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Fred Löwenberg verstarb am 30. Mai 2004.
 
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„Auch die Kleinen gilt es zu beachten. Auch die vermeintlich Wehrlosen gilt es zu beschützen. Denn Rassismus beginnt im Kleinen!“
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Version vom 8. September 2007, 17:07 Uhr

Ferdinand "Fred" Löwenberg (* 19. April 1924 in Breslau/Schlesien; † 30. Mai 2004 in Berlin) war ein antifaschistischer Widerstandskämpfer, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener.

Fred-Löwenberg

Fred Löwenberg auf dem Vereinigungskongress der VVN-BdA im Oktober 2002 in Berlin

Ferdinand Löwenberg wurde am 19. April 1924 als Kind jüdischer Sozialdemokraten in Breslau geboren. Er war Neffe des von den Faschisten im Mai 1933 ermordeten "Anwalt der Armen" Ernst Eckstein, der in der Weimarer Republik zu den Gründern der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) gehörte, der auch Willy Brandt angehört hatte.

Löwenberg wurde eine Berufsausbildung in der Nazizeit verwehrt. Im Alter von 19 Jahren wurde er von der SS in das KZ Buchenwald verschleppt. Die Solidarität der Mitgefangenen hatten ihn als jungen Menschen stark geprägt. Er wurde als Nichtkommunist von Kommunisten herangezogen und "ein richtiger Teilnehmer am Widerstand" (Löwenberg) geworden. Der "rote Kapo" Robert Siewert bewahrte Fred von der Verschickung nach Auschwitz. Fred Löwenbergs jüngerer Bruder, Martin Löwenberg, wurde ebenfalls von den Faschisten in ein Konzentrationslager verschleppt und mußte Zwangsarbeit leisten.

Nach der Befreiung gehörte er zu denjenigen, die ihre bitteren Erfahrungen aus den Jahren der Verfolgung zur Grundlage eines neuen, politischen Lebens machten. Dazu gehörte das gemeinsame Handeln von Kommunisten und Sozialdemokraten und so organisierte sich Löwenberg bei der Münchener SPD und war gleichzeitig stellvertretender Kreisvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Wegen des Unvereinbarkeitsbeschlusses der SPD wurde er 1950 aus der SPD ausgeschlossen und stieß zur Sozialistischen Aktion. Aufgrund der Kontakte von SED mit der Sozialistischen Aktion wurde Löwenberg wegen "Geheimbündelei" angeklagt und zu neunzehn Monaten Haft verurteilt. Mit der Verabschiedung des Godesberger Programmes verlor Löwenberg die Illusionen in die Sozialdemokratie und arbeitete für die 1956 verbotene KPD und übersiedelte 13 Jahre später, 1969, nach Ostberlin und war vor allem publizistisch tätig.

Nachdem 1990 im Osten Deutschlands der Interessenverband der Verfolgten des NS-Regimes (IVVdN) gegründet worden war, war er einige Jahre verantwortlicher Redakteur der Verbandszeitschrift Antifa (Zeitschrift). Löwenberg hat sich mit großem Engagement für die im Oktober 2002 erfolgte Vereinigung von VVN-BdA (West) und VVdN-BdA (Ost) zu einer generationsübergreifenden gesamtdeutschen Organisation eingesetzt.

Fred Löwenberg verstarb am 30. Mai 2004.

Zitate

„Auch die Kleinen gilt es zu beachten. Auch die vermeintlich Wehrlosen gilt es zu beschützen. Denn Rassismus beginnt im Kleinen!“


Weblinks

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