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Erich Leibenguth (* 31. März 1917 in Wellesweiler; † 2. Juni 2005) war ein deutscher Fußballspieler. Bei Hindenburg Allenstein und VfB/Borussia Neunkirchen spielte er Erstligafußball. Er war saarländischer Fußballnationalspieler.

Der gebürtige Saarländer Leibenguth kam 1938 als 21-Jähriger zum ostpreußischen Spitzenklub Militärsportverein (MSV) Hindenburg Allenstein und wurde gleich in seiner ersten Saison bei Allenstein Meister der Gauliga Ostpreußen. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1939 wurde Leibenguth hauptsächlich als Linksaußenstürmer in allen sechs Spielen der Vorrunde eingesetzt und erzielte drei Tore. Als Vorrundendritter schieden die Allensteiner aus dem weiteren Meisterschaftsgeschehen aus. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde der MSV aus der Gauliga zurückgezogen und an seine Stelle trat eine zivile Sportgemeinschaft, die in den folgenden Gaumeisterschaften nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Zur Vorbereitung eines Länderspiels gegen Spanien führte der Reichstrainer Sepp Herberger im Februar 1943 einen Vorbereitungslehrgang durch, zu dem auch Leibenguth eingeladen wurde. Es kam jedoch wegen der Ausrufung des „totalen Krieges“ bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu keinen Länderspielen mehr.

Nach Kriegsende kehrte Leibenguth in seine saarländische Heimat zurück und schloss sich dem VfB Neunkirchen an, mit dem er bereits in der Saison 1945/46 in der neu gegründeten Oberliga Südwest spielte. 1947/48 spielte Leibenguth seine beste Saison für die Mannschaft vom Ellenfeldstadion. Von den 26 Punktspielen bestritt er 20 Begegnungen und wurde mit 39 Punktspieltoren Torschützenkönig seiner Mannschaft. 1948 wurden die saarländischen Vereine aus der Oberliga ausgegliedert und mussten bis 1951 in der „Ehrenliga Saarland“ antreten. Mit seinem Stürmer Erich Leibenguth wurde der VfB Neunkirchen 1948/49 souverän Saarlandmeister. Der inzwischen 32-jährige Leibenguth wurde jedoch nur noch in vier Punktspielen eingesetzt und erzielte von den 106 Punktspieltoren des Meisters lediglich einen Treffer.

Das autonome Saarland unterhielt zwischen 1950 und 1956 eine eigene Fußball-Nationalmannschaft. Leibenguth war von 1950 bis 1952 saarländischer Nationalspieler und bestritt in dieser Zeit fünf der sechs ausgetragenen Länderspiele der Saarländer. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Nationalmannschaft war er mit fünf Treffern deren bester Torschütze.

Zur Saison 1951/52 durften die Neunkirchener, die inzwischen wieder ihren historischen Namen Borussia angenommen hatten, in die Oberliga Südwest zurückkehren. Für Leibenguth war es zugleich die letzte Spielzeit in Neunkirchen, er bestritt noch 20 Oberliga-Punktspiele und erzielte dabei elf Tore[1] an der Seite der Mitspieler Werner Emser, Ewald Follmann und dem Torschützenkönig Gerhard Siedl mit 26 Treffern. In seinen sieben Neunkirchener Jahren wurde er in 65 Punktspielen eingesetzt und erzielte 63 Tore.[2] Für eine Saison war er noch als Spielertrainer beim TSC Zweibrücken in der 2 . Oberliga Südwest aktiv. Später war er bei seinem Heimatverein SV Wellesweiler als Trainer tätig.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Raphael Keppel: Sport- und Spielverlag Edgar Hitzel, Hürth 1989, Seite 17-27, ISBN 3-9802172-3-X
  2. Werner Skrentny (Hg.): Teufelsangst vorm Erbsenberg. Die Geschichte der Oberliga Südwest 1946-1963. Klartext-Verlag, Essen 1996,Seite 194, ISBN 3-88474-394-5

Presse Bearbeiten

  • kicker SPORTMAGAZIN: Nur vier Spieler kamen nach dem Krieg zurück, Ausgabe 94 vom 22. November 2010

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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