890-1963. AGON, Kassel o. J. (2006), ISBN 3-89784-148-7
  • Andreas Meyer, Volker Stahl und Uwe Wetzner: Fußball-Lexikon Hamburg. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 3-89533-477-4
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