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Ernst von Delius Stein

Gedenkstein in Plessa

Auto Unon 1937

Ein Auto Union Typ C, baugleich mit dem Unglückswagen, hier pilotiert von Rudolf Hasse.

Grabstätte Hüttenweg 47 (Dahl) Ernst von Delius

Grabstätte, Hüttenweg 47, in Berlin-Dahlem

Ernst Ludwig Ferdinand von Delius (* 29. März 1912 in Plessa; † 26. Juli 1937 in Bonn) war ein deutscher Automobilrennfahrer der Auto Union.

Leben Bearbeiten

Von Delius entstammte einer ravensbergischen Familie und war der zweite von drei Söhnen des Bergwerksdirektors und -besitzers Dr. Ing. h. c. Friedrich von Delius (1881–1967) und der Katharina Louise (Isa) Schwenke (1885–1969). Er war ein Ururenkel von Daniel Heinrich Delius. Aufgewachsen war er in der südbrandenburgischen Gemeinde Plessa, wo sein Vater seit 1910 die örtlichen Braunkohlenwerke als Direktor leitete und in dieser Funktion im Jahre 1924 die erste Abraumförderbrücke der Welt nach seinen Plänen bauen ließ, welche den Braunkohletagebau revolutionierte.

Sein erstes Rennen fuhr Ernst von Delius im August 1931 auf der AVUS in Berlin als Privatfahrer in einer Konkurrenz der Sportwagen, bei welcher er als krasser Neuling den sechsten Platz erfuhr. In den folgenden Jahren erzielte er eine Reihe von Erfolgen in kleinen und größeren Wettbewerben jener Zeit und begründete seinen Ruf, eine große Hoffnung des Motorsports zu sein.

Auf Anraten von Ferdinand Porsche nahm ihn 1935 die Auto Union als Nachwuchsfahrer auf. Als Team-Kamerad von Bernd Rosemeyer und Hans Stuck stand von Delius bald unter den besten Fahrern der Welt. Er gewann im Januar 1937 den Grosvenor Grand Prix in Kapstadt.

Eine Kollision mit Richard Seaman beim Großen Preis von Deutschland 1937 auf dem Nürburgring bereitete der hoffnungsvollen Karriere am 25. Juli 1937 ein jähes Ende. Während Seaman mit leichteren Verletzungen davonkam, erlag Ernst von Delius am 26. Juli 1937 in Bonn seinen schweren Verletzungen. Zum Andenken an die Verdienste der Familie von Delius wurde in Plessa die Von-Delius-Straße nach ihr benannt. Außerdem wurde im Juli 2002 ein Gedenkstein für Ernst von Delius im Ort eingeweiht.

Seit 1932 war er Mitglied des Corps Franconia München.[1]

Vorkriegs-Grands-Prix-Ergebnisse Bearbeiten

Saison Team Wagen 1 2 3 4 5 6 7 Punkte Position
1935 ERA ERA B-Type Flag of Monaco Flag of France Flag of Belgium (civil) Flag of the German Reich (1933–1935) Flag of Switzerland within 2to3 Flag of Italy (1861–1946) Flag of the Second Spanish Republic
DNS
1936 Auto Union AG Auto Union Typ C Flag of Monaco Flag of Germany (1935–1945) Flag of Switzerland within 2to3 Flag of Italy (1861–1946) 23 7.
DNS 6 5 1 3
1937 Auto Union AG Auto Union Typ C Flag of Belgium (civil) Flag of Germany (1935–1945) Flag of Monaco Flag of Switzerland within 2to3 Flag of Italy (1861–1946) 38 30.
DNF
Legende
Farbe Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Klassifiziert, mehr als 75% der Renndistanz zurückgelegt
Blau nicht punkteberechtigt, zwischen 50% und 75% der Renndistanz zurückgelegt
Violett nicht punkteberechtigt, zwischen 25% und 50% der Renndistanz zurückgelegt
Rot nicht punkteberechtigt, weniger als 25% der Renndistanz zurückgelegt
Farbe Abkürzung Bedeutung
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht gestartet (did not start)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
1 Von Delius übernahm während des Rennens den Wagen von Rudolf Hasse.

Literatur Bearbeiten

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B 1941, Seite 114, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Kösener Corpslisten 1960, 106, 1061


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