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Franz Engstler
Franz Engstler 2009 WTCC Race of Japan
Nation: DeutschlandFlag of Germany
DTM
Erstes Rennen: Hockenheimring 1989
Teams (Hersteller)
1989 Linder · 1990 Bigazzi (BMW) · 1991 Irmscher (Opel) · 1992 Vogelsang Valier (BMW) · 1993 Schübel · 1994 Engstler (Alfa Romeo)
Statistik
Starts Siege Poles SR
73 - -
Podestplätze: -
Gesamtsiege: -
Punkte: 27

Franz Engstler (* 25. Juli 1961 in Kempten) ist ein deutscher Rennfahrer und Teamchef von Engstler Motorsport. Er ist von Beruf Automobilkaufmann und betreibt ein Alfa-Romeo-Autohaus.

KarriereBearbeiten

Franz Engstler begann seine Motorsportkarriere 1982 bei Bergrennen und wurde 1983 Vizemeister der Europa-Bergmeisterschaft. In den folgenden beiden Jahren gewann er den Deutschen Langstrecken-Cup. Ab 1988 startete Engstler in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft und fuhr dort in der Klasse B. Nach der Vizemeisterschaft im ersten Jahr gelang ihm 1989 der Meistertitel der Klasse B. Ein Jahr darauf wurde er Vierter.

Bereits 1989 nahm Engstler erstmals an einem Lauf der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft teil. 1991 fuhr er einen Opel Omega für das Opel-Werksteam Irmscher. 1993 gewann er auf Alfa Romeo 155 die Meisterschaft der Klasse 2. Bis 1994 bestritt Engstler in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft 73 Rennen und sammelte 27 Meisterschaftspunkte.

Ab 1994 fuhr Engstler im neu gegründeten Super Tourenwagen Cup, in der er bis zu Einstellung der Rennserie 1999 antrat. Anfangs startete er auf einem BMW 318i, bevor er 1996 sein eigenes Team gründete und nun einen Alfa Romeo 155 fuhr. 1998 war er auf einem Opel Vectra, der von Irmscher eingesetzt wurde, unterwegs. Im folgenden Jahr fuhr er wieder einen Alfa Romeo 155 seines eigenen Teams. Allerdings kam Engstler nie über Mittelfeldplatzierungen hinaus und konnte keine größeren Erfolge einfahren.

Seit 2000 nimmt Engstler im BMW 320i an der Deutschen Tourenwagen-Challenge teil. Bereits im ersten Jahr war er bei drei Rennen siegreich und gewann am Ende der Saison die Meisterschaft. 2001 fuhr er zwischenzeitlich als Werksfahrer von Alfa Romeo ein Fahrzeug dieser Marke. 2002 war er für Schubert Motors aktiv. Er belegte den dritten Platz beim Saisonfinale, dem „Guia Race“ in Macao, und wurde Elfter in der Meisterschaft. Inzwischen wieder für sein eigenes Team fahrend, konnte Engstler diese Leistung 2003 noch steigern und wurde Zweiter in Macao. Die Deutsche Tourenwagen-Challenge schloss er auf dem dritten Meisterschaftsplatz ab. 2004 siegte er bei einem Lauf der nun „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“ genannten Serie und erreichte den fünften Meisterschaftsplatz.

Anschließend wechselte Engstler in die Asiatische Tourenwagen-Meisterschaft, in welcher er die Konkurrenz deutlich dominieren konnte. 2005 und 2006 gewann er beide Male die Meisterschaft und siegte bei insgesamt 21 Rennen. 2006 war Engstler auch bei den letzten acht Rennen der ehemaligen Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft am Start, welche nun „ADAC-Procar-Serie“ hieß. Dort erreichte er vier Siege und den siebten Meisterschaftsplatz. 2007 war er der Konkurrenz deutlich überlegen und wurde erstmals seit sieben Jahren wieder Meister dieser Rennserie. Von 15 Rennen konnte er zwölf gewinnen.

Franz Engstler 2008 Brands Hatch

Franz Engstler in der WTCC 2008

Seit 2008 tritt Engstler in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft an. Er wechselte auch das Fahrzeug und stieg auf einen BMW 320si um. Bereits in seiner ersten Saison wurde er Vizemeister in der Privatfahrerwertung. Beim Saisonfinale in Macao war er bester Privatfahrer und fuhr auf den sechsten Platz, womit er sich drei Weltmeisterschaftspunkte holte.[1] Auch 2009 fährt Engstler wieder in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Beim zweiten Lauf in Marokko wurde er erneut bester Privatfahrer und holte sich mit dem siebten Platz zwei Weltmeisterschaftspunkte.[2]

Einen kuriosen Zwischenfall hatte Franz Engstler beim zweiten Lauf in Frankreich. Nachdem er bereits beim ersten Lauf auf den sechsten Platz fuhr und sich damit drei Weltmeisterschaftspunkte sicherte, übernahm er beim Start des zweites Laufes die Führung. Engstler hatte gute Chancen auf seinen ersten Rennsieg, da Überholen auf dem Circuit de Pau als sehr schwierig gilt, bis ihm das Safety Car zu Beginn der zweiten Runde in die Quere kam. Unmittelbar bevor Engstler an der Boxenausfahrt vorbei kam, verließ das von Philippe Cholet und Jean-Pierre Colas gesteuerte Safety Car unerwartet und ohne Anweisung die Boxengasse. Zudem missachtete es die Boxenausfahrtslinie, welche zur Sicherheit nicht überquert werden darf, und zog in langsamer Fahrt direkt auf die Ideallinie. Engstler hatte keine Möglichkeit mehr den Unfall zu verhindern, da sich die Boxenausfahrt hinter einer unübersichtlichen Vollgas-Kurve befindet, und kollidierte mit dem Safety Car, wodurch er aus dem Rennen ausfiel.[3][4]

2005 und 2008 gewann Engstler den „BMW Sportpokal“.[5]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.motorsport-total.com/wtcc/news/2008/11/Vizeweltmeister_Engstler_Macao_war_der_kroenende_Abschluss_08112601.html
  2. http://www.racing1.de/web/tw_em/artikel.php?newsID=15746&PHPSESSID=3af
  3. http://www.motorsport-total.com/wtcc/splitter/2009/05/Safety-Car_wirft_Engstler_aus_dem_Rennen_09051702.html
  4. http://www.motorsport-total.com/wtcc/news/2009/05/Pau_Safety-Car_handelte_eigenmaechtig_09051901.html
  5. http://www.motorsport-magazin.com/motorsport/news-69533-teilnehmer-rekord-im-bmw-sportpokal-franz-engstler-ganz-vorn.html


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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