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Fabian Hambüchen
Medaillenspiegel
FabianHambuechen-WM07
Fabian Hambüchen am Reck bei der Turn-WM 2007 in Stuttgart.
DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Weltmeisterschaften
0Bronze0 2006 Aarhus Mehrkampf
0Bronze0 2006 Aarhus Sprung
0Gold0 2007 Stuttgart Reck
0Silber0 2007 Stuttgart Mehrkampf
0Bronze0 2007 Stuttgart Mannschafts-Mehrkampf
0Bronze0 2010 Rotterdam Reck
0Bronze0 2010 Rotterdam Mannschafts-Mehrkampf
Europameisterschaften
0Gold0 2005 Debrecen Reck
0Gold0 2007 Amsterdam Reck
0Silber0 2007 Amsterdam Mehrkampf
0Gold0 2008 Lausanne Reck
0Silber0 2008 Lausanne Mannschafts-Mehrkampf
0Bronze0 2008 Lausanne Boden
0Gold0 2009 Mailand Mehrkampf
0Gold0 2009 Mailand Boden
0Bronze0 2009 Mailand Barren
0Gold0 2010 Birmingham Mannschafts-Mehrkampf
0Bronze0 2010 Birmingham Reck
Olympische Spiele
0Bronze0 2008 Peking Reck

Fabian Hambüchen (* 25. Oktober 1987 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Kunstturner. Seine bisher größten Erfolge sind der Weltmeistertitel am Reck im Jahre 2007 und der Gewinn der Bronze-Medaille bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.

Hambüchen trainiert bei seinem Heimatverein, der TSG Niedergirmes, in der hessischen Stadt Wetzlar und turnt im Mannschaftswettbewerb für die Kunstturnvereinigung in der baden-württembergischen Gemeinde Straubenhardt.

Biografie Bearbeiten

Fabian Hambüchen wurde als zweites Kind von Beate und Wolfgang Hambüchen geboren. Hambüchen hat einen älteren Bruder Christian. Er besuchte bis zu seinem Abitur 2007 die Goetheschule Wetzlar. Auf Grund seiner Körpergröße von nur 1,63 Metern trägt er den Spitznamen „Turnfloh“. Er lebt in Scheuring, im Landkreis Landsberg am Lech.

Sportliche Karriere Bearbeiten

Hambüchen entstammt einer sportlichen Familie. Sein Vater war nach eigenen Aussagen früher selbst ein ehrgeiziger Turner, während die Lieblingssportart von Hambüchens Mutter das Laufen ist. Auch sein Bruder begann schon in jungen Jahren mit dem Kunstturnen. Als Dreijähriger begleitete er seinen Bruder zum Turnen und entdeckte dort seine Leidenschaft für den Sport. Mit 12 Jahren bestritt Hambüchen erste Länderkämpfe.

Seit Anfang 2004 turnt Hambüchen für die KTV Straubenhardt in der 1. Bundesliga. Am 11. Dezember 2005 holte er mit dieser den ersten und am 28. November 2009 den zweiten deutschen Mannschaftsmeistertitel.

Erfolge Bearbeiten

Hambüchens erster internationaler Erfolg bestand im Gewinn der Jugendeuropameisterschaft 2002 am Barren. Zwei Jahre später, 2004, erlangte er den Jugendeuropameistertitel in den Disziplinen Boden, Reck und Sprung und wurde Dritter im Mehrkampf. Daneben hat Hambüchen bereits mehrere Deutsche Meistertitel im Erwachsenenbereich errungen.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 war Hambüchen der jüngste männliche Starter der deutschen Delegation. Er erreichte im Mannschaftswettbewerb einen achten Platz und qualifizierte sich im Einzel für die Finals am Reck und im Mehrkampf. Während er im Mehrkampffinale auf dem 23. Platz abschloss, belegte er am Reck Rang 7.

Der Gewinn des Europameistertitels am 5. Juni 2005 am Reck stellt Hambüchens ersten großen internationalen Erfolg außerhalb des Juniorenbereichs dar, ebenso wie die überraschend gewonnene Bronzemedaille im Mehrkampf bei den Weltmeisterschaften 2006 in Aarhus. In Aarhus gewann Hambüchen außerdem die Bronzemedaille am Sprung.

Bei den Europameisterschaften 2007 in Amsterdam erreichte er Silber im Mehrkampf und zum zweiten Mal Gold am Reck. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Stuttgart wurde er zudem Weltmeister am Reck und damit der jüngste deutsche Goldmedaillengewinner bei einer Weltmeisterschaft in dieser Disziplin. Im Mehrkampf holte er in der Einzeldisziplin Silber, im Mannschaftsmehrkampf überraschend die Bronzemedaille zusammen mit Thomas Andergassen, Robert Juckel, Philipp Boy, Eugen Spiridonov und Marcel Nguyen. Mit dem Einzug in das Mannschaftsfinale schaffte das Team gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking.

Im Jahre 2008 erzielte Hambüchen bei den Turn-Europameisterschaften in Lausanne in den Disziplinen Boden, Mannschaftsmehrkampf und Reck eine Bronze-, Silber- bzw. Goldmedaille. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking erreichte er im Mehrkampffinale den 5. Platz, im Boden- und Barrenfinale den 4. Platz und im Reckfinale die Bronze-Medaille.

Anfang April 2009 gewann Hambüchen zum Auftakt der Turn-EM in Mailand als erster Deutscher den Mehrkampftitel vor dem Briten Daniel Keatings und Juri Rjasanow aus Russland und gewann ebenso am Boden den Europameistertitel.[1]

Zu den Weltmeisterschaften in London reiste Hambüchen zwar an, konnte jedoch aufgrund einer Verletzung nicht starten. Beim Training am Boden riss ein Außenband im linken Knöchel und Hambüchen war damit zum Zuschauen gezwungen.[2] Mitte Januar 2011 riß ihm beim Training die Achillessehne im linken Fuß, was eine erneute Zwangspause nach sich zieht.[3]

Sonstige Aktivitäten Bearbeiten

Am 29. November 2009 gewann Fabian Hambüchen in der Fernsehsendung Tv-Total Turmspringen in der Kategorie „Einzel“ und belegte am 27. November 2010 den 2. Platz. Ende Mai 2010 erspielte er zusammen mit seinem Vater Wolfgang beim Wer wird Millionär-Prominenten-Special 125.000 Euro.

Im Dezember 2009 wurde Hambüchen mit einem so genannten Testimonial für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft aktiv.[4] Er engagierte sich im Rahmen einer PR-Kampagne für die Aussage "Soziale Marktwirtschaft macht's besser... weil fairer Wettbewerb alle begünstigt."[4]

Auszüge seiner Mitte September 2010 erschienenen Autobiografie wurden ab Anfang September 2010 in der Bild vorab veröffentlicht.[5]

Auszeichnungen Bearbeiten

  • 2004: Im Jahr 2004 über das ZDF unter die besten 100 deutschen Sportler des Jahrhunderts gewählt (62.)
  • 2007: Sportler des Jahres

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. vgl. Hambüchen feiert Mehrkampf-Sieg bei ard.de, 4. April 2009
  2. focus.de: Fabian Hambüchen muss WM-Teilnahme absagen. Abgerufen: 18. Oktober 2009.
  3. www.spiegel.de
  4. 4,0 4,1 vgl. INSM-Kampagne „Soziale Marktwirtschaft macht´s besser“, 13. Dezember 2009, unter Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft International, sowie Motive zur Kampagne "Soziale Marktwirtschaft macht's besser", insm.de.
  5. [1] news.de, abgerufen am 8. September 2010


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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