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Florida Marlins
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Abkürzung(en)FLA
Spitzname(n)The Fish, The Boys in Teal, The Fightin' Fish, Miracle Marlins
Gegründet1993
VereinsfarbenSchwarz, Teal, Silber, Weiß

   

Spielort
PräsidentMichael Hill
Erfolge
Websitehttp://www.marlins.com

Die Florida Marlins sind ein US-amerikanisches Baseball-Team. Sie spielen in der Eastern Division der National League. Die Florida Marlins kommen aus Miami, wo sie 1993 gegründet wurden. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft im Sun Life Stadium aus.

1997 gewann die Mannschaft die World Series gegen die Cleveland Indians, 2003 setzten sich die Marlins in der World Series 2003 in sechs Spielen (4:2) gegen die New York Yankees durch. Damit gewannen die Marlins in ihren beiden einzigen Playoff-Auftritten die World Series und sind somit eines der erfolgreichsten Expansion Franchises (Mannschaften, die seit den 1970er Jahren neu zugelassen wurden).

Im Jahr 2012 ziehen die Marlins in einen neuen Ballpark nach Downtown Miami und werden in Miami Marlins umbenannt.

Geschichte Bearbeiten

Die Gründung der Florida Marlins Bearbeiten

Die Geschichte der Florida Marlins begann zum Jahreswechsel 1989/1990, als die MLB ankündigte, zwei neue Franchises aufnehmen zu wollen, um die National League zu erweitern. Es war ausgemacht worden, dass eines der beiden Teams in Florida entstehen solle, da es noch kein Profi-Baseball Team in dem Bundesstaat gab. Am 17. März 1990 kündigte Wayne Huizenga an, er wolle dieser Aufgabe nachkommen und den Aufbau des Teams organisieren. Er bekam den Zuschlag. Die Frage war fortan, wo das Team beheimatet werden soll. Orlando war ein Touristenort, so würden vielleicht auch Touristen, die Urlaub machen, sich diesen Sport einmal ansehen. Tampa Bay hatte zu dieser Zeit bereits ein Baseball-Stadion aus dem Besitz eines Amateur-Teams. Dennoch fiel die Wahl auf Miami.

Aufnahme des Spielbetriebes und der erste Titel Bearbeiten

Am 10.Juni 1991 wurde das Team offiziell gegründet. Der Gründungsname war Florida Flamingos. Dieser wurde allerdings recht schnell in Florida Marlins umgewandelt und das Logo angepasst. In der Saison 1993 nahmen sie zusammen mit den Colorado Rockies den Spielbetrieb auf. Die ersten Jahre verliefen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. In der Saison 1997 konnten sich die Marlins dann erstmals über die Wildcard für die Playoffs qualifizieren. In der ersten Runde trafen sie auf die San Francisco Giants, die sie souverän 3–0 besiegten. In der NL Championship Series spielten sie gegen den East Division Konkurrenten Atlanta. Auch diese Serie konnten sie für sich entscheiden und zogen mit einem Gesamtergebnis von 4–2 in die World Series ein. In dieser trafen sie auf die Cleveland Indians, die sie knapp mit 4–3 besiegen konnten. Somit waren sie nach vier Jahren Spielbetrieb bereits World Series Gewinner und damit zu diesem Zeitpunkt das erfolgreichste MLB-Franchise.

Nach dem Titel – Finanzielle Schwierigkeiten und sportliche Misere Bearbeiten

Vor der Saison 1997 tätigten die Marlins eine hohe Anzahl von Transfers. Während der Saisonvorbereitungen für die Saison 1998 wurden finanzielle Schwierigkeiten von der Seite des Vereins bestätigt. Daraus resultierte ein Großverkauf an Spielern. Dies spiegelte sich in der darauffolgenden Saison wieder, als man mit nur 54 Siegen und 108 Niederlagen das schlechteste Resultat der Vereinsgeschichte erzielte. Bis heute sind die Marlins das einzige Team, das in der Saison nach einem World Series Titel mehr als 100 Spiele verlor. Der Besitzer Wayne Huizenga verkaufte das Team an John Henry. In Folge der vielen Umstellungen im Verein sanken auch die Zuschauerzahlen.

Der Neuaufbau und der zweite Titel Bearbeiten

Von den Umstellungen der Vorjahre erholten sich die Marlins relativ gut. Durch gut gewählte Draft-Picks und ein hervorragendes Management gelang es den Marlins, wieder ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen. Vor der Saison 2003 gab es einen wichtigen Transfer, als man den Nr. 1 Draft-Pick von 2000, Adrian Gonzalez mit den Texas Rangers gegen Ugueth Urbina tauschte. Zu Beginn der Saison spielte die Mannschaft schlecht und schon am 11. Mai 2003 wurde Jeff Torborg durch Jack McKeon als Manager abgelöst. Daraus resultierte eine hervorragende Saison, als man zwar deutlich den Division-Sieg verpasste, sich aber über die Wildcard für die Playoffs qualifizierte. In der ersten Runde traf man wie schon 1997 auf die San Francisco Giants, die man erneut bezwungen wurden. In der Championship Series traf man auf die Chicago Cubs. Diese Serie ging über die volle Distanz von sieben Spielen. Schlussendlich hatten die Marlins die Oberhand und zogen in die World Series ein. Dort trafen sie auf den Rekordmeister New York Yankees. Für Experten war klar, die Marlins würden chancenlos verlieren. Umso größer war die Überraschung, als die Marlins das erste Spiel in New York gewannen. In den beiden anschließenden Spielen unterlag man jedoch den Yankees. Die Fachwelt sah das erste Spiel als Ausrutscher an und es schien, als wäre der Weg zum Titel für die Yankees offen. Umso überraschender kam der Sieg der Marlins im vierten Spiel, das in die Verlängerung ging und nach zwölf Innings mit 4–3 endete. Auch das nächste Spiel entschieden die Marlins für sich. Im sechsten Spiel im Yankee Stadium kam es damit zum Showdown. Die Marlins gewannen 2–0 und damit die World Series mit 4–2, Josh Beckett wurde zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt.

Wichtige Transfers und die Jahre im Mittelmaß Bearbeiten

Die Marlins verkauften nach dem Ende der Saison 2004 einen Großteil der arrivierten Spieler. Durch weitere Transfers holten die Marlins Hanley Ramírez und Aníbal Sánchez von den Boston Red Sox im Tausch gegen den Gold Glove-Gewinner Mike Lowell und den MVP der World Series 2003 Josh Beckett. In der Saison 2005 standen zum ersten Mal in der Geschichte der MLB sechs Rookies in der Start-Neun eines Eröffnungsspiels. Die Mannschaft entwickelte sich besser als erwartet und den Marlins gelang mit dem niedrigsten Etat aller Major-League-Teams eine ausgeglichene Saison, sie etablierte sich im Mittelfeld der MLB. Anders lief es beim Management, als man in den Jahren 2005 bis 2007 drei verschiedene Manager hatte. Seit der Saison 2006 existiert auch ein Florida Marlins Junioren Team. Dadurch wurde der Wert auf Jugendarbeit verstärkt und der Kern des Teams auf junge Spieler gelegt. In den Jahren 2008 und 2009 verpassten die Marlins die Playoffs knapp.

Die Saison 2010 Bearbeiten

Die Saison 2010 begann für die Marlins mit acht von dreizehn gewonnenen Spielen und nach 52 Spielen hatten sie 26 gewonnen und 26 verloren. Am 29. Mai waren die Marlins an einem Perfect Game beteiligt. Bei einem Heimspiel gegen die Philadelphia Phillies warf Roy Halladay das zwanzigste Perfect Game der MLB-Geschichte. Der Pitcher der Marlins, Josh Johnson, ließ seinerseits allerdings auch nur einen unearned Run zu, womit das Spiel mit dem Minimalergebnis von 1–0 endete. Bei der Grapefruit Series der Interleague Games gewannen die Marlins gegen die Tampa Bay Rays fünf von sechs Spielen. Am 23. Juni wurde während der laufenden Saison der Manager Fredi González von Edwin Rodríguez abgelöst. Im Rahmen einer PR-Aktion wurden vom 28.–30.Juni drei Spiele gegen die New York Mets in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico ausgetragen. Am 1. September kam es während einem Heimspiel gegen die Washington Nationals zu einer Massenschlägerei zwischen den Spielern. Das Spiel endete mit 16–10 für die Marlins. Es ist das punktreichste Spiel in der Geschichte der Marlins und war das punktreichste der MLB-Saison 2010. Die Saison beendeten die Marlins mit einem Ergebnis von 80 Siegen und 82 Niederlagen. Sie waren 17 Siege hinter dem Conference-Gewinner Philadelphia. Zum Ende der Saison wurde bestätigt, dass die Arbeiten am neuen Ballpark im Zeitplan sind und das Stadion wahrscheinlich zur Saison 2012 bezugsfertig sein würde. In der Offseason scheiterten die Vertragsverhandlungen mit dem zweimaligen All-Star Dan Uggla, der daraufhin von den Atlanta Braves verpflichtet wurde.

Mitglieder der Baseball Hall of Fame Bearbeiten

Nicht mehr vergebene Nummern Bearbeiten

Minor-League-Teams der Florida Marlins Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Florida Marlins Franchise
AAA AA A Rookie
New Orleans Zephyrs Carolina Mudcats
Jupiter Hammerheads
Greensboro Grasshoppers
Jamestown Jammers
Kingsport Mets
Gulf Coast Marlins
da:Florida Marlins

en:Florida Marlins es:Florida Marlins



it:Florida Marlins ja:フロリダ・マーリンズ



ru:Флорида Марлинс


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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